Kinect Sports: Season Two (2011)
Kinect Sports: Season Two (2011) Xbox 360-Review
Rating
Gameplay
Multiplayer
Technik
Fazit & Wertung
Vor ziemlich genau einem Jahr brachte Microsoft zum Release von Kinect das Spiel Kinect Sports auf den Markt. Dieses verkaufte sich ziemlich gut und wurde schnell zu einem der meistgespielten Kinect-Games überhaupt. Daher war es recht wahrscheinlich, dass Microsoft einen Nachfolger herausbringen würde.
Es war auch eine Möglichkeit, schmerzlich vermisste Sportarten neu einzubringen. Es ist daher nicht sehr verwundernd, dass Microsoft genau das jetzt gemacht hat. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit dürfen sich Kinect-Spieler wieder auf Zerrungen und Muskelkater freuen, denn mit Kinect Sports Season 2 erscheint der Nachfolger eines der besten und erfolgreichsten Bewegungsspiele überhaupt. Doch wird es ein würdiger Nachfolger sein?
Rating: Microsoft Xbox 360
Gameplay
Wer das Spiel spielt, dem wird sofort klar: Kinect Sports: Season 2 verspricht sportliche Betätigung für jeden Geschmack und lockt dabei mit grösstenteils recht gelungenen Umsetzungen. Die Spieldauer ist jedoch meist kürzer als beim realweltlichen Vorbild - ein Kinect-Tennissatz zum Beispiel auf sechs gewonnene Games wäre das dann doch ein wenig lang. Insofern geht die Kürzung in Ordnung.
Wer anfangs nicht allzu sehr ins Schwitzen kommen will, greift zum virtuellen Dartpfeil - und spielt dabei eine normale Wettbewerbslänge. Beim Dart kommt es weniger auf starke Bewegung, dafür auf eine ruhige Wurfhand an. Es gibt zwar eine hilfreiche Lockon-Funktion, doch wer sich blind darauf verlässt und dann all zu lässig wirft, wird auch auf der leichtesten von drei Spielstufen mit entsprechend groben Abweichungen absolut zu Recht abgestraft. Relativ ruhig ist natürlich auch Golf, da es schliesslich primär auf sinnvolles Zielen und sauberen Schwung ankommt.
Viel dynamischer ist da Tennis, bei dem der Schnitt ins Spiel kommt, den manche im vergangenen Jahr in Kinect Sports beim Tischtennis vermisst haben. Etwas weniger erfreut könnten gerade Gamer hierzulande darüber sein, dass sich das Skifahren als etwas mager entpuppt. Dabei ist die Umsetzung aber durchaus passabel, in breitbeiniger Hocke mit geneigtem Körper durch die Tore zu schlittern bringt schon fast echtes Ski-Feeling.
Von den beiden grossen US-Sportarten, die in Kinect Sports: Season 2 vertreten sind, ist die hierzulande weniger verbreitete eindeutig besser umgesetzt. Vor allem beim Schlagen stellt sich bei Baseball wirklich das Gefühl ein, dass es aufs richtige Timing wie beim realen Sport ankommt. Die merkwürdigste Umsetzung hat Football erfahren. Ein klassisches Laufspiel gibt es nicht, nur mit Pässen gilt es, in vier Versuchen gleich das ganze Spielfeld zu überqueren - da kommt bei Kennern nur bedingt Football-Stimmung auf. Dass man bei einer Sportart mit der Weisheit "Defense wins games" nur den Offensivpart aktiv übernimmt, sorgt auch nicht unbedingt für Laune.
Multiplayer
Jede Sportart bietet im Einzelspieler drei unterschuedlich schwere Gegner, in der Regel einen Minispielzusatzmodus (dieser fehlt beim Football), einen lokalen Multiplayermodus, Matches über Xbox Live und einen neuen Herausforderungsmodus. Mit letzterem kann man ein Match spielen, in dem dann eine Highscoremarke gesetzt wird. Via Xbox Live wird der Score an einen Freund geschickt, der dann zu einem beliebigen Zeitpunkt dagegen antreten kann.
Im Mehrspielerbereich gibt es das volle Programm: zwei Spieler gleichzeitig, bis zu vier in Teams und beim Football sogar eine Coop-Variante. Wer auf die Einstellungen keine Lust hat, wählt das schnelle Multiplayerspiel, bei dem Team Rot gegen Team Blau in Zufallsherausforderungen mit verkürzter Aufgabenzahl antreten.
Technik
Die Spiele sind allesamt durchdacht konzipiert und mit zahlreichen Steuerungsmöglichkeiten versehen. Vor jedem wird anhand gelungener Tutorial-Videos die Steuerung erklärt. Neu in Kinect Sports: Season Two ist die Xbox-Sprachsteuerung. Mit Sprachbefehlen kann sich der Spieler komfortabel durch die Menüs navigieren, Spiele starten, aber auch die Spiele selbst ergänzend bedienen.
Wirklich klasse ist die Präzision der Abtastung des Spielers durch den Kinect-Sensor gelungen. Zwar gibt es hin und wieder einige Fehler, aber in den meisten Fällen funktioniert alles sauber, wie es sein sollte. Beim Golf beispielsweise kann man einen Übungsschlag signalisieren, indem die linke Hand gehoben wird. Führt man die rechte Hand "die Sonne abschirmend" an die Stirn, kann man in die Ferne blicken, um den nächsten Schlag zu planen. Greifen wir nach rechts oder rufen "Schlägerwechsel", so öffnet sich die Tasche des Caddies, um ein anderes Eisen auszuwählen.
Die Grafik ist im typischen Avatar-Stil gehalten, eigentlich genau wie im Vorgänger, jedoch wurden die Licht/Schatten-Effekte angepasst. Beim Golf ist das Grün zum Beispiel schon recht plastisch dargestellt, und die Skifahrt bringt das Tempo ordentlich rüber. Der Sound ist zudem richtig gut geworden. Simple Effekte werden durch gute Sprecher "entschärft". Und wieder gibt es kleinere Lizenz-Schnipsel, die bei Jubel-Sequenzen ordentlich Stimmung schaffen. Wenn man das "Hole in One" schafft, und Aha "Take on Me" durch die Boxen schmettert, sollte man erst gar nicht vom Spiel aufgefordert werden, die Arme zu schwingen.
Fazit
Gerade technisch hat Microsoft stark dazugelernt. Der Kinect-Input-Lag wurde auf ein Minimum reduziert, zeitweise ist er überhaupt nicht mehr zu spüren. Die Sprachsteuerung funktioniert nicht immer so, wie sie sollte, ist aber eine sinnvolle Ergänzung. Die Sportarten sind im Vergleich zum Vorgänger nicht mehr so schweisstreibend, dafür aber spassig und zugänglicher. Kinect Sports: Season 2 ist ein würdiger Nachfolger des besten Sportspieles mit Bewegungssteuerung und wärmstens zu empfehlen.
22.11.2011 / lul
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Testwertung: |
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Spielspass: | (50%) | |
Gameplay: | (25%) | |
Technik: | (25%) | |

Kinect Sports: Season 2 (Xbox 360) | |
Release: | 01.11.2011 |
Publisher: | Microsoft Game Studios |
PEGI: | 12 |
Players: | 1-4 Spieler |
Erhältlich für Xbox 360 | |





