James Noir's Hollywood Crimes (2011)
James Noir's Hollywood Crimes (2011) 3DS-Review
Rating
Story
Gameplay
Technik
Fazit & Wertung
Spätestens seit Professor Layton and the Curious Village sind Rätselspiele auf Handhelds angesagt. Erst kürzlich erschien in Europa der vierte Teil der Serie. Auf den Ableger für den 3DS warten wir bisher vergeblich, während die Japaner bereits zum Launch des Wundergeräts in den Genuss eines weiteren hochklassigen Rätselspiels kamen. Die Verkaufszahlen der Layton-Spiele sinken kontinuierlich, dennoch findet das Genre des Point-&-Click-Adventures bzw. des Knobelspiels noch immer grossen Anklang auch bei Konsolen- und Handheld-Zockern. Ein Genre, das fast PC-exklusiv war, hat dank der Wii und DS Massenkompatibilität erlangt.
Was hat das nun mit James Noir's Hollywood Crimes zu tun? Ubisoft versucht, mit diesem neuen Rätselspiel einerseits, auf der Welle der Knobel-Games mitzureiten und andererseits, den Boom des neuen Handhelds auszunutzen. Nach einem eher zähen Start hat Nintendos neues Gerät den Vorgänger punkto Verkaufszahlen in den ersten Monaten bereits übertroffen. Gelingt es Ubisoft nun, mit James Noir's Hollywood Crimes das Angebot des 3DS zu bereichern oder bekommen wir es mit einem schlechten Layton-Klon zu tun?
Rating: Nintendo 3DS
Story
Hollywood Crimes 3D ist vorderhand ein Spiel im Spiel. Man tritt als Protagonist in einer TV-Rätsel-Show auf. Alle zwei Wochen versucht man sich in einer neuen Runde. Übersteht man alle sechs und sticht den Konkurrenten aus, gewinnt man eine einjährige Weltreise. Die Gewinner dieser Show werden zu regelrechten Stars. Eines Tages startet allerdings eine Mordserie, in der ehemalige Gewinner zu Opfern werden. Der Mörder ist ebenfalls ein Puzzle-Fanatiker und hinterlegt bei jeder Leiche ein Rätsel. Als Teilnehmer der Show und Knobeltalent hilft man dem FBI bei den Ermittlungen. Das ist jeweils der Punkt, wo das Spiel im Spiel aufhört und das eigentliche Spiel beginnt, der Punkt, wo die storyvorantreibenden Passagen beginnen.

Tick tick tick
Dass es sich nicht um einen einfachen Layton-Klon handelt, zeigt sich also bereits nach wenigen Sekunden. Der Look ist ebenso auf Realismus getrimmt wie die Geschichte, die uns in Standbildern und kleinen Videos mit Schauspielern präsentiert wird. Diese Art der Präsentation ist gewöhnungsbedürftig, sorgt allerdings für ein bemerkenswertes Spannungsverhältnis zwischen Fiktion und Realismus. Bereits das Spiel im Spiel sorgt dafür, dass sich der Spieler vom Geschehen distanziert und sich der Fiktion bewusst wird. Die Art der Präsentation verstärkt jedoch die Immersion immer wieder. Interessant ist dabei auch, dass man sein eigenes Gesicht, das von der Innenkamera des 3DS eingefangen wird, immer wieder in einem Spiegel oder Zeitungsartikel sieht. Das unterstützt den Effekt der Immersion zusätzlich.
Gameplay
Ob in der Fiktion oder in der Pseudorealität: Fortschritte werden nur durch das Lösen der Rätsel erzielt. Und so knobelt auch der Spieler in der Realität. Rätsel um Rätsel muss gelöst werden, nur die Ebene der Erzählung wechselt, nicht aber die Mechanik. Und so sieht man sich Dutzenden Knobeleien ausgesetzt, die allesamt spannend zu lösen sind. Die Lernkurve zieht anfangs kaum an, dennoch sieht man sich gut unterhalten. Genügend Abwechslung ist vorhanden, die Schauspieler leisten in der Darstellung des übertrieben Amerikanischen gute Arbeit. Man sollte allerdings nicht auf die englischen Originalstimmen verzichten. Und so wartet man rätsellösend stets gespannt auf den Fortgang der Geschichte.
Technik
James Noir's Hollywood Crimes erzielt vom neuen Handheld guten Nutzen. Die Einbindung der Kamera ist amüsant, wenn nicht gar für das Spielerlebnis bereichernd. Die Steuerung funktioniert allein über das Schiebepad und den Touchscreen. Der 3D-Effekt ist angenehm und kann beim Rätseln sogar helfen. Ubisofts Knobelei ist wohl eines der ersten Spiele, die auf dem 3DS ohne eingeschalteten Effekt langweiliger wirken würden. Die Tiefenwirkung verstärkt den Eindruck des Trashs, der durch die skurille Darstellung mit echten Schauspielern und gerenderten Hintergründen hervorgerufen wird.
Fazit
Ubisoft hat mit James Noir's Hollywood Crimes ganze Arbeit geleistet. Das Spiel nutzt die Möglichkeiten des 3DS gut aus, liefert zudem eine interessante Geschichte und spannende Rätsel mit genügend Abwechslung. Dieser Knobelspass eignet sich zudem optimal für unterwegs, da er in kleinsten Happen konsumiert werden kann. Hollywood Crimes 3D dürfte wenn nicht zu den besten 3DS-Spielen, dann sicherlich zu den am optimalsten an den Handheld angepassten Games gehören.
06.12.2011 / lsg
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Testwertung: |
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Spielspass: | (50%) | |
Gameplay: | (25%) | |
Technik: | (25%) | |

James Noir's Hollywood Crimes (3DS) | |
Release: | 24.11.2011 |
Publisher: | UbiSoft Entertainment SA |
PEGI: | 12 |
Players: | 1 Spieler |
Erhältlich für 3DS | |


