Deus Ex: Human Revolution (2011)
Deus Ex: Human Revolution (2011) PC-Review
Rating
Story
Gameplay
Technik
Fazit & Wertung
Mehr als ein Jahrzehnt nach dem bahnbrechenden ersten Deus Ex und sieben Jahre nach dem enttäuschenden zweiten Invisible War, erscheint mit Human Revolution ein weiteres Kapitel der Deus-Ex-Saga. Man schreibt das Jahr 2027, und nicht zuletzt dank dem Unternehmen Sarif Industries hat die Biomechanik einen grossen Sprung nach vorne gemacht. Implantate und Augmentierungen sorgen dafür, dass Menschen mit ihrer Hilfe geheilt oder künstlich aufgewertet werden können. Nicht alle sind jedoch mit diesem kontroversen Eingriff in die Evolution einverstanden.
Als man zu Beginn in die Rolle von Adam Jensen schlüpft, ist die Welt in Aufbruchstimmung, aber noch in Ordnung. Dies ändert sich schlagartig, als bei einem Anschlag auf Serif Industries seine Freundin Megan ihr Leben verliert und er selbst schwerverwundet nur dank dem Einsatz von Implantaten überlebt. Als Jensen nach sechs Monate Rekonvaleszenz wieder den Dienst antritt, gibt es noch immer weitaus mehr Fragen als Antworten. Wird es ihm gelingen, die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen?
Rating: PC Games
Story
Die erzählte Zukunftsvision ist sowohl interessant als auch authentisch. Die Geschichte ist spannend erzählt und wird mit Hilfe von zufälligen Gesprächen, Zeitungen, Mails und E-Books vervollständigt, welche viele Hintergründe und Informationen beinhalten und so ein wirklich tolles und komplettes Gesamtbild ermöglichen. Ein Gesamtbild, das zudem auch von der stimmig düsteren Atmosphäre tatkräftig unterstützt wird. Dadurch, dass man mit dem eigenen Handeln zumindest stellenweise die Geschichte beeinflussen und mitbestimmen kann, lädt Human Revolution auch nach den Abspann zu einem erneuten Besuch ein.
Gameplay
Wer auf brachiale Action steht, dürfte bei Human Revolution arg enttäuscht sein. Obwohl das Spiel die Perspektive eines Shooters besitzt, ermöglichen weder die physischen Widerstandsfähigkeit von Adam Jensen noch die tragbare Munition eine brachiale Vorgehensweise. Vielmehr sind intelligentes Schleichen, eine gute Beobachtungsgabe und Kreativität gefragt. Nur gut, dass die Hauptmissionen und die wenigen, aber komplexen Nebenaufgaben, obwohl relativ linear, stets diverse Lösungswege beinhalten.
Human Revolution strotzt nur so vor Inhalt und Freiheit. Gegner können mit schallgedämpften Waffen oder kreativen Fallen neutralisiert oder mit Hilfe von Lüftungsschächten und Feuerwehrleitern einfach umgangen werden. Weiter besteht die Möglichkeit, die zahlreichen Schlösser und Computer mit gefundenen Zugangscodes zu öffnen oder mit dem genialen Minispiel zu hacken. Dialoge gestatten, den Spielverlauf zu beeinflussen, Informationen oder Zutritte zu beschaffen, wobei hier besonders die Überzeugungsgespräche einen Höhenpunkt darstellen. Diese sind nur wenige Beispiele von dem, was das Spiel letztendlich zu bieten hat, denn dank den Rollenspielelementen in Form von freischaltbaren Augmentierungen stehen je nach Charakterentwicklung diverse weiteren Optionen frei (beispielsweise Geschütztürme manipulieren, Wände durchlaufen usw.).
Das Spiel bedeint sich vieler Elemente, welche weder innovativ noch neu, aber dafür exzellent aufeinander abgestimmt worden sind. Dieser tollen Mischung ist es letztendlich auch zu verdanken, dass gewisse störende Details (u.a. Verhaltensweise der Gegner, Zielprobleme usw.) und die aus der Reihe tanzenden Bosskämpfe nicht allzu negativ ins Gewicht fallen und man von einem absolut gelungenen Spielerlebnis sprechen kann.
Technik
Deus Ex: Human Revolution macht punkto Technik im grossen Ganzen eine gute Figur, auch wenn in diesem Bereich die deutlichsten Mängel zu finden sind. Das Spiel sieht optisch recht gut aus, enttäuscht aber mit schwacher Mimik und schlechter Lippensynchronisation bei den sonst sehr überzeugenden Figuren. Trotz genialer Präsentation, gutem Artdesign und entsprechend stimmig düsterer Darstellung wirken die meisten Umgebungen leblos und stellenweise zu steril. Insgesamt ist das Spiel technisch sicherlich alles andere als schlecht, hätte dennoch mehr Feinschliff vertragen.
Fazit
Deus Ex ist zurück! Human Revolution knüpft mit der gelungenen Mischung aus Action-, Schleich- und Rollenspiel gekonnt an die Stärken des ersten Spiels, und obwohl diverse Details das Bild letztendlich etwas trüben, bietet die Zukunftsvision mit Adam Jensen ein wirklich tolles Gesamtpaket.
Die plausible Thematik, die spannende Erzählweise, das abwechslungs- und variantenreiche Gameplay sowie die herrlich düstere Atmosphäre machen das Spiel zu einem wirklich komplexen und beeindruckenden Titel, an dem nicht nur aufgrund mangelnder Alternativen kein Weg vorbeiführen dürfte.
06.09.2011 / pan
Community: | ||
| ||
| ||
Kommentare: | ||
Testwertung: |
| |
Spielspass: | (50%) | |
Gameplay: | (25%) | |
Technik: | (25%) | |

Deus Ex: Human Revolution (PC) | |
Release: | 26.08.2011 |
Publisher: | Square Enix |
PEGI: | 18 |
Players: | 1 Spieler |
Erhältlich für Xbox 360, PC, PS3 | |







