Cabela's Survival: Shadows of Katmai (2011)
Cabela's Survival: Shadows of Katmai (2011) PS3-Review
Rating
Story
Gameplay
Multiplayer
Technik
Fazit & Wertung
Auch wenn sie sich bei uns kaum verkaufen, kommen wir regelmässig in den eher fragwürdigen Genuss von Spielen, die auf der Lizenz von Cabela beruhen. In den Vereinigten Staaten ist Cabela dafür bekannt, alles Mögliche zu verkaufen, das man braucht, um einer der grossen Volkssportarten der Amerikaner zu frönen: der Jagd. Dadurch kann man eigentlich schon leicht schlussfolgern, worum es in den Spielen in der Regel geht.
Mit Cabela's Survival: Shadows of Katmai wurde zum ersten Mal ein deutlich anderer Weg eingeschlagen. Es ist nämlich nicht im Genre der Jagd-Simulationen angesiedelt, sondern in dem der Action-Adventures. Zwar geht man immer noch ab und zu auf Jagd, Klettereinlagen in Alaska oder Fahrten in einem Hundeschlitten stehen aber auch auf dem Programm. Ist es durch diesen Richtungswechsel möglich, dass dieser Nischentitel in unseren Gefilden auch gut ankommt?
Rating: Sony Playstation 3
Story
Logan James ist ein Pilot, der sich seine Brötchen in Alaska verdient. Eines Tages bekommt er einen heiklen, aber gut bezahlten Auftrag von einer mysteriösen Forscherin, die etwas Geheimnisvolles zu einer weit entfernten Forschungsstation bringen muss. Trotz einer Warnung vor einem grossen Sturm machen sich die beiden auf die Reise. Wie zu erwarten, kommt der Trip nicht gut heraus, denn der Sturm lässt das Flugzeug irgendwo in der Wildnis von Alaska abstürzen. Da niemand von dem Flug weiss, sind die beiden Gestrandeten völlig auf sich alleine gestellt. Und das ist der Start einer beschwerlichen Überlebensmission in der Mitte des schneeweissen Nichts.
Eigentlich wird gar nicht versucht, die Geschichte allzu realistisch zu präsentieren. Viel mehr bekommt man das Gefühl, eine Art B-Game zu spielen. Die Figuren lassen oft kernige und sinnfreie Oneliner fallen, die einen unwillkürlich zum Lachen bringen. Das aber nicht, weil es einen guten Witz zu hören gegeben hätte, sondern weil die Gespräche oder Monologe oft völlig deplatziert wirken. Glücklicherweise wird aber kein Versuch gemacht, die Geschichte bierernst zu präsentieren.
Gameplay
Wie von Action-Adventures wie der Uncharted-Serie gewohnt, sieht man seine Spielfigur aus einer Third-Person-Ansicht. Als Logan klettert man durch gefährliche Schluchten, macht sich auf die Jagd nach Wild, um nicht in der Wildnis zu verhungern, oder verteidigt sich gegen angreifende Wolfsrudel. Zusätzlich wird der Spielverlauf regelmässig durch Minigames wie den Flug in einem Flugzeug oder die Fahrt auf einem Hundeschlitten aufgelockert.
Ein grosses Problem bei allen Gameplay-Elementen ist aber die Steuerung. Das Steuerungsschema ist völlig merkwürdig gewählt. Um zu klettern, muss man beispielsweise immer per Schulterbutton springen. Man kann nicht einfach an einer Wand herumklettern, sondern muss immer wieder per Tastendruck weitergehen. Auch wenn man an einer Kante hängt, kann man nicht einfach hochklettern, sondern muss eben noch die Taste drücken. Die Steuerung ist auch nicht wirklich präzise. Das zeigt sich besonders in den Kämpfen. Man zieht seine Waffe erst, wenn man in eine Kampfsituation gelangt. Wenn also ein Wolfsrudel oder ein Bär auftaucht, zückt Logan eine seiner Waffen und ein Fadenkreuz erscheint auf dem Bildschirm. Da die Kameraperspektive in der Regel fest vorgegeben ist, fühlt es sich merkwürdig an, auf diesem Weg zu zielen.
Neben dem Storymodus sind auch noch einige Schiessstände dabei. Diese spielen sich wie klassische Light-Gun-Shooter. Auf vorgegebenen Pfaden bewegt man sich durch die Wildnis und ballert wie ein Verrückter auf herannahende Wildtiere. Mal abgesehen von der moralischen Fragwürdigkeit, sind die Schiessstände unterhaltsam und bieten eine gelungene Abwechslung zur Kampagne.
Das Spiel unterstützt sowohl PlayStation Move als auch die hauseigene Light-Gun. Während der Einsatz von Move erstklassig funktioniert, hat das Spiel manchmal Mühe mit der Light-Gun. Das liegt aber eher an der Art des Gameplays. Zumindest in den Schiessständen ist die Light-Gun nämlich eine Wucht.
Multiplayer
Der Mehrspielermodus beschränkt sich auf die Schiessstände. Diese können zusammen mit einem anderen Spieler gezockt werden. Gerade hier zeigt sich viel Party-Potenzial, wenn man mit einigen Kumpels vor der Konsole hockt und versucht, die Highscores der Anderen zu schlagen.
Technik
Was die Technik angeht, hat man es mit audiovisueller Mittelmässigkeit zu tun. Die Animationen wirken sehr steif. Die Tiere sehen teilweise anständig aus, teilweise sehen sie aber schrecklich aus, da die Proportionen absurd gewählt sind. Der Soundtrack fällt gar nicht auf, und die deutsche Sprachausgabe wird von bekannten Sprechern dargeboten. Das bügelt die niedrige Qualität der Sprachausgabe trotzdem nicht aus.
Fazit
Mit Cabela's Survival: Shadows of Katmai und dem Wechsel des Genres wurde ein interessanter Weg eingeschlagen. Das Gameplay ist denn auch solide und unterhaltsam. Doch leider krankt das Spiel besonders an der Steuerung, die selten so funktioniert, wie man es gerne hätte.
06.12.2011 / flt
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Testwertung: |
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Spielspass: | (50%) | |
Gameplay: | (25%) | |
Technik: | (25%) | |

Cabela's Survival: Shadows of Katmai (PS3) | |
Release: | 19.11.2011 |
Publisher: | Activision |
PEGI: | 16 |
Players: | 1-2 Spieler |
Erhältlich für Xbox 360, Wii, PS3 | |





