Battlefield 3 (2011)
Battlefield 3 (2011) PC-Review
Rating
Story
Gameplay
Multiplayer
Technik
Fazit & Wertung
In Battlefield 3 springt der Spieler in die Rolle von Sergeant Henry Blackburn. Ohne nähere Details zu erfahren, erwacht der Protagonist in einem unbekannten Raum und wird direkt von der Regierung verhört. Nach und nach lässt Blackburn die Geschehnisse der vergangenen neun Monate Revue passieren und legt sich mit immer mächtigeren Gegnern an. Jedoch ist der Spieler nicht immer nur in der Rolle von Blackburn unterwegs. Es kann gerne mal sein, dass man die Erlebnisse des russischen GRU-Operative Dima oder des Panzerschützen Miller nachspielen darf.
Dabei verschlägt es den Spieler in der Story in die verschiedensten Ecken der Welt. Man spielt in Teheran, New York oder mitten in der Wüste. Ziel dabei ist es, die Terroristen daran zu hindern, die wichtigsten Städte der Erde mit Atombomben zu sprengen. Doch wirklich erklärt wird das zu Beginn nicht. Blackburn hat zwar einen möglichen Drahtzieher im Verdacht, kann aber nicht wirklich beweisen, dass diese Person tatsächlich hinter jenen Anschlägen steckt.
Rating: PC Games
Story
Der Wechsel zwischen den Charakteren und den verschiedenen Umgebungen sowie die Tatsache, dass die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln gesehen wird, motiviert. Zumindest um die Story wenigstens einmal durchzuspielen. Ob sie so interessant ist, dass sie mehrmals durchgespielt werden kann, sei jedem selbst überlassen. Jedenfalls ist es wieder das alte Spiel mit den USA gegen Terroristen. Schon etliche Male gesehen, aber in Battlefield 3 grossartig inszeniert.
Der Koop-Modus ist nicht an die Geschehnisse im Story-Modus angeknüpft. Genauso wenig, wie sie an die Story von Bad Company 2 angeknüpft ist. Die Handlung ist ganz eigen und spielt in der Zukunft. Genauer gesagt: Etwa 20 Jahre vor unserer Zeit. Die Technologien sind aber nicht so fortschrittlich wie in anderen Games, die in der Zukunft spielen. Waffen und Fahrzeuge sind nämlich mit den für die heutige Zeit üblichen Upgrades ausgerüstet.
Gameplay
Es gab schon immer böse Menschen mit bösen Waffen, die die Welt zerstören wollen. Der Einstieg ist demnach enorm rasant und actionlastig: Kein Tutorial oder Trainingsmissionen, es geht sofort sehr heiss zu und her und mit einem "Woohoo"-Effekt. Der spritzige Einstieg soll als Vorgeschmack dienen und erreicht sein Ziel, den Spieler von der ersten Minute an zu fesseln!
Später im Spiel haben es Strassenschlachten oder Sniper-Missionen in sich. Stets mit seinem Squad und Kameraden unterwegs, kann man die nächsten Szenen vor Spannung zu oft gar nicht mehr abwarten. Als Spieler ist man ständig unter Strom und förmlich an den Bildschirm gefesselt. Dice findet auch hier den richtigen Mix aus hektischen Run&Gun-Passagen, Panzerfahrten und ruhigen Stealth-Missionen, wodurch es einmal mehr vorkommt, dass man versucht, einen Abschnitt zu schnell zu beenden, worauf die Meldung erscheint: "Mission fehlgeschlagen - Sie sind gestorben".
Multiplayer
Natürlich wäre Battlefield kein Battlefield, wenn es keinen Multiplayer hätte. Insgesamt drei verschiedene Modi stehen zur Auswahl. Bei Rush, bereits aus den beiden Vorgängern Battlefield: Bad Company 1 und 2 bekannt, gilt es, die feindlichen Kommunikationsgeräte zu sprengen oder zu verteidigen. Im klassischen Team-Deathmatch kämpfen zwei Teams gegeneinander. Das Team, das zuerst X Punkte erreicht, gewinnt. Bei Conquest geht es darum, so viele Flaggen wie möglich für so lange wie möglich zu halten und die Punkte des gegnerischen Teams so schneller auf null zu bringen. Der Spieler kann sich seine Lieblingskarte aus neun verschiedenen Karten aussuchen. Jede davon benötigt eine andere Taktik, um den Gegner zu besiegen.
Zusätzlich zum herkömmlichen Multiplayer kommt neu der Coop-Modus dazu. In diesem bekommt der Spieler die Möglichkeit, mit einem Kollegen verschiedene Missionen im Verbund zu bestreiten. In sechs Missionen gibt es für jeden etwas: Missionen, in denen man nicht entdeckt werden sollte, solche, in denen man mal so richtig die Sau rauslassen kann und auch eine, in der man sogar Helikopter fliegen darf. Insgesamt sind es sechs Missionen, von denen jede etwa 10 bis 15 Minuten in Anspruch nimmt. Als Anreiz, die Missionen zu spielen, gibt es, je nachdem wie gut die Spieler waren, Punkte. Hat man eine gewisse Anzahl Punkte erreicht, wird eine Waffe freigeschaltet, die dann im Multiplayer verwendet werden kann. Damit das aber nicht ganz so schnell langweilig wird, gibt es sechs Waffen so freizuschalten. Selbst auf dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade sind die Missionen aber keine wirkliche Herausforderung. Ausserdem gibt es teilweise mehr Punkte auf dem niedrigsten als auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Ziel verfehlt, Dice!
Technik
Was schon seit eh und je die Stärke der Battlefield-Serie war, ist ganz klar immer noch der Sound. Ein so authentisches Schlachtfeld erlebt man wahrscheinlich sonst nur im echten Krieg. Kugeln schlagen direkt vor den Füssen mit einem dumpfen Geräusch ein, zischen haarscharf am Spieler vorbei oder Granaten explorieren mit einem heftigen Knall direkt vor einem. Wer da einen halbwegs guten Subwoofer zuhause stehen hat, wird dies geniessen. Auch Schüsse, die in der Nähe abgegeben werden, klingen einfach nur beeindruckend. Richtig Stimmung kommt auf, wenn Panzer sich über einem Feld eine Schlacht liefern und Jets sowie Helikopter über einem den Himmel zum Brennen bringen.
Auch optisch kann sich Battlefield 3 sehen lassen. Die Texturen sind zwar, wenn man ganz genau darauf achtet, ein wenig unscharf. Aber mal ehrlich: Wer interessiert sich für winzige Details, wenn doch manche Häuser komplett zerstört werden können und Explosionen fantastisch aussehen? Gegen Spiegel und Schatteneffekte ist auch absolut nichts einzuwenden. Lediglich die Blend-Effekte, zum Beispiel, wenn ein Spieler einem die an der Waffe befestigte Taschenlampe direkt ins Gesicht hält, hätte Dice ein wenig zurückschrauben können. Ob in der Wüste am helllichten Tag oder in der U-Bahn bei Dunkelheit, in beiden Situationen wird man gleich stark geblendet.
Fazit
Battlefield 3 ist eine Wucht! Das meiste, was in Bad Company 2 gefehlt hat und schmerzlich herbeigewünscht wurde, ist in diesem Game integriert. Das Positive wurde beibehalten und das Negative grösstenteils verbessert. Technisch spielt der Titel immer noch ganz oben mit. Soundtechnisch bietet er sogar etwas vom Besten, was wir je in einem Game gehört haben. Die Kampagne ist eine tolle Ergänzung zum Multiplayer, bietet aber wenig Futter für einen echten Battlefield-Fan.
Dieser kann im Multiplayer-Modus ganz sicher Stunden, wenn nicht Tage verbringen. Wenn man von den Bugs absieht, die jetzt noch zahlreich vorhanden sind, darf Battlefield 3 als eines der besten Kriegsspiele überhaupt, wenn nicht gar als bestes, bewertet werden.
04.11.2011 / lul
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Testwertung: |
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Spielspass: | (50%) | |
Gameplay: | (25%) | |
Technik: | (25%) | |

Battlefield 3 (PC) | |
Release: | 27.10.2011 |
Publisher: | Electronic Arts GmbH |
PEGI: | 16 |
Players: | 1-64 Spieler |
Erhältlich für Xbox 360, PC, PS3 | |






