Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Heroes.Season1
Heroes.Season1 oder: X-Men the Series Als Heroes 2006 im amerikanischen Fernsehen startete, schlug die Serie wie eine Bombe ein. Über 14 Millionen Zuschauer zappten sich rein und blieben hängen, wenn Leute durch die Gegend flogen, sich unsichtbar machten oder die grosse Verschwörung langsam aber sicher aufgedeckt wurde. Zudem waren die Kritiken erfreulich positiv und schon bald wurde klar, dass Heroes in weitere Runden gehen würde. Wie bei der Kollegenserie Lost werden auch hier meist mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet. Und wenn der Zuschauer mal ein bisschen mehr erfährt und sich denkt, er habe die Zusammenhänge begriffen, dann fangen die Macher an, diesen eben gewonnenen Durchblick wieder zu vernebeln, in dem neue Figuren, neue Handlungsstränge und Twists eingebaut werden. Das resultiert darin, dass man einfach nicht mehr aufhören kann, diese Serie zu gucken. Die Folgen enden meist mit einem Cliffhanger oder einem bedeutungsschwangeren Monolog des indischen Genetikexperten Dr. Suresh, dessen Worte zum Nachdenken anregen sollen. Heroes hat natürlich inzwischen eine Menge an Bekanntheiten herausgebracht. Im Mittelpunkt der Presse steht das Real-Life-Päärchen Milo Ventimiglia und Hayden Panettiere. Beide haben Erfahrung im Filmbusiness. Während er beispielsweise in Rocky Balboa aufgetreten ist, konnte man die junge Dame in Raising Helen sehen. Ausserdem sprach sie "Dot" in A Bugs Life. Aber nicht nur das Vorzeigepaar gibt es zu beachten, sondern auch gestandene und hervorragend agierende Kollegen. Jack Coleman (Kingdom Hospital) hat sich eine sehr interessante Rolle geschnappt, bei der man erst spät sieht, auf welcher Seite Mr. Bennet wirklich steht und was ihn zu seinen Handlungen antreibt. Adrian Pasdar gibt den arrogant wirkenden Politiker überzeugend und dessen innerer Zweikampf wird im Lauf der ersten Staffel immer deutlicher. In Top Gun gab er übrigens sein Schauspieldebüt und ist inzwischen mit der Sängerin der Dixie Chicks verheiratet. Masi Oka ist der heimliche Held der Serie. Seine Figur des Hiro Nakamura spricht in der Originalfassung übrigens meist japanisch (das untertitelt wird), was aber in der deutschen Version ausser Acht gelassen wurde. Hier gibts einfach klares und undeutliches Deutsch zu hören. Aber der fröhliche junge Mann ist einfach herrlich in seinen teils naiven, teils mutigen Aktionen. Auf den guten Geist geht dagegen die Figur von Ali Larter (Resident Evil: Extinction), die mir ihrer gespaltenen Persönlichkeit halt einfach mit der Zeit recht langweilig wird. Da helfen auch Wundersohn und Ehemann nicht. Alle diese Helden, diese "Freaks", müssen sich gegen den Killer "Sylar" wehren, der packend von Zachary Quinto verkörpert wird. Zwar taucht er erst im Lauf der Staffel vollständig im Rampenlicht auf, aber präsent ist der Charakter von Anfang an. Schön auch, dass man ihm eine eigene Episode widmet, in der von seiner inneren Zerrissenheit und seiner Motivation berichtet wird. Zu einer solchen erfolgreichen Serie gehören neben dem guten Script und den überzeugenden Regulars auch die bekannten Gaststars. Hier kommen Christopher Eccleston (The Dark is Rising), Eric Roberts (One Way, The Dark Knight), George Takei (Star Trek 4) und natürlich Malcolm McDowell (A Clockwork Orange, Halloween), der in der Schlussphase der ersten Staffel sein Gesicht zeigt und dann eine entscheidene Rolle spielt. Heroes könnte Bücher füllen, denn die Serie ist ebenso genial wie lustig und spannend. Der übergeordnete Storybogen packt und die einzelnen Folgen steuern hervorragend in die Richtung des Finales. Die eine oder andere schwächere Episode akzeptiert man und freut sich auf die Fortsetzung. Dumm nur, dass die Macher den Aufbau zwar schön hingekriegt haben, dann aber im Finale eine eher ernüchternde Geschichte erzählen, die man sicherlich besser erwartet hätte. Trotzdem wurden da bereits die Pfade für die zweite Staffel gesetzt und wir dürfen nun rätseln, wie es denn mit Hiro, den Petrellis oder den Bennetts weitergeht. Fazit: Wer diese Serie einmal anfängt, wird es schwer haben, die DVD wieder zur Seite zu legen. Die meisten Folgen sind klasse, die Akteure überzeugend und die Geschichten gefüllt mit Dramatik, Spannung und dem nötigen Schuss Humor. Dazu kommen tolle Effekte, Zeitsprünge und bekannte Gesichter. Für einmal haben also die Amerikaner richtig gelegen, als sie der Serie hervorragende Quoten bescherten und sie so zu einem Highlight der Fernsehlandschaft gemacht haben. Einmal mehr mussten die Fans der Serie tief in die Tasche greifen, um die ganze erste Staffel als DVD bei sich zuhause ins Regal stellen zu können. Halbiert kamen die Boxen in die Läden, dass auch ja zweimal abkassiert werden konnte. Die Extras beschränken sich dann auch zum grössten Teil auf zusätzliche Szenen und Audiokommentare der Involvierten, die man optional zur jeweiligen Folge einschalten kann. Wissenswertes springt dabei in höchst durchschnittlichem Mass heraus, aber die eine oder andere Frage wird sicherlich beantwortet. Auf der letzten Disc hat es sogar noch ein bisschen mehr Bonusmaterial drauf. Hier gibt es Berichte über die Special-Effects oder die Stunts. Die sind ansprechend und gut kommentiert, bringen aber ebenfalls keine neuen Erkenntnisse ans Tageslicht. Interessanter ist der kleine Film über die Musik der Serie und das Porträit von Comiczeichner Tim Sale, denn Heroes ist schon lange keine einfache TV-Serie mehr, sondern zieht das Internet und eben Comics mit in die Franchise rein. Wer Lücken in der Story im TV hat, kann sich online oder via Heftchen ein bisschen schlauer machen. Oder es wenigstens versuchen. Detective Parkman kann ja bekanntlich die Gedanken seiner Mitmenschen hören. In einem kleinen Spielchen macht er das auch mit dem Zuschauer. Das Making-Of der Serie (für einmal recht interessant) schliesst dann auch das Bonusmaterial der DVDs ab und hinterlässt einen zwiegespaltenen Eindruck. Die Serie an sich ist ja cool und alles, aber bei den Extras hätten sie schon ein paar beeindruckendere Dinge reinpacken können. Dafür ist die Technik über alle Zweifel erhaben. Die Serie spielt vielfach in dunklen Räumen oder Häusern, was aber durch das optimale Bild kein Problem für den Zuschauer darstellt. Auch der Ton ist gelungen und überzeugt durch Klarheit und schöne Abmischung. Auf der DVD-Box sind die englische Originalfassung und die deutsche Synchro abrufbar. Wer die Serie im Fernsehen geguckt hat, wird sich an die deutschen Stimmen gewöhnt haben. Trotzdem sei auch hier ein Versuch mit der Originalfassung empfohlen, denn die Dialog sind noch geschliffener und die versteckten Hinweise zusätzlich interessant. |
isch mag sie nüscht, die serie... |
Zitat pb (2008-03-27 13:57:27)
Banause! Ist halt auch vollgestopft mit so neumodischen Sachen wie übergeordnete Storybögen, Specialeffects und beantwortet nicht alle Fragen grad nach 45 Minuten. |
Entweder man liebt sie oder man mag sie überhaupt nicht. |
Heroes Staffel 1 ist ganz ok. Gewisse Stellen sind sehr gut, andere totlangweilig. Der Schlussfight der Staffel war mehr als enttäuschend Spoiler zum Lesen Text markieren
Auch die Fülle von Charakteren ist zwar sehr hübsch aber nicht alle überzeugen...(Suresh, Nicky/Jessica und ihr Goff kommen mir grad in den Sinn) Aufgerundete 4 Sterne |
Zitat muri (2008-03-27 14:00:46)
damit man auch ja alle seasons schauen muss. = LOST...
siehe oben. ist mir auch recht, aber wenn es sich dan so verstrickt, dass die "lösungen" ins abstruse gehen... |
mir hats gefallen, auf jedenfall besser als die x-te csi, sonstige polizei, arzt (ausnahme house), anwalt, detektiv und was weiss ich noch was serie. neue ideen, neues konzept, interessante figuren (wenn auch nicht alle) und eine gute portion humor und ironie. wenn mans genau nimmt: ein einzigartiger comic (wie die gemalten bilder). das einzige, was ich verabscheue sind 2-geteilte dvd-boxen! diese werden von mir boykotiert. immer! [Editiert von greedo am 2008-03-27 22:07:49] |
Zitat muri (2008-03-27 13:37:00)
Autsch! ...also, das tut mir echt weh! Bin ein grosser Fan der Serie und habe mir die Season 1-Box bereits vor Monaten aus den USA importiert. In einer Box und dann noch viel billiger als dieses Doppelabzockdingens, das hier verkauft wird. Es hat doch einige Audiokommentare dabei, wobei ein paar davon eher von naja-Natur sind (Hayden Panettiere ist zwar herzig, aber scheint nicht gerade allzu helle zu sein. Ausser "helloooooo!" und Gekichere bringt sie jedenfalls fast nix zustande), andere sind dafür total witzig, vor allem wenn Coleman, Grunberg, Pasdar, Ramamurthy oder Quinto dabei sind. P.S.: Vampir-Fans kennen Adrian Pasdar vielleicht aus "Near Dark". |

