Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Untraceable
Untraceable oder: Argh, ein Internet Untraceable zeigt die Abgründe des Internetzeitalters auf. Und die Grundidee ist durchwegs charmant, wenn nicht gar eine sinnvolle Kritik gegen das neue Medium. Man denke beispielsweise an den Peniskannibalen, dessen abstruses Verbrechen nur durch das Internet möglich wurde. Langweilig, konventionell und konservativ heissen hingegen die Worte, die mir zur Umsetzung einfallen. Alles, was wir sehen, sind wirre Internetrecherchen, einige Szenen des privaten Umfelds der Protagonisten und ultrabrutale Gewaltszenen, Menschen, die unter Säure, Hitzelampen, Rasenmähern sterben. Das ist alles. Abgesehen von Bruce Willis scheint es Hollywood noch immer nicht begriffen zu haben: Internet bietet keine Action. Auch wenn noch so viele Bildschirm-Fenster offen sind, kommt nicht annähernd so viel Spannung auf, wie wenn Reifen quietschen, Züge entgleisen und Patronen ausgehen. Und trotz der relativ neuen Thematik bleibt die Erzählung nicht nur langweilig, sondern auch schrecklich konventionell und genrekonform. Nach fünfzehn Minuten gibt's einen ersten Plot point, es wird ungefähr nach der Hälfte persönlich und ja, den besten Freund der Heldin wird selbstverständlich ein grauenvolles Schicksal ereilen. Kurz: Auch das Neue bietet wenig Neues. Am allerschlimmsten ist jedoch die unterschwellige, äusserst konservative Medienkritik, die Untraceable mit sich bringt. Zeitweise wirkt der Film, als sei er aus purer Angst vor dem alles verschlingenden Monstrum Internet entstanden. Und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Der einzige Moment, wo sich Untraceable in der hohen Kunst der Komödie versucht, ist ein Seitenhieb gegen die Internetpiraterie. Haha, wie lustig. Und daneben gleicht Behausung und Charakter des in der Mitte des Film verhafteten DVD-Kopierers demjenigen des geschmacklosen Killers, aufs Haar. Du und ich, wir sind alles perverse Kriminelle! Das Presseheft ist übrigens eine einzige Selbstbeweihräucherungs-Broschüre. Regisseur Hoblit etwa wird wie folgt beschrieben: "His willingness to examine the human condition through his characters' complex web of emotions and behavior is apparent in every movie he has helmed". Der Wille mag ja da gewesen sein, ersichtlich ist dies, bei allem Respekt, aber nicht. Daher gibt's trotz guten Absichten nicht mehr als einen Stern. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 28 Beiträge geschrieben.
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*Autsch*, du machst mir Freude.... |
ich werde trotzdem im Kino sitzen. |
Zitat db (2008-03-26 13:56:54)
Na, wenn das nichts heisst.... |
Hinweis an han: Amerikanische Pressehefte im Original oder welcher Sprache auch immer sie gerade übersetzt wurden nie nie nie nie beachten. Die sind ähnlich wie ihre als "Making-of" auf DVDs verkauften Brüder in elektronischer Form (aka EPKs) einfach nur Hafechäs. |
Das mit dem «Seitenhieb gegen die Internetpiraterie» ist mir jetzt vor lauter Abscheu vor diesem Machwerk gar nicht mehr in den Sinn gekommen. Aber die Szene ist wirklich auch bescheuert. Ganz nach dem Motto: Wenn wir jetzt schon nicht den mordenden Psychopathen gefunden haben, verhaften wir wenigstens den Raubkopierer. Der ist schliesslich fast gleich schlimm, wenn nicht sogar schlimmer. |
Boaah, ist die Wertung unterirdisch! Und ich hab noch zwei Kinokarten für die Vorpremiere gewonnen! Aber geschenkt ist geschenkt und ich werde mir den Film dennoch reinziehen! |
Zitat Murikov (2008-03-31 13:51:06)
Bitte schon nur wegen den 3 geilen Trailern die wir vorab zeigen... Nein, ich sag nicht welche. Aber einer davon ist *geiligeiligeili*.... |
indy4? |
Zitat Ghost_Dog (2008-03-31 19:22:16)
Come in and find out... |
muri, jetzt bin ich aber auch gespannt... |
Ich wette 3:1 es ist Ice Age 3 ...den Film geh ich mir trotzdem nicht anschauen. |
1 oder gar Null Sterne hat der Film meiner Meinung nach nicht unbedingt verdient, solche Bewertungen spare ich mir für wirkliche Filmverbrechen auf. Ich schwanke zwischen 2 und 3 Sternen. Der Film ist zwar teilweise spannend, zwischendurch hab ich mich aber auch wieder fast gelangweilt. Ausserdem hat es ein paar doch eher zweifelhafte Aspekte/Annahmen/Ideen im Film. Einmal abgesehen davon, dass für ein derart rasantes Ansteigen der Zuschauerzahlen auf dieser ominösen Website die Leute regelrecht neben ihren Compis lauern müssten, hat mich schon sehr gestört, dass der Film uns weiss machen will, dass Amerika/die Welt offenbar voller Psychopathen ist, die sich gerne solche kranken Dinge online ansehen. Diese Userkommentare auf der Seite! Fans von anderen torture-porn-Filmen und so leicht paranoiden überall-kann-ein-Serienkiller-lauern-Formaten wie "Criminal Minds" werden am Film sicher ihre Freude haben. Etwas kritischere Zuschauer und Büsifans wohl eher weniger. In Anbetracht dessen, dass sich der Spannungsbogen doch etwas holprig durch den Film zieht und die Filmemacher nicht auf diese überaus kitschige Einstellung mit der Polizeimarke verzichten konnten, runde ich doch auf zwei Sterne ab. |
Untraceable, oder where can I download that Video? Die Erwartungen waren hoch. Untraceable sah aus wie wenn sie Saw mit Die Hard 4 gekreuzt und das ganze in einen spannenden Verfolgungsthriller gepackt hätten. Das waren jedenfalls meine Erwartungen. Ein Kurzweiliger Thriller mit harten Bilder und einer hektischen Hetzjagd nach einem gnadenlosen Killer. Ein Teil dieser Erwartungen wurden jedenfalls erfüllt. Untraceable präsentiert ein ganz krankes aber umso realeres Konzept, wie im heutigen High-Tech-Zeitalter und mit der Blutgeilheit der Menschen leicht jemand umgebracht werden kann, ohne dass der Täter überhaupt das Opfer anfasst und alles die Benutzer der Homepage machen lässt. Dies überzeugt absolut und regt auch zum nachdenken an. Beim Rest hingegen wurde gepfuscht. Von der Hektischen Verfolgungsjagd merkt man kaum etwas. Über die ganze Spielzeit dümpelt Untraceable vor sich hin und selbst als ein sehr vertrautes Opfer seinen Tod findet, erreicht er nicht einmal annähernd die Intensität eines Saw. Dazu kommt noch, dass sie den eigentlichen Täter viel zu früh enthüllen und so noch die letzte Möglichkeit verschenken am Ende noch eine Überraschung zu bieten. Die Schauspieler geben alle ganz ordentliche Leistungen, aber einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt keiner und so bleibt es ach recht gleichgültig was mit den Protagonisten geschieht. Fazit: Leider bleibt Untraceable meilenweit von seinem Potential entfernt und kann über die ganze Spielzeit kaum fesseln geschweige denn mitreissen. Obwohl ein ganz nettes Konzept geboten wird, welches auch absolut überzeugt, haben sie es überhaupt nicht genutzt um eine Spannung zu erzeugen und lösen alles sehr nüchtern und unspektakulär auf. Zurück bleiben einige Kranke ideen, aber ansonsten ein eher enttäuschendes Filmchen... |
Untraceable wird wohl jeden einigermassen talentierten IT-Menschen zwischendurch vor Lachen vom Stuhl hauen. Da gibt es doch recht viele "Zufälle", die wir "Normalos" schon bemerken, die aber einen auf diesem Gebiet versierteren Menschen sicherlich stören. Achja: Spoiler zum Lesen Text markieren
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Zitat Dirty Harry (2008-04-01 21:50:19)
Wette verloren |
Naja, war wirklich nicht so der burner. Das Highlight war der Indy-Trailer. Habe ich zum ersten Mal im Kino gesehen und...WOW...wird sowieso der Sommerhit. Nur schon die Musik lässt die Vorfreude ins Unermessliche steigen Spoiler zum Lesen Text markieren
und auch Diane Lane bringt ihre den Zuschauer für dumm erklärenden Drehbuchzeilen mehr schlafend herüber, gepaart mit einer Emotionslosigkeit, die dem Talent dieser tollen Schaupsielerin nicht im geringsten entspricht(Gebt der guten Frau endlich wieder mal eine richtige Rolle! Trotzdem, danke für die Tix |
Nun, war gestern bei der Vorpremiere präsent und gaffte mir den Film an. Als er nach nach 100 Minuten zu Ende ging, ging mir nur eine Zahlenkombination durch den Kopf: 08/15. Der Film war so klischeebeladen und unneu, obwohl er teilweise noch gute Ideen ans Tageslicht brachte. Zum Gähnen fand ich auch das Ende, das ziemlich unsorgfältig und voraussehbar gemacht worden ist. Erwähnt muss auch werden, dass der Killer viel zu schnell aufgedeckt wird. Das einzige "lustige" am Film waren die Hinrichtungsmethoden des Killers, ziemlich ausgefallen, wie ich finde. Habt ihr übrigens gewusst, dass der Typ im Säurebad Tom Hanks Sohn ist?! Der ist wohl auch auf der Suche nach dem grossen Durchbruch, wobei ihm dieser Film aber wahrscheinlich weniger helfen wird... Aber sonst gibts nur zwei Sterne für den Film. Einen für für die Hinrichtungsmethoden und noch einer weil ich für den Eintritt nix gezahlt habe (übrigens noch danke an euch für die Eintrittskarten!!)! Und noch @ muri
Es waren nicht drei, sondern zwei?! Spoiler zum Lesen Text markieren
, wobei du wohl den zweitgenannten meintest. Dazu sag ich nur eins: Mr. Ford war jung und brauchte das Geld, heute ist er nun schon etwas eingerostet.
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Wie erwartet hat es einige unlogische Sachen im Film: |
Zitat Murikov (2008-04-02 16:00:52)
Aber welcher so geili geili war, muss mir der Muri auch noch erklären. |
Zitat rm (2008-04-02 16:45:02)
Nein, den Kung-Fu-Panda-Trailer gabs bei der Vorpremiere wirklich nicht!! Nur eben die oben zwei genannten (in Bern jedenfalls)! |
Zitat rm (2008-04-02 16:45:02)
So los jetzt, nach dem Iron Man schon gespoilert wurde, was für "abgefahrene" Dinger werden dann da noch gezeigt?? |
Untraceable ist zwar gut gemacht, aber weder spannend noch erschreckend. Seitenhiebe gegen das Internet finden sich ebenfalls keine wirklichen. Ausser Diane Lane sind alle anderen Schauspieler enttäuschend fad (der Killer sieht aus wie Wayne Rooney [Editiert von El Chupanebrey am 2008-07-29 20:49:16] |
War gestern bei beschissenem Wetter und aus lauter langweilige mit meinen Kollegen ganz spontan ins Kino gegangen um Untraceable zu sehen. Demensprechend hatte ich überhaupt keine Erwartungen an den Film. Und doch konnte er bei mir nur zwei Sterne holen. Der Inhalt wäre interessant gewesen, weil solche Internetmorde wirklich passieren und top aktuell sind. Leider kann Untraceable dieses Thema nicht gut in den Film einbeziehen. Es fehlt an Spannung und es hat zu viele Klischees. Vorallem die ersten achzig Minuten waren ein reinstes Trauerspiel an langweile was geboten wird. Auch die Schauspieler konnten mich nicht überzeugen. Die meisten Akteure sind zu oberflächlig. Fazit: Untraceable ist ein unspektakulärer 0815 Thriller. |
Hab ichs mir doch gedacht! Jede Produktionsfirma, die was auf sich hält, stellt im Film vorkommende (nicht existente) Websites ins Web: Click Bei den Simpsons wars sowieso immer Standard: Die anderen offiziellen Sites wurden rausgenommen. [Editiert von El Chupanebrey am 2008-08-05 17:55:12] |
Joa der Streifen hat gute Ansätze und ist 2/3 lang eigentlich wirklich spannend. Der Killr ist so richtig schön böse und beinahe übermächtig was für Spannung sorgt. Die ganzen "Foltertaktiken" sind ja richtig mies und machen Saw und Co. alle Ehre. Und zu guter letzt ist Diana Lane noch immer ne richtig scharfe Braut. Jo aber dann wirds mühsam! Sofort sticht einem das penetrante Product Palcement von BMW und Co. ins Auge. Die Medienkritik am Ende ist dermassen offensichtlich aufgesetzt das einem nur ein Kopfschütteln bleibt. Das dümmste ist aber imho der abgehackte Schluss. Da ist der Killer die ganze Zeit lang auf alles vorbereitet und hat alles geplant. Und dann kommt die Lane daher schwingt bisschen rum und schon ist der Killer tüpiert. Das hat so ziemlich den gut gemachten ansatz des Filmes auf einen Schalg versaut. Aber imho besser als der Super-Duper High-Tech Streifen Firewall ist er allemal. |
Der Film ist nicht gerade toll, aber auch nicht sehr spannend. Eigentlich wurde hier schon alles gesagt was gesagt werden musste. Die FBI ist machtlos gegen einen in Russland registrierten Domain Name vorzugehen. Auch interessant ist dass ein Live-Stream mit 14 Millionen !!! eingeloggden Gaffern tadellos läuft. |
Da hat wohl Gregory Hoblit zu oft "Saw" oder "Hostel" gesehen. Die Story ist gut, keine Frage, aber nur oder leider ist vieles vorhersehbar, weil es woanders massiv gespoilert wurde. Der eigentliche Überraschungsmoment bleibt klar aus, denn der Killer, oder Azubi im Fach medialer Kill, kommt ja schon nach 35 Minuten ins Bild. Der Tod von Colin Hanks, ist vielleicht der derbste, denn ein wirkliches Blutvergiessen als in den Epigonen des Genres findet nicht statt, muss es ja auch nicht. Die Atmosphäre ist solide und auch die Darsteller sind relativ gut, obwohl sie nur Figuren vom Reissbrett verkörpern und kaum Tiefe haben. Die Macher wollten wohl eine schnelle Mark mit nem Folterporno verdienen, der sich auch mit dem Thema Internetkriminalität beschäftigt, obwohl das auch ein alter Hut ist, weil "Dee Snider's Strangeland" sich schon vor 10 Minuten ausgiebig damit beschäftigt hatte. Letztlich bleibt ein solider Thriller mit einigen innovativen Tötungen und einer Story und Ausführung die auch arg vorhersehbar ist. |

