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Atonement oder: Drama, Baby, Drama!


Im diesjährigen Oscar-Duell zwischen No Country for Old Men und There will be Blood mischelte auch noch ein dritter Film mit, der sieben Nominationen einheimste und schlussendlich aber doch nur mit einer einzigen Statue heimging. Atonement berührte im Spätsommer 2007 das Schweizer Publikum und brachte es fertig, dass gestandene Männer im Kino nach dem Taschentuch griffen.

Atonement basiert auf dem Roman von Ian McEwan, der beispielsweise auch die Vorlage für The Good Son schrieb, in dem Home Alone-Star Macaulay Culkin auf Lord of the Rings 1-Hobbit Elijah Wood traf. Mit Atonement wurde jetzt aber eine Geschichte verfilmt, die schon in Buchformat erstaunliche Nehmerqualitäten hat. Obwohl man eigentlich denkt, solche ach so tragischen Geschichten wären höchstens was für Heulsusen, kommt man kaum mehr weg vom Buch, wenn die Story Fahrt aufnimmt.

Genau so ergehts dem Zuschauer des Films, der anfänglich ein bisschen Geduld beweisen muss, sich aber ab dem herrlich englischen Akzent erfreuen kann. Saoirse Ronan, die 13-Jährige mit den bestechenden Augen, beherrscht den Anfang. Sie gibt die jüngste Ausgabe der "Briony", die danach noch zwei weitere Darstellerinnen bekommt, je älter sie wird. Bald schon wird klar, dass es sich bei Atonement um eine hervorragende Adaption des Buches handelt und das Interesse des Zuschauers nimmt weiter zu, bis dann im gar dramatischen Finale natürlich die Auflösung der Geschichte präsentiert wird.

Schauspielerisch ist vor allem das erwähnte Mädchen herauszuheben, aber auch Keira Knightley (Pirates of the Caribbean) und James McAvoy (The Last King of Scotland) spielen ganz klar über Standard. Vor allem Erstere überzeugt, auch wenn sie optisch doch den einen oder anderen "Dickmacher" vertragen könnte.

Was einem ebenfalls auffällt, ist das herrliche Dekor, die schönen Kleider und die tollen Landschaftsaufnahmen. Von der stimmungsvollen und teils sehr mitreissenden und dramatischen Musik wird man zusätzlich in die Geschichte gezogen und auch sie hinterlässt einen sehr starken Eindruck.

Fazit: So richtig glauben wollte ichs ja eigentlich nicht, aber Atonement fesselt wirklich. Die Geschichte ist tragisch, die Verwicklungen ebenso und wenn die ein bisschen unübersichtlichen Zeitsprünge besser gelungen worden wären, dürfte hier die Höchstnote verteilt werden. So gibts immerhin ein "Sehr gut", das aber mehr als verdient ist.

Passend zum Hauptfilm wird uns davor ein kurzer Trailer von Elizabeth: The Golden Age vorgesetzt, bevor wir uns, via dem knapp halbstündigen Making-Of, den Hintergründen widmen. Ja, auch die drei Brionys werden erklärt und das sogar recht sinnvoll. Ausserdem gibt es in den leider sonst recht mageren Extras noch einen leider sehr kurzen Bericht zur schwierigen Umsetzung des Buches zum finalen Film. Die zusätzlichen Szenen bieten keine grossen Infos.

Herrlich bebildert und glasklar ist das Bild geworden. Und auch der Ton dröhnt beeindruckend durch die Boxen und lässt somit keinen grossen Mangelpunkt an der technischen Umsetzung auf die DVD zu.

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muri's Wertung: 5 Sterne

Zitat muri (2008-03-23 21:11:00)

Atonement berührte im Spätsommer 2007 das Schweizer Publikum und brachte es fertig, dass gestandene Männer im Kino nach dem Taschentuch griffen.

Du meinst damit aber nicht etwa mich...? ;)

ebe's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat ebe (2008-03-23 21:26:14)
Zitat muri (2008-03-23 21:11:00)

Atonement berührte im Spätsommer 2007 das Schweizer Publikum und brachte es fertig, dass gestandene Männer im Kino nach dem Taschentuch griffen.

Du meinst damit aber nicht etwa mich...? ;)

Ich war ja damals nicht dabei, aber man liest so einiges...;)

muri's Wertung: 5.0 Sterne

schönes, symbolstarkes kino!!! ich muss den film noch etwas verarbeiten, da kann's mit der bewertung auch noch ein pünktchen aufwärts gehen.

pb's Wertung: 5.0 Sterne


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