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Beitrag Lions for Lambs

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Lions for Lambs oder: Schwere Kost in aller Kürze!


Lions for Lambs ist ein mutiger Film. Nicht nur, aber vor allem, weil der Film nach 80 Minuten dort endet, wo andere noch lockere dreissig Minuten dauern, sondern auch weil er mit langen und nicht einfachen Dialogen ausgestattet ist und eine Stellung und Aussage einnimmt, die a) dem Tom Cruise Fan, die nur wegen dem Grinsemann ins Kino pilgern (soll es geben!) und b) dem an filmische Coolness gewohnten Popcorn-Mampfer wenig sagen dürfte. Deshalb ist es auch keineswegs verwunderlich, dass dem Film wenig Erfolg in den Kinos beschieden war.

Doch ein Film von Robert Redford ist immer ein spezielles Ereignis, sei es weil er mit monumentaler Länge Pferdenarren kitzelt oder mit Fakten an einschaltverwöhnten Quizshows knabert. In Lions for Lambs rechnet Redford mit der Bush-Regierung und gewillten Nachfolgern, kriegsgeilen Generälen und Newsmachern ab. Seine liberalen Ansichten sind natürlich auch ausserhalb seines Filmschaffens bekannt und so verwundert die Aussage von Lions for Lambs nicht.

Ganz entgeht aber auch Redford nicht einem gewissen Heroismus. Die Soldatengeschichte von Ernie und Arian gehört zum roten Faden der durchdachten Geschichte, ist aber zu übertrieben pathetisch inszeniert und versalzt die sonst gut geratene Suppe ein wenig. Hier hätte man sich mehr Abstand, mehr Kühlheit, gewünscht. Beobachten wäre wohl der bessere Weg gewesen und hätte den Film durchaus auf ein noch kritischeres Niveau gehoben.

Besetzt ist Lions for Lambs mit grossen Namen, angeführt von Meryl Streep, Tom Cruise und Redford selber. Da wird also auch für den Schauspielfreund einiges geboten und wer könnte, seien wir mal ehrlich, einen schmierigen Politiker besser geben als Mr. Cruise?

Insbesondere an diesem Film werden sich die Meinungen spalten, eindrücklich (und wie eingangs schon erwähnt vor allem mutig!) ist er aber so oder so, da schleckt kein Republikaner die Stimmung weg.

Extras: Es ist leider kaum möglich Kommentare zur Bildqualität abzugeben, denn ich vermute, dass für die vom Verleiher zur Verfügung gestellte check-disc einfach eine zu tiefe Transferrate verwendet wurde - deshalb ist das Urteil "miserabel" (noch) mit Vorsicht zu geniessen und es ist nur zu hoffen, dass die Verkaufs-DVD besser aussieht (gut, das Cover ist grottengrässlich!). In Sachen Ton nutzt die DVD die Surround-Boxen hauptsächlich in der Army-Szene aus, ansonsten ist der Frontbereich für die vielen Dialoge zuständig.
Wer sich im Bonusbereich auf ebenso viel Tiefgang wie im Film gefreut hat, dürfte enttäuscht werden. Der Grossteil sind simple PR-Filmchen, interessant ist allerhöchstens noch das kurze "Script to Screen". Das 8 minütige "United Artists - Die Wiedergeburt eines Filmstudios" ist dann die grösste Enttäuschung. Hier werden einfach eine Vielzahl von Filmclips von Anfangs der 20er bis in die heutige Zeit aneinandergereiht. Billig. Dann bleibt noch der Audiokommentar von Röbie Redford, der aber irgendwie auch schon motivierter klang.

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pb's Wertung: 5 Sterne

Super Review, pb! Der Film gefiel nicht allen, besonders in den USA kam er nicht gut an, für mich ist es aber ein Dialogfilm erster Güte! :)

El Chupanebrey's Wertung: 5.0 Sterne

ja, dass er bei 50% der US-Bürger nicht ankam, kann ich mir absolut denken, immerhin fordert er zum Mitdenken auf und nicht zum puren Hurra!, so wie die USA eben in den Irak einmarschierten.

pb's Wertung: Noch nicht bewertet

Fand den Film nicht schlecht, jedoch gibts einen groben Schnitzer im Szenenbild bei den Soldaten im Schnee.
Innerhalb 5 Sekunden trägt der eine Soldat einen Helm, dann eine graue Mütze und dann wieder den Helm, während er am rumzielen ist.:p

Schnibu's Wertung: Noch nicht bewertet

naja, solche continuity fehler gibts inzwischen in fast jedem film.

pb's Wertung: Noch nicht bewertet

Durchaus nettes Movie zur aktuellen Lage von Stars and Stripes.

Cruise als schmirriger Right-Winger ist schlichtweg das Highlight des Filmes. Bedrückend realistisch wie er seine Pläne auspossaut (da hat wohl jemand auf dem Scientology-Podest kräftig geübt) und sich den verbalen Schlagabtausch mit der Presse liefert. Der Seitenhieb darauf das Armee und Presse gemeinsam im Boot ist durchaus clever ausgedacht.
Ob die Besetzung wichtiger Plateaus zur absolut bahnbrechenden Strategie des "Erfolges" gehört mag ich irgendwie zu bezweifeln. Da gäbs doch mit Themen wie der Privatisierung der Armee viel interessantere Themen.

Robert Redford darf als smarter Professort wieder mal allerhand reden schwingen (fand ich bei Spygames schon ganz nett), was er aber sehr gut kann und man als Betrachter auch gerne zuschaut/zuhört. Hingegen fand ich Story rund um den desillusionierten Student nur mässig spannend. Seine Beweggründe sind da etwas gar oberflächlich, dafür das er ja ein solches helles Köpfchen in den Vorlesungen sein soll.

Der Actionpart in Höhen Afgahnistans lockert die ganze Szenerie mittels Geballer etwas auf. Allerdings ist das ganze auch nur gelungen wenn der Schnitt vom Senator auf die Truppen fällt. Dafür ist aber der Schluss mit dem Schüler vor dem TV super gemacht. Da spielt der Film den Ball dem Zuschauer zu und es ist einem selber überlassen was man für das richtige hält.

Chemic's Wertung: 4.0 Sterne


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