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Beitrag 1408

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1408 oder: Hallo? Zimmerservice?


Wenn man auf der Webseite des Kino-Dachverbandes der Schweiz einmal nach 1408 sucht, mag manch einer ein bisschen erschrecken. Denn der Film von Mikael Hafström hat nur ein paar wenige Leute mehr in die Kinos gelockt, wie ein gewisser Crossroads, in dem ja bekanntlich Britney Spears aufgetreten ist. Soviel also zu "erfolgreichen Verfilmungen von Stephen King-Büchern".

Die Geschichte von 1408 hängt ganz alleine an der Leistung von John Cusack. Er, bekannt aus High Fidelity, Con Air oder The Runaway Jury, muss den grössten Teil des Filmes allein verbringen und kriegt in diesem ominösen Hotelzimmer einen Schrecken nach dem anderen vorgesetzt. Die einen mögen geisterhaft und spannend sein, während andere halt doch ein bisschen gar weit hergeholt scheinen. Langweilig, und das ist glaub das Wichtigste in diesem Film, wird es dadurch aber nie. Und das ist gut so.

Diese Geisterbahn überzeugt durch einige schöne Schreckmomente, ein passendes Ambiente und den sehr gut aufgelegten Hauptdarsteller. Wer sich die DVD-Hülle von 1408 kurz zu Hilfe nehmen will, der sieht, dass der Name von Samuel L. Jackson ebenso gross geschrieben ist, wie derjenige von Alleinunterhalter John Cusack. Das ist leider eine richtige Mogelpackung, denn so gern wir diesen Mann auch sehen, seine Auftritte in 1408 sind doch zeitlich sehr beschränkt. Dieser Film gehört einzig und allein John Cusack.

1408 wird für Fans von solchen Geister- und Spukfilmen sicherlich einen Blick wert sein. Und wer John Cusack mag, dürfte ebenfalls sofort zugreifen. Alle anderen werden sich ab dieser abstrusen Geschichte und den komischen Vorkommnissen im Hotelzimmer eher ein bisschen verwirrt vorkommen und sich schlussendlich fragen, warum die Bücher von Stephen King eigentlich so schwierig für die Filmwelt zu adaptieren sind.

Die DVD, auf deren Rückseite bereits eine entscheidende Szene der Geschichte zeigt (Bravo an denjenigen, der die Bilder für die DVD auswählt...), hat ausser der B-Roll (Kamera hinter der Kamera) und dem Trailer keine Extras zu bieten. Wer solche will, muss wohl oder übel zu "Deluxe-Edition" greifen, die Audiokommentare, zusätzliche Szenen (evtl. das zweite Ende?) oder Berichte über die Geheimnisse des ominösen Hotelzimmers zu bieten hat.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

tam's Wertung: 3.5 Sterne

Erinnert stark an Polanskis " Le Locataire" http://imdb.com/title/tt0074811/

euros' Wertung: Noch nicht bewertet

Unbedingt Directors Cut kaufen! Alternatives Ende, c.a 10 Minuten länger und ein bisschen blutiger als die PG13 Variante. Tut dem Streifen gut.

[Editiert von Chemic am 2008-03-27 09:20:21]

Chemic's Wertung: 4.0 Sterne

Hab mir heute mal die Director's Cut 3er DVD Box geholt

WOW sehr schick gemacht alles sehr Rund ist nur zu Empfehlen ^^ :d

Frank sallerie's Wertung: 6.0 Sterne

Ich mag die absurde Idee und überhaupt den Surrealismus von 1408, welcher auch schön umgesetzt wurde, alles in allem ist der Film aber doch nicht wirklich etwas Spezielles. Auch gefürchtet habe ich mich nie so richtig, ich denke da hätte man noch mehr mit den Ängsten des Publikums spielen können. Ich habe mir auf der DVD die zwei Enden angeschaut, keines von beiden hat mich aber wirklich überzeugt. Das Director's Cut Ende hat mir ein bisschen besser gefallen, wahrscheinlich weil Samuel L. Jacksons Figur noch einen schöneren Abgang hat. Dafür ist das Ende der Kinoversion klarer.

1408 ist also bestimmt einen Blick wert, ihn aber mit The Shining zu vergleichen erscheint mir aber absolut lächerlich. Die beiden Filme spielen schlicht in einer anderen Liga (man will ja auch nicht ernsthaft Mikael Håfström mit Stanley Kubrick vergleichen..).

@ pb: Der Ton war bei mir tatsächlich auch leicht verschoben. Hat mich anfänglich sehr gestört, irgendwann ist es mir dann aber nicht mehr aufgefallen.

[Editiert von psg am 2008-04-20 11:35:06]

psg's Wertung: 4.0 Sterne

Das Verlangen nach einem richtig spannenden Horror Streifen, war der Grund warum ich mir 1408 ansehen wollte. Und wenn es noch eine Verfilmung eines Buches ist, das aus der Feder von Stephen King stammt, sind hochspannende Momente doch schon vorprogrammiert.

Doch nicht alles war so wie ich es mir erwünscht hatte. Die Story ist interessant und zieht den Zuschauer auf jeden Fall in seinen Bann. Doch auch wenn sie ohne Probleme zu unterhalten mag heisst das noch lange nicht, dass sie auch nervenzerreisend spannend ist. Es hat zwar ein paar schöne Gruselmomente, doch wenn man das Gesamtwerk betrachtet ist der Anteil solcher Szenen doch eher klein.

Die One-Man Show meistert Cusack souverän. Er spielt den zuerst coolen und dann immer ängstlicher werdender und schliesslich durchdrehenden Hautcharakter sehr glaubwürdig. Auch der restliche Cast vermag zu überzeugen. Samuel L. Jackson macht das Beste aus seiner sehr beschränkten Präsents zeit. Ihn aber deswegen auf das Cover von 1408 zu stehlen, ist schon fast eine Frechheit.

Auch wenn es an Spannung eher fehlt ist dafür die Atmosphäre genial. Hotelzimmer haben manchmal wirklich etwas unheimliches an sich und das setzt der Regisseur hier sehr gut um. Die Herausforderung einen ganzen Film fast ausschliesslich in fast nur einem Zimmer zu drehen meistert er ebenfalls stark.

Fazit: Aus dem Plot hätte man sicher noch mehr herausholen können, damit der Film dem Genre Horror, Thriller noch ein wenig gerechter werden würde. Trotzdem wird man 100 Minuten lang recht gut unterhalten und man muss sicher keine Angst vor Alpträumen wegen des Filmes haben, die einen im Schlaf heimsuchen könnten.

nick*'s Wertung: 4.0 Sterne

Die Schweizer Verleihversion hat im o-ton einen Fehler - alles ist verschoben.

sj's Wertung: 2.0 Sterne


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