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Beowulf oder: Muttersöhnchen macht Ärger


Geschichten aus dem Norden vergangener Tage, Wikinger, Bärte, Zöpfe, Geister, Drachen oder fatale Entscheidungen und Schlachten sind wie gemacht für das grosse Abenteuerkino. Einer der bekanntesten Recken aus Dänemark ist natürlich Beowulf, dessen Saga um seinen Kampf mit Grendel, dessen Mutter und der daraus folgenden Tragik hat schon in manchem Flm Platz gefunden. Während Filme wie Beowulf and Grendel oder The 13th Warrior das Thema auf verschiedene Arten angehen, hat sich Robert Zemeckis für einmal etwas Neues einfallen lassen.

Wie schon in The Polar Express digitalisierte der Kopf hinter Forrest Gump, Who Framed Roger Rabbit oder Back to the Future gestandene und bekannte Schauspieler und präsentierte mit Beowulf die abenteuerliche Saga vom Helden und dem Biest via modernster Technik. Also ein Animationsfilm mit den Zügen der realen Darsteller.

Das klappte leider nur bedingt. Obwohl die Story natürlich inhaltlich grandios und sehr spannend umgesetzt wurde, fehlt den animierten Figuren jegliche Art von Persönlichkeit. Klar, das ist nicht verwunderlich, hat aber beim Polar Express besser geklappt. Vielleicht hätte auch hier Tom Hanks alle Rollen selber spielen sollen?

Was hingegen hervorragend aussieht, sind die Fahrten über die Landschaft des kargen Königreichs von Anthony Hopkins. Diese Szenen sind sehr schön und auch das grosse Actionfinale mit dem Drachen darf man ruhig so stehen lassen. Völlig matt, ich habs erwähnt, sind die Figuren. Da wurden Darsteller wie John Malkovich, Angelina Jolie (deren Gesicht schlecht digitalisiert wurde) oder Ray Winstone verpflichtet und trotzdem schaffen es die Macher nicht, den Figuren Ausdrucksweise zu geben. Von einer "Seele" ganz zu schweigen.

Fazit: Beowulf funktioniert als Actionfilm in den letzten paar Minuten und Unverbesserliche werden sich einen abjagen, wenn Angelina Jolie mit baren Brüsten aus dem Wasser entsteigt. Doch die Geschichte (respektive das lange Gedicht) von Beowulf hat soviel mehr zu bieten. Und daran wurde mit dieser Verfilmung nicht mal ansatzweise gekratzt.

Die vorliegende DVD bietet den "Directors Cut" des Filmes, der um einige Szenen verlängert wurde. Ansonsten kann man sich auf die Suche nach dem offiziellen Trailer machen, denn weitere Extras wurden auf die "Directors Special Edition" gepackt, die ebenfalls erhältlich ist, für die man aber deutlich länger am hauseigenen Geldesel rumzupfen muss.

Bild und Ton sind hervorragend gelungen, wobei natürlich Letzerer bei der schönen musikalischen Begleitung und den Actionsequenzen gerne mal voll in Anspruch genommen wird. Der Film ist auf DVD ein bisschen dunkler geraten, als ich mir aus dem Kino in Erinnerung hab, wurde aber sauber auf die Disc transferiert.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

muri's Wertung: 2.5 Sterne

Die DVD zum neusten CGI - Film, glänzt mit mehreren kleinen Features in denen auf die Produktion, Story und Details eingegangen wird. Der auf der Hülle angegebene Trailer, war leider auf Disc 1 nicht zu finden. Das beiliegende Comic ist ein nettes Goodie.

mülltonne's Wertung: 5.0 Sterne

besser als ich befürchtet hatte. wieso aber nur gleichen die mssig animierten damen jenen aus shrek 2??? :o

pb's Wertung: 4.0 Sterne

Total missratene Animationskatastrophe die mir schwer auf den Geist ging.
Verhunzte Story und Szenen die typisch für die US-Bigotterie sind.

euros' Wertung: 1.0 Sterne

Moment mal. War nicht Zemeckis der Mann, der die Back to the Future Trilogie und den Klassiker Forrest Gump erschaffen hat? Natürlich, und er hat dafür bei mir eine Menge Symphatiepunkte gewonnen. Da frag ich mich doch wirklich, warum Zemeckis auf die Idee kommt einen Film wie Beowulf zu drehen? Die Handlung fand ich nicht gerade originell und vor allem fehlte mir nötige Spannung und die Darsteller würden, wenn sie nicht animiert wären, ihr Können sicher viel besser zeigen. Die Brutalität, welche man zu genüge in den Action-Szenen zu sehen bekommt, fand ich in diesem Film einfach fehl am Platz. Von dem her stelle ich auch die Altervorgabe ab 12 Jahren eher in Frage. Ich fand das ganze Endprodukt schlicht und weg unnötig. Ein paar wenige Pluspunkte kann ich aber trotzdem noch vergeben. Die Musik war teilweise sehr gut eingesetzt und über mangelnden Action-Szenen konnte ich mich auch nicht beklagen (ausser eben dem vielen Blut). Schlussendlich aber zuwenig gute Punkte um eine einigermassen gute Wertung zu bekommen.
Der Frust über Beowulf war, damals als ich ihn gesehnen habe sehr gross gewesen. Das erkenne ich daran, dass ich die DVD gratis in einer Bibliothek hätte haben dürfen. (Grund= die B. wollte den Film, den sie als Geschenk bekommen hatte, nicht in ihr Sortiment aufnehmen). Ich griff zwar zu, brachte ihn aber am nächsten Morgen entsetzt und enttäuscht wieder zurück, damit ihn ein Anderer in seinem DVD -Regal aufstellen kann. Einen solchen Film wollte ich einfach nicht in meiner Sammlung haben.

nick*'s Wertung: 2.0 Sterne


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