Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Death Sentence
Death Sentence oder: Go with God and a Bag full of Guns Der ursprüngliche Saw-Regisseur James Wan begibt sich nach dem düsteren Grusler von Dead Silence in die Action und Rache-Gefilde. Obwohl Death Sentence mit Kevin Bacon einen grossartigen Schauspieler in der Hauptrolle hätte, ist Wan am Ziel vorbeigeschossen. Anstatt eines intensiven Racheepos ist ein Wechselbad der Gefühle entstanden, welches falsch gewichtet und trotz einiger guter Ansätze bedingt funktioniert. Rachegeschichten wurden im Kino schon viele Male erzählt. Sei es als Rache des Vaters in Collateral Damage, der kleinen Schwester in Leon oder als ein zur Comicfigur mutierten Polizisten in The Punisher. Die einen sind gelungen und können einen intensiven Film abliefern, bei dem man mit den Charakteren mitfühlt und diese auch versteht, andere wiederum bleiben konstruiert und trotz guten Schauspielern wird es so ungeschickt umgesetzt, dass man kaum mitfiebert. Death Sentence gehört aus mehreren Gründen zu den letzteren, und es ist äusserst enttäuschend, dass James Wan Death Sentence so abgeliefert hat. Wie bei solchen Rachefilmen üblich, geht es sehr positiv los und zeigt am Anfang Nicholas hübsche Bilderbuchvergangenheit. Doch dies darf natürlich bei einem Rachefilm nicht so bleiben, und bereits nach kurzer Zeit löst der Tod des ältesten Sohnes die Kettenreaktion der Handlung aus. Dabei versucht Death Sentence zu Beginn, noch möglichst realistisch zu wirken und stellt den Ablauf des Raubüberfalls, den emotionalen Einschlag auf die Familie, wie auch die folgende Gerichtsverhandlung glaubhaft dar. Was danach kommt, ist die langsam voranschreitende Entwicklung vom Familienvater zum Killer. Dies zeigt auch eine realistische Charakterentwicklungen auf und dass der Blutkrieg für beide Seiten keine Lösung ist. Dabei vergreift sich Komponist Charlie Clouser jedoch regelmässig so krass im Soundrack oder bringt eben keinen, dass jede Wirkung von wichtigen Szenen ungenützt verpufft. Einfach schade, wie ein schlechter Soundtrack einen Film so verstümmeln kann. Dass ein Ehemann das Bedürfnis hat, den Mörder seines Erstgeborenen zu töten, ist ja noch einigermassen nachvollziehbar. Dass die Gang ihr durch Nicholas getötetes Mitglied rächen will, ebenfalls, doch dass die Polizei dann daneben steht und nichts tut, selbst als zwei ihrer Polizisten dabei draufgehen, ist äusserst fragwürdig. Die Polizei bleibt unbeteiligter Zuschauer und es entsteht nicht einmal den Eindruck, als ob sie Nicholas auf den Fersen wären, obwohl sie recht viel Screentime haben und es genügend Beweise gibt. Das hätte noch ein wichtiges Spannungselement hineingebracht - wenigstens haben sie daran gedacht, dass der Familienvater erstmals den Umgang mit den Waffen lernen muss, bevor er auf Amoklauf geht und dass der Sesselfurzer in den ersten Konfrontationen mit der Gang recht überfordert ist. Fazit: Death Sentence bleibt hinter den Erwartungen, die man an einen Film von James Wan stellen kann. Trotz den guten Schauspielern wie Kevin Bacon oder John Goodman entwickelt er nicht einmal annähernd die Intensität, die ein solcher Film bieten könnte. Eine sehr lineare und voraussehbare Handlung, eine völlig falsche Soundtrackwahl und gerade deswegen viele in die Länge gezogene und langweilige Szenen helfen auch nicht weiter. So profitiert Death Sentence zwar von blutigen und rohen Konfrontationen, der düsteren Ausleuchtung und guter Kameraführung, doch die Rache-Odysee vom harmlosen Büroarbeiter zum Massenmörder hat man zu viele Male gesehen, um in dieser Form noch überrascht oder überzeugt zu werden. Die DVD präsentiert den Film in einer streckenweise sehr überbeleuchteten Qualität und vermag auch in der Bildschärfe nicht überzeugen. Das Bonusmaterial liefert ausführliche Blicke hinter die Kulissen mit B-Rolls und wie die Parkaus-Szene entstanden ist. Dazu gibt es Interviews mit allen Castmember und einige Trailers. |
"Death Sentence" ist um einiges besser, als James Wans ödes Puppenspektakel "Dead Silence". Die Schauspieler allen voran Kevin Bacon und Garret Hadlund sind in ihren Rollen sehr gut. Die Story, ist geradlinig und dramaturgisch festgelegt. Die wenigen Actionszenen fängt Wan in äusserst impulsiven und realistischen Bildern ein. Der Härtegrad liegt ganz weit oben und in der zweiten Hälfte zeigt ein Kevin Bacon, das er keine Gefangenen nimmt und dezimiert die Gang drastisch.Man könnte dem ganzen eine gewaltverherrlichende Tendenz unterstellen, was viele ja gemacht haben. Doch obwohl das Szenario teils hart und erbarmungslos ist, gelingen Wan auch einige ruhige und nachdenkliche Momente. Die Gewalt kommt in dosierten Schüben und das ist intensiver als ewiges Dauergeballer. Allerdings hat mich die DVD sehr enttäuscht, technisch zwar gut sind aber die Bonusmaterialien lieblos draufgeklatscht wurden. |
Ganz nettes bzw. heftiges Movie mit einem Kevin Beacon "Out of Control" der so ziemlich alles verliert in seinem Leben was es zu verlieren gibt. Beacon stehen solche Rollen einfach gut, wenn er sich so richtig quält und wie ein Zombie durch die Gegend laufen darf. Diese Rollen kauft man dem Kerl einfach ab. Auch ziemlich glaubwürdig kommt die Satanisten-Gang mit ihren Muscle-Cars (herrje hatten die einen geilen Sound *grunz*) daher die genauso ihren Part zur blutigen Vergeltung beisteuert. Irgendwie witzig fand ich einige Splastick-Einlagen z.B als Beacon und seine Wiedersacher sich durchs ganze Haus prügeln ehe dann der Tiefschlag kommt und Spoiler zum Lesen Text markieren
. Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Sehenswert sind auch die langen und teils abenteuerlichen Kamerafahrten durch die Löcher kaputter Häuserfassaden usw. die wirklich fein gemacht sind und der ganze teils öden Szenerie einiges an Dynamik zufügen. Fazit: Dreckiger brutaler und kompromisloser Streifen über Rache und Selbstjustiz mit einem sehr guten Kevin Beacon. Nix schönes und warmherziges sondern richtig wüstes Geprügel und Gemetzel mit absolutem Depro-Ende. |
sehr eindrücklicher film, und eine ausgezeichnete cast! revenge comes with a cost, sozusagen. ich fand den soundtrack eigentlich gut, is ziemlich schräg und kommt somit ausgezeichnet. für einmal kein verpfuschtes ende (filmtechnisch gesehen). |

