Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag The Game Plan
The Game Plan oder: Kleine Nervensäge vs. Muskelpaket Vor ein paar Jahren machte ein glatzköpfiger Muskelmann namens Vin Diesel mit The Pacifier seinen bis anhin letzten erfolgreichen Film. Danach kam nichts mehr gescheites und die Rolle als männliches Kindermädchen war zwar lustig, aber schadete seinem Image als knallharter Actionstar. Dwayne Johnson, der bislang in Filmen wie Doom oder Welcome to the Jungle auftrat, geht nun einen ähnlichen Weg. Zwar hat er bereits in Be Cool beweisen, dass er mehr kann als Muskeln anspannen und bös gucken, aber ein Restrisiko blieb. Bis sich The Game Plan als Kassenschlager entpuppte und dem sympathischen Muskelmann die Türe in den Hollywood-Olymp ein Stück weiter aufstiess. Die Ähnlichkeiten zum Pacifier sind natürlich gegeben. Grosse Kerle ärgern sich mit Kids rum, werden mehr als einmal vorgeführt und sind sich nicht zu schade, auch mal richtig den Affen raus zu lassen. Dwayne Johnson, der sich langsam von seinem Alter Ego "The Rock" lösen will und auch diesen Namen immer seltener verwendet, macht das hervorragend und stets mit einem Augenzwinkern im Gesicht. Seine sympathische Art und sein Charme lassen ihn selbst in den vermeintlich peinlichsten Szenen (Ballet-Unterricht...) glaubwürdig und vor allem richtig lustig rüberkommen. Ein schmaler Weg ists, den der Mann aus Walking Tall aber stilsicher meistert. Das Zusammenspiel des Hauptdarstellers mit der kleinen und herzigen Madison Pettis entpuppt sich ebenfalls als sehr gelungen und der Zuschauer sieht den Beiden ihren Spass jederzeit an. Unterstützt werden sie von einer schönen Roselyn Sanchez (Edison, Rush Hour 2), die zwar nicht viel zu tun hat, dies aber anständig hinter sich bringt. Dazu kommen Kingmans Football-Kollegen, die ebenfalls für den einen oder anderen Lacher gut sind. Tönt jetzt alles nach einer perfekten Familienkomödie, nicht? Leider muss The Game Plan gegen Ende des Films noch ein paar Abstriche zugestehen. Denn der Witz, das Tempo und die Sympathie des Anfangs und Mittelteils werden gegen den Schluss verschenkt und der Film steuert in die Richtung einer 08/15-Familiengeschichte, in der jeder Topf seinen Deckel findet und das unausweichliche Happy-End mit grossen und langwierigen Schritten auf den Zuschauer zukommt. Das gibt leider Abzug. Fazit: Trotz des Disney-typischen Schlusses kann The Game Plan über grosse Strecken des Films überzeugen. Getragen von einem richtig guten Hauptdarsteller-Duo zünden die (meist) familienfreundlichen Spässe in schöner Regelmässigkeit und ausserdem wird für einen Film mit einem Quarterback in der Hauptrolle erfreulich wenig Football gezeigt. Schlussendlich ists eine richtig gute Komödie geworden, die man sich ohne Skrupel mit der ganzen Familie angucken kann. |
Ausser The Rock Dwayne Johnson war der The Game Plan schwach. Die Story kennt man schon aus anderen Film und bietet nichts neues. Auch die Gags zünden nur teilweise. |
Relativ langweilig mit einer (wie immer) viel zu intelligenten Tochter. Ab und an ist es ganz witzig. Jedoch ist es 08/15 und "The Rock" gefiel mir in "The Rock" bislang am Besten! |

