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Beitrag Youth Without Youth

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Youth Without Youth oder: Verwirrung in Sanskrit


Zehn Jahre ist es her, seit Francis Ford Coppola mit The Rainmaker das letzte Mal als Regisseur in unseren Kinos zu sehen war. Doch er war nicht ganz untätig während dieser Zeit. Einerseits trat er jeweils als Produzent, unter anderem von Filmen seiner Tochter Sophia Coppola, in Erscheinung und andererseits arbeitete er an seinem Magnum Opus Megalopolis. Bei der Arbeit an letzterem stiess er auch auf das Buch "Youth Wihout Youth" des rumänischen Religionswissenschaftlers Mircea Eliade, auf welchem nun sein neuer Film basiert.

Ob das Buch auch so konfus ist, kann ich leider nicht beurteilen, der Film jedoch ist überaus verwirrend. Coppola inszeniert die Geschichte als wilder und überladener Genre-Mix. Hinzu kommen die verschiedenen altertümlichen Sprachen, die dem Verständnis des Films auch nicht gerade dienlich sind. Dabei fällt auch auf, dass Coppola ein überraschend kleines Budget zur Verfügung hatte. Es wurde grösstenteils in Rumänien gedreht mit vorwiegend lokalen Schauspielern. Aus diesem Grund wurde nachträglich auch sehr viel, erstaunlich schlecht nachsynchronisiert. Auch die Kulissen sind nicht wirklich überzeugend. Als Domenic Matei in die Schweiz flüchtet, ist diese nur gerade dank ein paar Schweizerflaggen und Kantonswappen wieder zuerkennen.

Coppolas Ziel war es denn aber auch zu seinen Wurzeln, dem Studentenfilm, zurückzukehren. Mit revolutionären Gedanken machte er sich ans Werk. So beschloss er zum Beispiel mit einer fast ausschliesslich fixen Kamera, die er auch gerne Mal auf den Kopf stellt, zu drehen. Und genau so starr wie die Kamera, so zähflüssig ist auch die Geschichte. Man findet besonders keinen Zugang zu den Figuren. Dies nicht zu letzt deshalb, weil sich Traum und Wirklichkeit nur schwer voneinander unterscheiden lassen.

Dabei kann Tim Roth, den die meisten wohl aus Filmen wie Reservoir Dogs und Pulp Fiction kennen, sein Talent wirklich imponierend unter Beweis stellen. In den Szenen in denen er mit seinem Alter Ego diskutiert ist er absolut vereinnahmend. Und auch Bruno Ganz gibt einen sympathischen Professor. Einzig Alexandra Maria Lara wirkt in einzelnen Szenen etwas lächerlich. Dies liegt wohl aber eher an der wirren Figur, die sie spielt.

Als das elegische Werk schliesslich sein Ende gefunden hat, war ich wirklich ansehnlich verwirrt und auch einwenig enttäuscht. Das wohl von vielen lang erwartete Comeback des Altmeisters Coppolas kann nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte alleine ist schon kompliziert und monströs, so dass einem mit der hinzukommenden Erzählweise der Durchblick völlig abhanden kommt. Eins jedoch muss man ihm dennoch zu gute halten, es wurde mir während den etwas mehr als zwei Stunden nie langweilig.

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mab's Wertung: 2.5 Sterne


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