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Definitely, Maybe oder: Haben die Clintons etwa den Film gesponsort?


"Von den Machern von Love Actually und Bridget Jones" steht auf dem Plakat zu diesem Liebesfilm und damit darf der interessierte Zuschauer voraussetzen, was ihm in den nächsten 100 Minuten geboten wird: Schicksal, Zufall, sowie Irrungen und Wirrungen der Liebe, bunt durchmischt mit poppigen, trendigen Songs, garniert mit leisem Witz und aufgetischt mit viel Herz. Dies ist aber in keinem Fall negativ gemeint, denn schon in den oben erwähnten Filmen haben die Macher genau die richtigen Zutaten gefunden, um eine optimale Portion Herzschmerz auf die Leinwand zu bringen. Auch im Fall von Definitely, Maybe ist ihnen dies wieder gelungen.

Die Geschichte spielt zwar nicht in England (also kein Hugh Grant), aber auch die Amis haben für diese Fälle potente Herzbrecher und Märchenprinzen. Patrick Dempsey wäre so einer gewesen, doch dieser hat ja erst kürzlich eine Zeichentrickprinzessin in ein reales Everybody's Darling verwandelt (Enchanted). Auch George Clooney wäre möglich, doch dieser war auf ökonomie-kritischen Feldern (Michael Clayton) unterwegs. Wer dann?

Dass nun Ryan Reynolds diesen sympathischen Mittdreissiger Will spielt, mag auf den ersten Blick erstaunen, da er sich bisher kaum als Leading Man hervorgespielt hat und eher in zweitklassigen Actionfilmen (Blade: Trinity und Smokin' Aces) mitgemurkst hat. Doch der drittklassierte Sexiest Man Alive 2007 weiss sein Aussehen einzusetzen und überzeugt auch schauspielerisch als fürsorglicher Vater und ambitionierter Jungspund, der sich wenn, dann richtig verliebt. Unterstützt wird er von einer gestandenen Nebendarstellerriege, darunter die süsse Abigail Breslin (Little Miss Sunshine) als seine Tochter, Rachel Weisz und Kevin Kline, die alle in ihren Szenen mit ihrer Natürlichkeit auftrumpfen. Einen ebenfalls ungeheuer sympathischen Eindruck hinterlässt Isla Fisher mit ihrer Suche nach einem verschollenen Buch ihrer Kindheit.

Definitely, Maybe gelingt es mit einer erstaunlichen Leichtfüssigkeit, dem ausgelutschten Romantik-Genre Neues abzugewinnen, indem er nie die Aussicht auf ein Happy End als gegeben ansieht und so den Zuschauer zum Mitraten und -fühlen zwingt. Der Film wirkt zugleich nostalgisch (die 90-er sind zurück!) und frisch (Stichworte: Wahlkampf, Singledasein) und nimmt sich die Zeit, etwas genauer unter die Oberfläche der Protagonisten zu schauen, als die meisten Komödien unserer Zeit. Definitiv ein gelungener Film, vielleicht sogar etwas mehr als das.

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hut's Wertung: 4.5 Sterne

Recht durchschnittliche Rom-Com, in der die kleine Abigail Breslin in ihren Auftritten mehr Charme versprüht als der gesamte Rest der Damenriege. Die sind zwar alle nett und herzig, leider ist aber schon früh klar, wer denn die "Gewinnerin" der Geschichte ist und somit plätschert der Film dem Ende entgegen, ohne grosse Spannung oder guten Witz.

Kevin Kline hat sich IMO die beste Rolle des Filmes geschnappt und ihm über die Schulter zu gucken ist toll. Ryan Reynolds versucht brav, sein neues Schönling-Image zu pflegen, vergisst aber, dass das in einem relativ schwachen Film nicht ausreicht. Ich persönlich würde ihn gerne wieder in Actionrollen sehen. In Wolverine hat er ja wieder so eine geschnappt.

S'ist ein anständiger Pärchenfilm geworden, der leider zu wenig lustig ist, um als Komödie durchzugehen. Romantisch ist er auch, aber so richtig in Stimmung kommt man selten, da die Story doch einige Hänger hat.

Nicht zu vergleichen mit Love Actually!

muri's Wertung: 3.0 Sterne

D'oh! War die Tele/TV-Star Premiere gestern schon?

rm's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat rm (2008-03-26 14:21:00)

D'oh! War die Tele/TV-Star Premiere gestern schon?

Demfall. S'hatte noch 2 leere Plätze. Keine Ahnung, wer da verpennt hat ;)

muri's Wertung: 3.0 Sterne

Hmmmm...nennt mich altmodisch, aber ich habe das Gefühl, dass ein Ernst Lubitsch oder ein Frank Capry zu ihrer Zeit aus diesem Film etwas Ansprechendes gemacht hätten. So aber bleibt Definitely, Maybe im konventionellen Rahmen. Die Frauen sind "Pretty Faces" (Isla Fisher ist dabei am sympathischsten), Ryan Reynolds ist nichts anderes als fad und Abigail Breslin kommt zu wenig vor.
Das Drehbuch ist sehr gut, aber es fehlt etwas an der Überzeugungskraft der Schauspieler, Kevin Kline und Abigail Breslin bieten allerdings die willkommene Ausnahme.
Der Film versandet mit der zeit extrem, Komödien sollten nicht so lang sein!

Immerhin kann man sich an Bill Clintons Eskapade(n) erinnern, ist ja auch was. ;)

[Editiert von El Chupanebrey am 2008-03-29 12:17:56]

El Chupanebrey's Wertung: 3.0 Sterne

Furchtbar langweilig, klischeehaft, bemüht "herzig" und fade Darsteller. Persönliches Highlight für mich: Die Szene, wo "Connected" von den Stereo MC's angespielt wurde. Geiler Song! Geile Jugenderinnerungen! 8d

ebe's Wertung: 2.0 Sterne


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