Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Feuerherz
Feuerherz oder: Kriegswirren im Horn von Afrika Nach dem ausgezeichneten Dokumentarfilm Die Geschichte vom weinenden Kamel waren die Erwartungen an den ersten Spielfilm des italienischen Regisseurs Luigi Falorni hoch. Der autobiographische Bestseller von Senait Mehari diente als Basis für diesen bewegenden Film über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Freundschaft, Ideologie und Ideale, sowie über die generelle Absurdität des Krieges. Das Drehen war alles andere als einfach, und immer mehr Hindernisse haben das tatsächliche Erscheinen des Films stark erschwert. Der in der eritreischen Landessprache Tigrinya gedrehte Film konnte wegen der kategorischen Verneinung historischer Wahrheiten von Seiten der eritreischen Regierung nicht im Land selbst gedreht werden, sondern musste nahe der kenianischen Hauptstadt Nairobi verlegt werden. Auch wurden die Laiendarsteller im Schnellverfahren in einem kenianischen UNHCR-Flüchtlingscamp im Norden des Landes rekrutiert, nachdem wenige Tage vor dem Drehbeginn der Grossteil der auserwählten Schauspieler als Folge von Drohungen noch abgesprungen sind. Danach hat sich die politische Stabilität auch in Kenia stark verschlechtert, so dass durch die neuerlichen Kriegswirren das Drehen nochmals stark erschwert wurde. Ganz dem neuen Trend entsprechend, nach dem europäische Filmteams in abgelegenen Regionen ohne Kinokultur und Infrastruktur mit lokalen Darstellern und in der lokalen Sprache drehen, vermag der Film nur teilweise überzeugen. Denn obschon der Film feinfühlig in Szene gesetzt worden ist und die humanen und zwischenmenschlichen Aspekte klar in den Vordergrund stellt, wirken die Dialoge manchmal überspitzt und realitätsfremd. Vor allem jedoch werden der echte Schrecken des Krieges und die traumatischen Erlebnisse der Kindersoldaten wohl nicht genug deutlich wiedergegeben. |
Tragisches Thema - sehr schlecht inszeniert! Zu oft versucht man ein quentchen Humor in den Film zu bringen - das braucht es hier definitv nicht. Doch das Ganze schwächt die Tragik ab. Auch sonst ist der Film viel zu harmlos und das Leid vom Mädchen wird eigentlich gar nicht gezeigt. Für mich ein gutes Beispiel von extrem schwacher Regisseurarbeit. Schade um die Wichtigkeit der Aussage. |

