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Ballast oder: Die Vereinigten Staaten der Trostlosigkeit


Ballast heisst uns willkommen in den Vereinigten Staaten der Trostlosigkeit. Wir kommen an im Winter, sehen karge Einöde, eine Weitläufigkeit, die nirgendwo enden will. Menschen reden hier weniger, lachen weniger, lachen eigentlich überhaupt nicht. Es scheint so, als hätte die grosse Depression an diesem Ort 80 weitere Jahre überdauert.

Lance Hammer hat mit seiner ersten Regiearbeit ein dogmatisches Werk geschaffen. Fast jeglicher Form von künstlerischer Ästhetik versperrt er seinem Film. Einen Soundtrack gibt es überhaupt nicht, die Schauspieler sind Laien, die noch nie irgendwas gespielt haben. Womöglich spielen, nein, sind sie gar sich selbst. Sie verdrängen die Fiktion vollends. Radikaler an der Realität scheint nur noch ein Dokumentarfilm zu sein.

Ballast ist in seiner Machart ein ziemlich einzigartiges Werk geworden. Er beinhaltet die Eindringlichkeit von Larry Clarks Kids und die Spontanität von Jim Jarmuschs Permanent Vacation, setzt sich aber schon durch den von der Stadt aufs Land verschobene Hintergrund von diesen Referenzen ab. Ein einnehmender, imposanter Film, und zugleich eine Studie, die die gesellschaftlichen Engpässe der USA schonungslos aufzeigt.

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uas' Wertung: 5 Sterne


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