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Juno oder: Babies have Fingernails?


Neben all den grossen und dramatischen Produktionen, die uns aus Hollywood vorgesetzt bekommen und die dann auch für die Academy-Awards nominiert werden, gibt es jeweils die kleinen und feinen Filme, mit denen eigentlich keiner gerechnet hat, geschweige denn auch wirklich kennt. Letztes Jahr wurde Little Miss Sunshine zum Überraschungserfolg, nun ist es Juno. In den USA hat dieser mit minimalem Budget gedrehte Film bereits über 100 Millionen Dollar eingespielt und brachte es zu vier Academy-Awards-Nominationen. Und das absolut verdient.

Juno befasst sich liebevoll und sehr angenehm mit dem Thema Jugendschwangerschaft. Ein junges Mädchen bekommt ein Kind, macht sich über ihre Zukunft Sorgen und findet zusammen mit den Eltern und Freunden eine Lösung, die hier in 90 Minuten porträtiert wird. Der Film holt seine Qualität nicht aus der Spannung oder der Dramatik, sondern daraus, dass die Figuren so herrlich authentisch und aus dem Leben gegriffen sind. Dazu kommt der feine Humor, der uns immer wieder zum Schmunzeln bringt und den Film auch dann nicht langweilig werden lässt, wenn nicht besonders viel auf der Leinwand passiert.

Im Mittelpunkt steht die junge Ellen Page, die in X-Men: The Last Stand eine kleine Rolle hatte und in Hard Candy den Zugang zu einem etwas breiteren Publikum fand. Sie gibt der Figur der schwangeren Juno auf überzeugende Weise Persönlichkeit und Charakter und hat ein Mundwerk, das sich die Balken biegen. Eine hervorragende Leistung, die nicht unverdient mit einer Oscarnominierung belohnt wurde.

Michael Cera (Superbad) bleibt ein bisschen im Hintergrund, spielt seine Rolle aber fantastisch. Ebenso wie JK Simmons (Spider-Man, Rendition) und Allison Janney (American Beauty), die auch in der schwierigsten Phase immer einen gut gemeinten Spruch auf den Lippen haben und ihrer Filmtochter damit Sicherheit und Vertrauen geben. Das spürt der Zuschauer in jeder Sequenz und geniesst diese Auftritte umso mehr.

Die bekanntesten Namen sind sicherlich diejenigen von Jennifer Garner und Jason Bateman. In The Kingdom waren sie noch gemeinsam auf Terroristenjagd, hier geben sie ein Pärchen mit sehnlichem Kinderwunsch. Während bei ihr jedoch bald der Nesttrieb einsetzt und sie sich vor Freude auf das Kind kaum halten kann, lässt er einige Zweifel offen. Ist der Mann bereit für so eine grosse Verantwortung? Kann er den Schritt vom grossen Kind zum richtigen Vater nehmen?

Fazit: Juno ist herrlich. Ein kleiner, feiner und sehr überzeugender Film, der mit einem heiklen Thema völlig sympathisch umgeht und Charaktere zu bieten hat, die für einmal hervorragend ausgearbeitet wurden und die an Liebenswürdigkeit fast nicht zu übertreffen sind. Auch wenn es 2008 nicht für einen Oscar reichen sollte, Juno ist einer dieser Filme, die ohne grosses Trara auskommen und mitten ins Herz treffen. Bravo!

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muri's Wertung: 5 Sterne

Zu diesem Thema wurden insgesamt 26 Beiträge geschrieben.
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Für mich ist Juno bereits ein grosses Highlight dieses Jahres und wird im Dezember sicher den Weg in meine Top-10-List finden. :)
Ellen Page spielt hervorragend und sympathisch. Der Film liess mich während der ganzen Zeit an andere Filme denken, von Little Miss Sunshine über Knocked Up bis hin zu Napoleon Dynamite.
Auch das Drehbuch mit einigen herrlichen One-Linern hat die Oscar-Nomination verdient!
Juno ist ein sympathischer kleiner Film, der es schafft, dem Zuschauer 90 Minuten lang das Herz zu erwärmen.
5,5

El Chupanebrey's Wertung: 6.0 Sterne

der film lief gestern als ü-film im kitag. hat mir auch sehr gefallen. voll aus dem leben gegriffen kommen die schauspieler wie menschen daher und nicht wie schauspieler. einfach, locker, lässig - andere worte werden dem film nicht gerecht!

sehr schöner launemacher...!

siamolo's Wertung: 6.0 Sterne

Ich werde diesen Fil boykottieren. Genau wie "Knocked Up". Solche Filme machen sich über ein ernstes Thema lustig: Ungewollt schwangere Teenies. Und das hat auch noch Erfolg, als ob es die normalste Sache der Welt ist. Ui, wir bringen ein bisschen Witz und Romantik in den Film und schon ströhmen die Leute reihenweise in die Kinos und lachen. Als nächstes lachen wir +ber hungernde Kinder in Afrika oder Krebskranke. Und wenn wir schon dabei sind, wie wäre es hiermit:

"Screwed" - Adam Sandler spielt den homosexuellen Alan, der bei einem One-Night-Stand an Aids erkrankt. Lachen sie, weinen sie und lassen sie ihr Herz erwärmen. So lustig war sterben noch nie.

CodyMaverick's Wertung: Noch nicht bewertet

Ich kenne den Film leider noch nicht, aber es deucht mich, dass du den Unterschied zwischen "sich über etwas lustig machen" (Parodie) und "über einen Witz o.ä. lachen" (Komödie) nicht ganz gerafft hast. Kann das sein?

jon's Wertung: 5.0 Sterne

@cody

Eine (ungewollte) Schwangerschaft ist also gleichzusetzen mit Aids und Krebs? Schade, dass man letztere Probleme nicht so leicht wieder abtreiben kann. Thema verfehlt.

Abgesehen davon. Wieso bewertest du den Film wenn du ihn klar boykottierst? Ich gehe mal davon aus, dass dein Boykott auch das nicht schauen des Films beinhaltet und somit ein Rating unmöglich ist.

Sacri's Wertung: 4.0 Sterne

Zitat CodyMaverick (2008-03-14 20:15:48)

Solche Filme machen sich über ein ernstes Thema lustig: Ungewollt schwangere Teenies. Und das hat auch noch Erfolg, als ob es die normalste Sache der Welt ist.


Entweder du hast den Film gar nicht gesehen, oder du hast einfach rein gar nix begriffen. Juno ist ein positiver Film über ein in den USA weit verbreitetes Problem und kein Film der sich über das Thema "lustig macht". Was an dem Film ja gerade so toll ist, ist eben diese Normalität, um den Teenies zu zeigen, dass sie sich nicht abnormal fühlen sollen. Wie die Eltern reagieren, als Juno ihnen sagt, dass sie schwanger ist - nach dir hätten sie wohl ausflippen müssen und weinen. Aber glaubst du das würde schwangeren Teenagers, die den Film sehen, helfen? Juno zeigt, dass Teenage Pregnancy zwar kein Spass ist, dass man aber das Beste aus der Situation machen kann. Ich hoffe du wirst dir in Zukunft Filme ansehen, bevor du sie boykottierst.

psg's Wertung: 6.0 Sterne

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Zitat CodyMaverick (2008-03-14 20:15:48)

Ich werde diesen Fil boykottieren. Genau wie "Knocked Up". Solche Filme machen sich über ein ernstes Thema lustig: Ungewollt schwangere Teenies. Und das hat auch noch Erfolg, als ob es die normalste Sache der Welt ist. Ui, wir bringen ein bisschen Witz und Romantik in den Film und schon ströhmen die Leute reihenweise in die Kinos und lachen.


Es ist ein Feelgood-Movie, das zeigt, dass man selbst so einer beschissenen Lage etwas Positives abgewinnen kann. Nicht jede Komödie macht sich über etwas lustig...

"Screwed" - Adam Sandler spielt den homosexuellen Alan, der bei einem One-Night-Stand an Aids erkrankt. Lachen sie, weinen sie und lassen sie ihr Herz erwärmen. So lustig war sterben noch nie.


Wie schön, dass du meinen Namen für so eine Beschreibung nimmst. Totally unintentional, oder? }:)

Als nächstes lachen wir +ber hungernde Kinder in Afrika oder Krebskranke.


Ginge es nach deiner Definition, wäre das schon geschehen. Click

Zitat psg (2008-03-15 11:40:51)

Ich hoffe du wirst dir in Zukunft Filme ansehen, bevor du sie boykottierst.


...und bewertest. ;)

Und ich schliesse mich Sacri an: Wenn du den Film boykottierst, warum bewertest du ihn dann??? }:)

El Chupanebrey's Wertung: 6.0 Sterne

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Also ich fand den Film super. Obwohl das Thema nicht einfach ist, jedoch finde ich, dass das Thema doch gerecht behandelt wird. Es ist ja keine Komödie ala Benn Stiler ...
Und ich muss erlich sagen, dass mich der Film schon ein bischen nachdenklich gestimmt hat.
Also erst den Film gucken bevor man sich ein Urteil fällt ;)

movie4mee's Wertung: 5.0 Sterne

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Zitat movie4mee (2008-03-20 15:15:42)

Es ist ja keine Komödie ala Benn Stiler ...


Das hab ich gesehen! :d

El Chupanebrey's Wertung: 6.0 Sterne

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Zitat CodyMaverick (2008-03-14 20:15:48)

Ich werde diesen Fil boykottieren. Genau wie "Knocked Up". Solche Filme machen sich über ein ernstes Thema lustig: Ungewollt schwangere Teenies.


Hm, in Knocked Up geht es um ungewollt schwangere Teenies? Du disqualifizierst dich ja gleich selber im Quadrat.

thatssno's Wertung: 5.0 Sterne

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Wenn jetzt nicht endlich einer die Wertung von CodyMaverick löscht, werde ich noch wütend! Der Typ hat wohl nicht mal 10 Sekunden des Filmes gesehen und es ist jedenfalls sowas von unfair dem Film 0 Sterne zu geben. :!

psg's Wertung: 6.0 Sterne

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Ein extrem sympathischer Film mit einer extrem sympathischen Hauptdarstellerin. Zum Tränen lachen, aber niemals niveaulos, und trotz allem ernst gegenüber einem ernsten Thema - so soll eine richtig gute Komödie sein. Einfach eine kleine Filmperle mit einem tollen Drehbuch und Soundtrack. Hat mir insgesamt besser gefallen als "Little Miss Sunshine".

jon's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Dirty Harry (2008-03-21 20:07:33)

Hat mir insgesamt besser gefallen als "Little Miss Sunshine".


Jooooh... Meiner Meinung nach hat Little Miss Sunshine eine Spur mehr Substanz.

El Chupanebrey's Wertung: 6.0 Sterne

Der Reiman-Sprössling liefert hier endlich die tolle Regiearbeit ab, die er uns mit seinem "Thank You For Smoking" doch etwas schuldig geblieben ist.
Es ist wirklich ein gelungener Film herausgekommen; mit sehr sympathischen und vor allem auch realistischen Charakteren. Die Geschichte ist mal zum Schreien komisch, mal stimmt sie einem nachdenklich und dann ist sie einfach auch rührend und schön (trotz der schwierigen Thematik).

Die Dialoge kommen wie aus der Pistole geschossen, sind häufig recht krude aber auch sehr treffend. Hier liegt dann auch der halbe Sternli-Abzug. Die 16-jährige Mutter kommt teilweise etwas zu abgebrüht und cool rüber, weil sie einfach (fast) für jede Situation einen Spruch parat hat. Das kratzt bei einerm insgesamt erstaunlich realistischen Film etwas an der Glaubwürdigkeit. Meine Vermutung: an den Dialogen wurde etwas zu lange herumgefeilt.

Trotzdem: gehört zu den kleinen feinen Film-Highlights des Jahres!!!!

schmoov's Wertung: 5.0 Sterne

Charmant, Ellen Page ist wieder einmal grossartig, voller Witz und Charm, liebenswürdige Figuren, viel Witz und Ironie und Zynik, schnelles Tempo, nicht zu viel Drama sondern perfekt für die Realität, aber manchmal doch zu übertrieben cool und "lässig". Trotzdem eine perfekte und tiefgründige Komödie voller Witz und Pepp! Ausserdem hat der FIlm auch einen eigenen Stil.

fearing is believing's Wertung: 5.0 Sterne

Das Thema Teenager-Schwangerschaften ist ernst, und man sollte sich darüber nicht lustig machen. Soweit gehe ich mit CodyMaverick einig. Hätte er den Film gesehen, so hätte er wohl auch festgestellt, dass die Filmemacher dies erkannt haben. An keiner Stelle machen sie sich über schwangere Teenager lustig. Im Gegenteil! Angenehm ist, dass im Film nicht mit der Moralkeule geschwungen wird. Der Film zeigt auf, dass die Welt nicht zusammenbrechen muss, wenn eine Teenager-Frau schwanger wird und sie und ihre ganze Umgebung mindestens im ersten Moment dadurch überfordert werden. Schön finde ich es, dass in diesem Film auch die dritte Möglichkeit neben Schwangerschaftsabbruch und früher Mutterschaft mit damit meist verbundenem Verzicht auf Ausbildung, Jugend und Karriere gezeigt wird und dieser gar ein Denkmal errichtet wird: Adoption. Es ist nicht jederfrau Sache, ein Kind auszutragen, mit allen Unannehmlichkeiten und gesundheitlichen Beeinträchtigungen, und dann dieses frei zu geben, in der Hoffnung, diesem damit Zukunftsmöglichkeiten zu eröffnen, welche selbst nicht geboten werden können. Es ist auch nicht einfach für Menschen, ein fremdes Kind, von dem sie kaum ahnen können, wie es sich entwickeln wird, als ihr eigenes anzunehmen und diesem in sozialer Weise Mutter und Vater zu sein. Diese Schwierigkeiten, sowohl auf seiten der jungen leiblichen Mutter wie auch der potentiellen Adoptiveltern, werden im Film wunderbar aufgezeichnet. Auch die weiteren Fragen und Probleme, die sich im Zusammenhang mit der Schwangerschaft einer 16-jährigen stellen, werden eindrücklich und liebevoll dargestellt. Der Film zeigt auch, wie ein Teenager und auch seine Eltern innerlich wachsen und reifen können. Dass dies mit Witz geschieht, macht den Film noch ein Stück wertvoller.

Granunaile's Wertung: 6.0 Sterne

Ein kleines Meisterwerk: zutiefst menschlich, optimistisch, ausgewogen, mit feinem, purem und charmantem Dialog. Auch erwähnenswert scheinen mir das Hamburger-Telefon und das Fauteuil auf der Wiese :d

TheGodfather's Wertung: 6.0 Sterne

juno ist ein meiner meinung nach sehr gelungener film über das thema "teenie-schwangerschaft". man macht sich nicht über das thema lustig und versucht auch nicht den moralapostel zu spielen. der film wirkte auf mich sehr natürlich, optimistisch und mit einer prise humor versehen.
ellen page spielt juno fantastisch, man könnte meinen ihr sei die rolle auf dem leib geschrieben worden.
irgendwie fehlte aber noch das "gewisse etwas", deshalb nur 5 punkte.

splendora's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat schmoov (2008-03-22 14:20:54)

Die Dialoge kommen wie aus der Pistole geschossen, sind häufig recht krude aber auch sehr treffend. Hier liegt dann auch der halbe Sternli-Abzug. Die 16-jährige Mutter kommt teilweise etwas zu abgebrüht und cool rüber, weil sie einfach (fast) für jede Situation einen Spruch parat hat. Das kratzt bei einerm insgesamt erstaunlich realistischen Film etwas an der Glaubwürdigkeit. Meine Vermutung: an den Dialogen wurde etwas zu lange herumgefeilt.

Zwar möchte ich deswegen nicht unbedingt Sternchen bei der Bewertung abziehen, aber ich störe mich amigs auch ein bisschen daran, wenn in einem Film/in einer Serie die Leute derart abgedreht und gewitzt sprechen, dass es ganz deutlich nicht mehr realistisch ist. So schlagfertig und wortgewandt spricht einfach niemand. Aber es ist trotzdem saukomisch. Mein Lieblingsspruch war ja: "They call me the cautionary whale." :d

Neben der wirklich tollen Ellen Page muss man aber auch Garner und Bateman loben. Erst findet man die kontrollbesessene werdende Adoptivmutter ziemlich unheimlich und nervig, aber letztlich erweist sie sich als viel interessantere Figur als ihr scheinbar so cooler Ehemann. Die beiden spielen hier gegen ihre typischen Rollentypen an, und das hat den Film - natürlich zusammen mit den anderen Figuren im Film und der super (wenn auch teilweise etwas schrägen) Musik - für mich wunderbar abgerundet.

pps' Wertung: 5.0 Sterne

Ich ging heute nochmals ins Kino, um mir Juno nochmals anzusehen. Ich empfehle jedem, den Film zweimal zu sehen. Beim zweiten Mal fallen viele Feinheiten auf, ausserdem wird man sich noch mehr der Genialität des Drehbuchs und des Spiels von Ellen Page bewusst.
Ich gebe dem Film jetzt 6 Sterne, nicht mehr 5,5.
Fazit: Juno überzeugt beim zweiten Schauen fast noch mehr als beim ersten Mal, der Film hat jede einzelne Oscarnomination verdient.

El Chupanebrey's Wertung: 6.0 Sterne

Zitat psg (2008-03-20 22:54:33)

Wenn jetzt nicht endlich einer die Wertung von CodyMaverick löscht, werde ich noch wütend! Der Typ hat wohl nicht mal 10 Sekunden des Filmes gesehen und es ist jedenfalls sowas von unfair dem Film 0 Sterne zu geben. :!


*MitNachdruckdaraufverweis*

El Chupanebrey's Wertung: 6.0 Sterne

Unglaublich amüsanter movie! Obwohl Juno das Kind nicht behalten hat, endet der Film mit einem "Happy End", was mich sehr erleichtert hat!;)

beethoven44's Wertung: 6.0 Sterne

Zitat Granunaile (2008-03-25 07:36:43)

Adoption. Es ist nicht jederfrau Sache, ein Kind auszutragen, mit allen Unannehmlichkeiten und gesundheitlichen Beeinträchtigungen, und dann dieses frei zu geben, in der Hoffnung, diesem damit Zukunftsmöglichkeiten zu eröffnen, welche selbst nicht geboten werden können. Es ist auch nicht einfach für Menschen, ein fremdes Kind, von dem sie kaum ahnen können, wie es sich entwickeln wird, als ihr eigenes anzunehmen und diesem in sozialer Weise Mutter und Vater zu sein. Diese Schwierigkeiten, sowohl auf seiten der jungen leiblichen Mutter wie auch der potentiellen Adoptiveltern, werden im Film wunderbar aufgezeichnet.

Ich bin anderer Meinung, genau diese Schwierigkeiten werden meines Erachtens ziemlich oberflächlich behandelt. Und das ist auch das, was mich an Juno etwas irritiert hat. Zwar ist der positive Ansatz dieses Films ohne Moralkeule wirklich sehr erfreulich, die Dialoge witzig - mein Highlight ist die Szene beim Ultraschall - und der Film ein hübsches Feel Good Movie mit toller Musik. Aber

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dass die Sechzehnjährige sich so mir nichts dir nichts entscheidet, das Kind zur Adoption freizugeben und das während der neun Schwangerschaftsmonate kein einziges Mal wirklich ernsthaft überdenkt (sie zweifelt höchstens, ob sie die richtigen Eltern für ihr Kind ausgesucht hat), es dann auch wirklich tut und ihr Leben wieder unbeschwert weiterlebt, fand ich dann schon fast zu positiv. Nicht, dass es ein Problemfilm hätte werden sollen oder dass ich das moralisch irgendwie verwerflich fände,

aber mir scheint das einfach etwas zu blauäugig.

ema's Wertung: 4.0 Sterne

Ich denke, der Film zeigt schön auf, dass Adoption eine vernünftige Lösung sein kann. Ob das jetzt der Figur entspricht (und wie es das tut!) oder nicht, ist meiner Meinung nach Nebensache.

El Chupanebrey's Wertung: 6.0 Sterne

Das habe ich vorhin auf Filmstarts.de gelesen:

Es gibt wenig, das man "Juno" vorwerfen könnte. Allerdings gibt es ein Haar in der (deutschen) Suppe: Die deutsche Übersetzung und Synchronisation hinterlässt nicht immer den glücklichsten Eindruck. So lässt das Timing an manchen Stellen arg zu wünschen übrig und so manche Pointe verpufft im Ansatz. Wer also die Gelegenheit bekommt, sollte sich "Juno" unbedingt in der englischsprachigen Originalfassung anschauen und darf zu unserer Wertung dann mindestens noch einen Punkt hinzu addieren.

:o

Hätte nicht gedacht, dass die Pressevisionierungen in Deutschland synchronisiert laufen...

sj's Wertung: 4.0 Sterne


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