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Beitrag The Other Boleyn Girl

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The Other Boleyn Girl oder: Zickenkrieg um Henry - Wer soll dein Herzblatt sein?


Mit historischen Romanen und Filmen ist es so eine Sache. Oft sind sie entweder historisch weitgehend korrekt, dafür aber langweilig, oder sie sind spannend erzählt, voller Intrigen und Gefühl, nehmen es aber mit den tatsächlichen historischen Ereignissen nicht ganz so genau. Ganz entsprechend der Bestseller-Romanvorlage von Philippa Gregory aus dem Jahr 2001 gehört The Other Boleyn Girl zweifellos zur letztgenannten Kategorie. Historisch wichtige Ereignisse werden aus der Sicht der wenig bekannten Mary Boleyn erzählt, wobei sich das Erzählte einige Freiheiten erlaubt und ein deutlicher Schwerpunkt auf das Privat- und Liebesleben der Personen gelegt wird. Politisches wird hingegen eher zur Nebensache bzw. eben das Privatleben wird zum eigentlichen Politikum. Im Film fällt das besonders auf, wenn bei unheilschwangerer Musik Reiter auf wichtiger Mission durchs Bild brettern, aber nicht wie in anderen Kostümdramen wichtige Botschaften überliefert werden müssen oder zu Schlachten aufgebrochen wird, sondern lediglich eine zukünftige Geliebte zum König gelangen soll. Das kann teilweise etwas übertrieben wirken, wenn aber etwa das Sexualleben des Königs als Staatsangelegenheit behandelt und besprochen wird, betont das deutlich die Absurdität der Welt, in der sich die weiblichen Hauptfiguren im Film zurecht finden müssen.

Die beiden jungen Hauptdarstellerinnen haben den Film fast vollständig auf ihren Schultern zu tragen, und sie machen gleichzeitig die Stärke und Schwäche des Filmes aus. Scarlett Johansson ist die blonde Unschuld mit Herz, dabei wird aber so sehr versucht, sie als sympathisch und gutmütig zu zeigen, dass sie ziemlich blass wirkt und ausser schüchternen Blicken und Tränen leider nur wenig zeigen darf. Natalie Portman spielt zwar die weit unsympathischere der beiden Schwestern, wirkt aber durch ihr berechnendes Handeln, ihre Rachegelüste und ihre Verzweiflung viel interessanter. Besonders gegen Ende, wo Anne Boleyns Situation immer prekärer wird und sie mit immer drastischeren Massnahmen versucht, ihre Position halten zu können, beginnt einem die Figur trotz ihrer schlechten Taten sogar leid zu tun. Eric Bana (Troy) wird dabei als König zur reinen Nebenfigur und ist im Film etwa so wenig zu sehen wie der Schauspieler selbst, der in den pompösen Kostümen zu versinken droht. Dies ist aber durchaus passend und wohl auch Absicht des Filmes, und nicht zufällig erweisen sich sämtliche politisch schwerwiegenden Entscheidungen (Loslösung von der katholischen Kirche, Gründung der Anglikanischen Kirche) als Ideen von Anne Boleyn. Denn auch wenn die Männer scheinbar die Macht haben, sind es letztlich doch die Frauen, welche die wichtigen Taten vollbringen und dementsprechend die Männer auf ihre Plätze verweisen.

Wen besagter Mangel an historischer Genauigkeit stören könnte, wird am Film wohl weniger Freude haben. Wer aber keine Geschichtslektion erwartet und einfach schöne Menschen in noch schöneren Kostümen und vor allem interessante Frauenfiguren sehen will, wird am Ränkespiel um die Boleyn-Schwestern bestimmt Gefallen finden. Nach anfänglichen kleineren Durchhängern und Längen spitzt sich Geschehen nämlich zu einem fulminanten Finale zu, welches das Publikum durchaus zu fesseln vermag.

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pps' Wertung: 4 Sterne

Spannendes Historien-Drama mit imposanten Kostümen und grandiosen Darstellern!

Die Charakteren wurden unheimlich authentisch verkörpert, natürlich allen voran die drei Hauptdarsteller! Ob sich dahinter jetzt geschichtliches verbergen mag oder nicht - dieser Film ist Unterhaltung pur!

lutzefutz's Wertung: 5.0 Sterne

Die Schwester der Königin (The Other Boleyn Girl)

Ich habe den Film so eben gesehen und der Kinobesuch hat sich wirklich mehr als gelohnt ;) Was für ein beeindruckendes Historiendrama, die Darsteller sind wirklich klasse, besonders Natalie Portman konnte wieder mal beweisen das sie nicht nur eine verdammt hübsche sondern auch eine sehr talentierte Schauspielerin ist, sie hat mich von dem gesamten Cast am meisten überzeugt.
Scarlett Johansson hat mir auch sehr gut gefallen, auch wenn sie nicht an Natalie Portman herankommt, von den Schwestern war sie dennoch die liebenswürdigste, Eric Bana wirkte ein wenig blass, was bestimmt auch an seiner Rolle lag, als König Heinrich VIII, der immer wieder die Frauen wechselt und sich offenbar nicht entscheiden konnte, war er mir nicht sehr sympatisch.
Ansonsten fand ich Jim Sturgess als George (Bruder der beiden Schwestern) echt toll :) nur schade das er so selten zu sehen war.

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am meisten berührt hat mich die Szene zwischen ihm und seiner Schwester Anne, sie wollte nicht das der König von ihrer Fehlgeburt erfährt und es vertuschen, indem sie von einem anderen Mann ein weiteres Kind bekommt, als Bruder und Schwester fast miteinander schlafen wollen, bringen sie es doch nicht übers Herz, und Anne beschloss dem König die Wahrheit zu sagen, das sie das Kind verloren hatte,
nur dummerweise wurden sie dabei von George Ehefrau Jane Parker (die er nicht liebte) beobachtet, was zu einer regelrechten Tragödie führte.


Der Film fängt mit einer sehr schönen Szene an als die die 3 Boleyn Geschwister über die Wiese laufen und zusammen spielen. Dies sollte dem Zuschauer zeigen wie unzertrennlich Mary, Anne und George seit ihrer Kindheit sind.
Die beiden Boylen Schwestern könnten unterschiedlicher kaum sein, Anne ist sehr selbstsicher, egoistisch und machtbesessen, während Mary mehr als die ruhige, gutmütige und vernünftige Schwester gilt.
Anfangs ist einem Anne noch recht unsympatisch, sie hintergeht ihre Schwester Mary

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und spannt ihr den König aus, man kann ihre Beweggründe teilsweise auch nachvollziehen, denn zum einen sollte Anne mit dem König verheiratet werden (so der Plan ihres Vaters) doch dieser hatte schon bald ein Auge auf Mary geworfen und zum anderen hat ihre Schwester Mary ihrem Vater verraten das Anne sich auf eine heimliche Heirat mit Henry Percy einliess, und daraufhin wurde sie nach Frankreich geschickt, sie hat sich von ihrer Schwester zutiefst verraten gefühlt, und wollte sich nach ihrer Rückkehr rächen in dem sie den König für sich gewinnt. Doch anders als Mary, die sich dem König sofort hingab, wollte sie den Thron und verlangte von dem König das er seine noch Ehefrau Katharina von Aragon aus dem Königreich verbannt, sie wollte immer mehr und mehr, trotz allem empfindet man starkes Mitgefühl für Anne, denn obgleich, wie skrupellos sie sein mag, aber tief in ihrem Inneren war sie sehr verletzlich. Aber man hatte auch Mitleid mit Mary, denn als sie hochschwanger in ihrem Bett lag und den gemeinsamen Sohn zur Welt brachte war der König nur interessiert daran sich mit Anne zu vergnügen, das fand ich schon sehr hinterhältig.
Das Ende war sehr emotional und dramatisch, da musste ich schon sehr heulen, als Anne wegen angeblicher Inzucht mit ihrem Bruder George für schuldig erklärt und enthauptet wurde genau wie ihr Bruder. Einfach nur traurig :( das schlimmste ist das die zwei für etwas bestraft wurden was sie gar nicht getan haben.

Ein sehr schöner Film (nach einer wahren Begebenheit) der wirklich zum nachdenken anregt.

10 / 10

[Editiert von melbone am 2008-03-07 01:08:51]

[Editiert von melbone am 2008-04-01 13:20:14]

melbone's Wertung: 6.0 Sterne

Super Schauspieler, Grossartige Kostüme, Wunderschöne Bilder und ein Film der trotzdem schon fast schlecht ist

kiri's Wertung: 4.0 Sterne

Netter Film, der eigentlich bekannte Klischees und Strukturen übernimmt, aber doch noch interessant wirkt. The Other Boleyn Girl ist zudem gut gefilmt und (teilweise) gut gespielt (Eric Bana war jetzt nicht der grosse Hit).
Insgesamt ein Streifen, den man nicht als Geschichtsfilm sehen sollte, sonst stört man sich ab den vielen Ungereimtheiten.

[Editiert von El Chupanebrey am 2009-02-19 12:19:53]

El Chupanebrey's Wertung: 3.0 Sterne


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