Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag ¿Te acuerdas de Lake Tahoe?
¿Te acuerdas de Lake Tahoe? oder: 24 Stunden mit Juan Die Geschichte kommt ein bisschen zäh ins Rollen, es geht eine Weile bis es einen ersten verbalen Austausch zwischen Juan und dem alten Werkstattbesitzer gibt. Aber dann kommt der Arthouse-Kinogänger nach und nach auf seine Kosten: Beim zweitmaligen Besuch bei Don Heber, wird Juan Sica, der Boxerhund, für einen Spaziergang anvertraut. Nach der ersten Runde oder vielmehr Hetzerei rund um den Block, verliert Juan die Kontrolle über Sica, der wie im Nichts verschwindet. Als er am Spätnachmittag mit geflickter Karre wieder bei dem Alten aufkreuzt, begeben sie sich gemeinsam auf die Suche nach Sica und es stellt sich dann so eine Komplizenschaft zwischen den beiden ein - verstärkt durch die jüngsten Geschehnisse: Verlust, Loslassen und trotz allem den Kopf nicht hängen lassen. Lake Tahoe ist wirklich wunderbar reich an kleinen und grösseren Anektoten, um die es schade wäre, wenn sie bereits jetzt schon alle preisgegeben würden. Erstere fehlende Hintergrundinformationen werden stückchenweise geliefert und tragen zu einem schönen und unspektaktulären Filmende bei, welches dem Film viel Glaubwürdigkeit verschafft. Und doch gab es etwas Wesentliches, dass vor allem am Anfang des Films stark gefehlt und irritiert hat: die Musik! Vielleicht werden wir aber heutzutage im Kino auch immer mehr mit der Musik manipuliert... Der Film wirkt einfach in seinen Bildern, seinen anfänglich spärlichen Dialogen und mit dem vermehrt kurzen Ausblenden von Szenen, die dann im "Schwarz" weiterspielen, um den Geschehnissen dadurch noch mehr Nachdruck zu verleihen. Dies ist wohl der gewünschte Effekt des Regisseurs Fernando Eimbcke, der seinen ersten Langzeit-Spielfilm am Wettbewerb um den Golden Bären an der Berlinale 2008 zeigen durfte. |

