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Beitrag The Thirteenth Floor

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The Thirteenth Floor oder: to be or not to be


Der trockene Satz "Ich denke also bin ich" eröffnet 13th Floor und fasst eigentlich alles zusammen, was 13th Floor auszeichnet. Entstanden ist er im Jahre 1999, dem Jahr der skurrilen Sci-Fi Filme, wo auch Matrix oder eXistenZ in den Kinos anliefen. Trotz der guten Geschichte und dem guten Szenario erhielt 13th Floor jedoch recht wenig Beachtung und blieb nicht nur an den Kinokassen im Schatten von Matrix.

Im Gegensatz zu seinen eher actionlastigen Pendants eXistenZ oder Matrix folgt 13th Floor den Pfaden von Dark City und liefert eine gemächliche Detektivstory ab, die kopflastig und langsam die Wahrheit erkundet. Langsam ist hier das primäre Stichwort, denn lange werden nur sehr wenige Informationen geliefert, was genau es mit der virtuellen Welt auf sich hat und was das alles mit dem Mord zu tun hat. So werden mehrere Handlungsstränge ineinander verwoben, was 13th Floor von Anfang an dicht und trotz der fehlenden Action interessant macht.

Obwohl bei 13th Floor primär ein Mord die Handlungsspirale auslöst, stehen ganz andere Fragen im Mittelpunkt. Was ist eigentlich real, wer definiert was real ist und wie finde ich heraus was real ist? Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Hauptdarsteller, sondern auch mehr und mehr den Zuschauer, da dieser dank der gemütlichen Erzählweise genügend Zeit hat, um über die Informationen nachzudenken. Diese packend-interessante Stimmung kann jedoch nicht aufrechterhalten werden: Etwa dreissig Minuten vor Schluss ist das Pulver verschossen. Ein spannungsgeladenes Finale bleibt aus und es wird nur noch überraschungslos die Handlung abgeschlossen.

Fazit: 13th Floor schafft die Gratwanderung zwischen Sci-Fi-Story und Detektivgeschichte ganz gut und kombiniert geschickt Hightech und Philosophie mit eiskaltem Mord. Das Resultat ist ein Film, der dank vielen Rätseln und einigen grossen Handlungstwists bis kurz vor Schluss den Zuschauer immer wieder überraschen kann. Obwohl das Ende etwas einschläft und nur noch wenig Neues bietet, ist 13th Floor für Sci-Fi-Fans durchaus einen Blick wert. Wer virtuelle Realitäten und das Konzept von Matrix fasziniert, wird sich hier richtig zuhause fühlen. Wer jedoch riesige Spannungsbögen oder Bombastaction erwartet, wird enttäuscht werden.

Das auf der DVD gebotene Bild ist jedoch schlichtweg unbrauchbar und wirkt in keiner Spielminute scharf, geschweige denn sauber. Überbelichtet, schlechte Farben und Schnee sind die Stichworte, die mir einfallen. Das Bonusmaterial fällt hingegen überraschend üppig aus und gibt sehr gute Einblicke in die Special Effekte und wie der Film entstanden ist. Gute Arbeit.

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db's Wertung: 4.5 Sterne


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