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Beitrag Dark City

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Dark City oder: Die Nacht wo die Welt stillstand...


Das Jahr 1998 war das Jahr der bizarren Sci-Filme, die sich um Realitätsverdrehung, Fremddominierung und natürlich Machtlosigkeit drehen. Bei Matrix waren die Menschen in einer digitalen Realität gefangen, bei 13th Floor gab es etwas Ähnliches und in Dark City wird es erst recht bizarr. Während sich die Pendants mehr oder weniger einfach erklären liessen und sehr bald eine eher actionlastige Route einschlugen, bleibt Dark City während der ganzen Spielzeit eine ruhige Detektiv-Story, welche viel Denkarbeit benötigte, um überhaupt der Handlung folgen zu können.

Der Film beginnt mit einem scheusslichen Anfang, bei dem mit einer überflüssigen Einleitung beinahe alle grossen Storytwists verraten werden. Dies wurde anscheinend - wie bei den frühen Versionen von Blade Runner - benötigt, damit der amerikanischen 08/15 Zuschauer überhaupt den Einstieg findet. Jedenfalls wurde das so auf Wunsch des Studios so eingefügt. Doch selbst mit dem Spoilerintro tappt der Zuschauer, wie auch Hauptdarsteller John Murdock, lange im Dunkeln. Nur sehr langsam werden Informationen hineingeflochten, worum es in Dark City geht, warum es immer Nacht ist und warum Murdock mit dem Geist Dinge verändern kann. Deshalb benötigt es sehr viel Geduld und ist sicher nicht für Fans der schnellen und leichten Filmkost geeignet.

Dark City ist der Folgefilm von The Crow und wie sein Vorgänger kommt er - wie der Name schon sagt - sehr düster daher und präsentiert die Welt der Zukunft als sehr kaputte und einengende Version. Diese düstere und dichte Atmosphäre, bleiche, unbekannte Gestalten, welche scheinbar aus dem Nichts auftauchten, viele bizarre Bilder, welche lange Zeit ihre Erklärung schuldig bleiben und ein Hauptdarsteller, der immer mehr in Bedrängnis gerät, fügen sich zu einer intensiven Mischung zusammen, die absolut packt. Eine riesige Spannung kann Dark City jedoch trotz der guten Kameraführung während der ganzen Spielzeit kaum entwickeln, denn wie auch Blade Runner kommt Dark City nur sehr träge voran und bleibt sehr dialog- und kopflastig.

Fazit: Dark City hatte es schwer an den Kinokassen, mauserte sich aber über die Zeit bei der eingeschworenen Fangemeinde zum Kultfilm. Jedoch ist Dark City bei weitem keine leichte Kost, und trotz des Spoilerintros kriegt man wohl erst beim zweiten Mal schauen alle Wendungen mit. Dennoch, dank dichter Handlung, ausgezeichneten Schauspielern und einer perfekt ausgearbeiteten Welt überzeugt Dark City absolut, und mit der sehr gut inszenierten Noir-Detektiv-Story wird geschickt an das eigentliche Geheimnis der dunklen Stadt herangeführt. Wer sich darauf einlässt, erhält dichte Sci-Fi-Kost vom feinsten, die man nur selten findet. Obwohl das Ende etwas zu positiv ausgefallen ist, bleibt man noch lange an der Story hängen.

Die DVD hält sich dezent zurück und bietet den Film in kontrastarmer, schneereicher Qualität mit sehr mattem und schlechtem Ton, was den Filmgenuss nicht gerade fördert. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf sehr kurze Interviews und ein "Making of", welches primär ein B-Roll ist, also Aufnahmen, die während den Dreharbeiten entstanden sind. Mehr informationen werden keine geboten. Schade, da hätte viel mehr daraus gemacht werden können.

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db's Wertung: 5 Sterne

"She knows nothing, Mr. Hand."

Der Film, ohne den es keine Matrix gäbe (Matrix ist übrigens aus dem Jahr 1999, nicht 1998). Als, ich damals ins Kino sass, hatte ich keine Ahnung, was das für ein Film war (ich wollte eigentlich was ganz anderes sehen. Aber das Kino war voll).

Genial gemacht, wie die Leute immer neue 'Rollen' bekommen und es niemandem auffällt, dass es immer Nacht ist :)

Und dann natürlich: "You heard of a place called Shell Beach?"

Ganz grosses Kino!

Markus' Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Markus (2008-02-15 13:57:10)

Der Film, ohne den es keine Matrix gäbe (Matrix ist übrigens aus dem Jahr 1999, nicht 1998). Als, ich damals ins Kino sass, hatte ich keine Ahnung, was das für ein Film war (ich wollte eigentlich was ganz anderes sehen. Aber das Kino war voll).


Stimmt, aber Matrix wurde paralles und sogar teilweise mit den gleichen Sets von Dark City gedreht. Er kam wohl nur später in die Kinos, weil die Produktion mit den Special Effects länger dauerte.

db's Wertung: 5.0 Sterne

ein wircklich atmosphärischer film der villeicht ein bisschen im fahrwasser von matrix fährt, dessen story aber in eine ganz andere richtung geht. ich seh mir den film immer wieder gerne an. filme dieser machart sind einfach zu selten.

dreammaster's Wertung: 5.0 Sterne

der hat mir damals im kino wirklich gut gefallen. tolle stimmung, intelligenter film.

pb's Wertung: 4.0 Sterne

Dark City wird neu aufgelegt!

Blade Runner hat es vorgemacht, manchmal kann es einem Film sehr gut tun, wenn er etwas abgestaubt wird und mit den neusten Technologien überarbeitet wird. Dies hat man auch mit Dark City vor, der in Sachen CGI doch sehr am Anschlag ist.

David Goyer, der das Script geliefert hat für Dark City hat in einem Interview ein grosses Update darüber gegeben:

Über den Film:

It's coming out fairly soon [and will] probably have limited theatrical, but Im not sure. I have seen almost all of it and I took part in an over hour long making-of.

Ausserdem wird doch etwas mehr geboten als nur verbesserte CGI:

[They re-did] the score and the cuts a little longer, all of the parties involved did fairly lenghtly interviews with us, they'll be incluced on there.

Klingt doch gut.

bloody-disgusting.com

db's Wertung: 5.0 Sterne


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