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Elegy oder: Schöner Geist meets schönen Körper


Elegy ist eine Verfilmung basierend auf Philip Roths Roman Roman The Dying Animal aus dem Jahre 2001. Der Film dürfte den Nerv all jener treffen, die sich entweder in Kepeshs Liga befinden (eher nicht so viele) oder derjenigen von Consuela (eher noch weniger). Nichtsdestotrotz stimmt die Chemie der Protagonisten diesmal, im Gegensatz zur anderen Roth-Verfilmung The Human Stain mit Anthony Hopkins und Nicole Kidman.

In Elegy geht es ums Alter, um die Selbstbestätigung und um das Übergebildetsein. Dennis Hopper als George bringt es sehr deutlich auf den Punkt, wenn er zu Kepesh sagt: "Stop worrying about growing old and think about growing up." Kepesh hat stehts die richtigen, weisen Anworten im Umgang mit Consuela und er schweigt, wenn er schweigen muss. Und trotzdem ist er überfordert mit der Frage, ob er mit Consuela nun eine langfristige Beziehung planen soll, was mit einem Altersunterschied von rund 30 Jahren doch recht eigennützig wäre.

Kingsley und Cruz geben einen sehr authentischen und ausgeglichenen Eindruck und legen eine reife Performance ab, und auch Hopper spielt mit seinen trockenen Kommentaren exzellent. Einen gelungen Subplot liefert Peter Sarsgaard als Sohnemann, welcher seinem Vater bis heute den Rückzug aus der Familie nicht verziehen hat.

Leider sackt der Film gegen Schluss zusammen, Consuelas Rückkehr ist untertrieben gesagt ziemlich unoriginell, und die darauf folgenden Reaktionen rufen ein paar Kopfkratzer hervor. Dennoch gibt der Film einen Eindruck einer nicht uninteressanten Thematik, eine dezent gestreute Prise Humor lockert ab und zu auf, und die brillianten Leistungen der Akteure geben dem Streifen eine solide Basis.

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neh's Wertung: 3.5 Sterne

Die Schauspieler drücken in einer authentischen Weise auch ihr inneres Geschehen ohne viel Worte aus. Zuerst lässt der Inhalt oberflächlich die klischeehafte Attraktion weiblicher Schönheit und männlichen Geistes vermuten, die aber durch die Aussagekraft der dargestellten Personen doch in eine tiefere seelische Auseinandersetzung münden. Eskalationshafte Auseinandersetzungen werden nicht gezeigt, dennoch heftige adäquate Gefühlsbewegungen, erwachsen undramatisch präsentiert. Spannungsreich offengelassen, wie die Annäherungsprozesse, wie Versöhnung bei jedem abgelaufen sind. Bietet diese Provokation beim Zuschauer, dazu die eigenen Überlegungen zu machen.
Der letzte Teil kommt etwas zu kurz an, lässt aber nicht minder durch die empfundene Lücke durch die eigenen Gedanken schliessen.
Im Gegensatz zur Kritik, scheint mir der Grund weniger wichtig, weswegen die beiden sich wieder getroffen haben. Die Aufforderung zur eigenen Auseinandersetzung mit der Botschaft des Filmes sehe ich eher in der Aufhebung des Altersunterschiedes dadurch, dass die Nähe des Todes eventuell oder die Einbusse der Attraktion, beide nicht nur näher rückt, sondern auch ihre Gefühlswelt auf einer tieferen oder weiteren Ebene in Resonanz bringen lassen kann und auch konnte.
Welche Wege führen zu einer tieferen Verbundenheit? Obwohl beiläufig und beinahe nebensächlich, die blonde Geliebte eine Rolle spielt, ebenfalls attraktiv, erstaunlich gefasst und erwachsen in ihrer Position, färbt dies die ganze Beziehung der Hauptdarsteller aussagekräftig ein. Obwohl ein Drama, so dennoch leicht bekömmlich wie anregend über viele Themen nachzuspüren und zu nachzudenken.
Tabita

Tabita's Wertung: 5.0 Sterne


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