Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Max & Co.
Max & Co. oder: Soviel Geld für so wenig Film Das ist er nun also. Der teuerste Schweizer Film aller Zeiten. Über die Hintergründe zum 18 Millionen Euro-Projekt wurde allerorts schon geschrieben. Wie der Verleih, der US-Major Disney, die Vorführung auf der Piazza Grande in Locarno verhindert hat. Wo der Produzent Robert Boner überall eine Kinoauswertung plant. Wie das Bundesamt für Kultur über den eigenen Schatten sprang, und etwas mehr Geld als sonst üblich locker machte. Und nicht zuletzt allerlei Portraits über die beiden sympathischen Zwillinge Samuel und Fréderic Guillaume, die eine still gelegte Tetrapac-Fabrik im Welschland zum Animationsstudio umfunktionierten. Der eigentliche Film ging in all diesen Berichten ein bisschen unter. Nur zwischen den Zeilen spürte man eine leise Enttäuschung über das finale Werk. Das mag an der Verwöhnung durch die amerikanischen und britischen Genregenossen liegen, die schnell als Vergleich herbeigezogen werden. Aber ganz so schlecht, wie der Film im Vorfeld bereits gemacht wurde, ist er nicht. Nur schon der Plan einen Stop-Motion-Film in der Schweiz herzustellen verdient Hochachtung. An Ideen mangelte es den Machern nicht. So spielt Max ein Bigoude genannten Instrument, halb Stromgitarre, halb Akkordeon und die Landschaft, in welcher der Film spielt ist ganz klar von der Gegend inspiriert, wo der Film entstand (Rund um Romont). Man zitiert auch die ganz Grossen. Zwei Zwillinge erinnern an Kubricks The Shining. Jeder Flug vor dem Vollmond ruft Steven Spielbergs E.T. ins Gedächtnis. Doch auch Undergroundhelden wie Howard Sterns Fartman können bei genauem Hinschauen erspäht werden. Doch man darf keine Gagdichte à la Pixar erwarten. Dass der Film ursprünglich eine kürzere Laufdauer haben sollte, ist ihm anzumerken. Drei lustige Fliegen (in der Schweizerdeutschen Fassung mit italienischem Akzent sprechend, wie die "Bräme" über dem Gotthard aus dem Evergreen der Geschwister Schmid) könnten für einen eigenen Kurzfilm stehen. Dem Film fehlt ein ganz grosser Spannungsbogen, der den Zuschauer von Anfang bis Ende mitfiebern lässt. Die Schweizerdeutsche Synchronfassung ist hingegen auch im Vergleich mit dem französischen Original sehr gelungen. Beim luftibussigen Lebensmann Rodolfo hat man sogar das Gefühl, die Guillaumes hätten immer schon Gilles Tschudi im Visier gehabt, als sie die Figur kreiert haben. So perfekt passen Stimme und Gestus zum Basler. Natürlich ist es das übliche Dialektgemisch (Max ist sogar Walliser), aber nie denkt man an quäkige Kasperliplatten, auch wenn zwischendurch etwas gar viel Zugeständnisse an die jugendliche Gossensprache gemacht wurden. Ob die Teenies von heute Max und Co. überhaupt sehen wollen, ist zu bezweifeln. Zielgruppentechnisch fällt der Film zwischen Stuhl und Bank. Den ganz Kleinen ist er vielleicht ein bisschen zu "gfürchig" und für die Grossen hat es zuwenig pop- und soziokulturelle Andeutungen. Sehenswert ist er vor allem wegen der Machart. Teile des Sets sind den auch im mehreren Multplexkinos der Schweiz ausgestellt. Eine weitere feine Idee, die nur möglich ist, weil der Film in der Schweiz entstand. |
IMO ein absoluger Guguus, der uns da für 30 Mio Stutz präsentiert wird. Die Figuren haben weder Ausstrahlung, noch Charme und Witz und die Story ist einfach nur zum gähnen. An der Premiere gabs während der ganzen Filmdauer kein einziges Mal Gelächter und das obwohl der halbe Saal voller Kids war. Was gelungen ist, ist die Animation. Sofern man auf die Mischung zwischen Nightmare before Christmas und Wallace and Gromit steht. Das ist dann aber auch schon alles, das zu gefallen weiss. Dis Stimmen sind in Ordnung, aber warum man für die Hauptperson einen Walliser genommen hat, ist komisch. Da geht viel Sprachwitz verloren und selbst die Kleinsten verstehen das nicht, was der Max da nun brabbelt. Hätten sie es beim anfänglich geplanten 20-Minuten-Film belassen, würde er am Fantoche in Baden Preise abräumen. So ists viel zu lang, zu lahm und zu langweilig. Leider. |
Enttäuschend...von den 30 Millionen hätte man lieber noch was in einen Script Doctor investiert... |
Der Film ist in den Charts auf Rang 18 (!!) eingestiegen. Ein wahrer Flop. |
Zitat Kleinreport
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Hm, bad News. Dann wird es wohl weiterhin keine grossen Budgets mehr für Schweizer Filme geben, wenn die Studios gleich Angst haben müssen Konkurs zu machen. Schade. |
Klar, Lebenstraum von den Typen ist zerstört, aber 's war ja auch ein grössenwahnsinniges Projekt. Konkurs war abzusehen. |
Ich sags zwar nur ungern aber der Film ist so was von langweilig, das ich die neigung hatte um ein zu schlafen ( um 14.00 Uhr...). Ich habe ja probiert um den Film auch nur ein wenig interessant zu finden, doch schon nach der Anfangssequenz ist es ab zu sehen wie der Film aus geht. Zu dem kommt noch erschwärend hinzu, das weder Witz noch Charme im Film zu finden ist. |

