Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag No Reservations
No Reservations oder: Da wird man nicht satt Wenn Hollywood nichts mehr einfällt, machen sie Remakes. Inzwischen schon von deutschen Filmen, wie Bella Martha, das mit Catherine Zeta-Jones in der Hauptrolle nun als No Reservations daherkommt und uns zeigen will, wie sich eine verbohrte Köchin ohne Privatleben mit neuen Lebenssituationen abfinden muss. In Amerika wurde mit diesem Film fast 45 Millionen Dollar eingespielt und auch hierzulande war diese Komödie über Essen, Liebe und das Kochen anständig erfolgreich. Die Geschichte der von Catherine Zeta-Jones anfänglich unsympathisch dargestellten Frau, die den Schritt ins Privatleben erst dann machen kann, als in der Küche ein Sunnyboy auftaucht und sie ihre Nichte bei sich aufnehmen muss, ist einfach erzählt, bietet keinerlei Überraschungen und läuft nach dem üblichen Rom-Com-Motto ab. Die beiden Hauptfiguren finden sich unsympathisch, nähern sich trotzdem, verlieben sich, trennen sich und steuern schnurstracks aufs Happy-End hin. Ein bisschen mehr Einfallsreichtum würde man sich da schon wünschen. Catherine Zeta-Jones sieht unwiderruflich gut aus und kann eigentlich auch artig schauspielern. In No Reservations wird sie allerdings überhaupt nicht gefordert und man wartet dann auch sehnsüchtig auf den Auftritt von Aaron Eckhart, der ein bisschen frischen Wind in die Geschichte bringt. Damit erreicht der Film seinen Höhepunkt, denn die Neckereien der beiden Figuren sind gut gelungen und keck inszeniert. Fazit: No Reservations hat den Anspruch eine Gourmet-Komödie zu sein, entpuppt sich aber als Film, der zwar nett und brav ist, aber niemals über die Stränge schlagen kann. Der Zuschauer erhofft sich eine gehaltvolle, schön inszenierte und verspielte Mahlzeit, kriegt aber filmische Rohkost serviert. Und die ist erst noch nur lauwarm. Auf der erhältlichen DVD ist leider nur ein geringfügig interessantes Making-Of abrufbar, das einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht, die Stars zu Wort kommen lässt, aber so richtig Neues sucht man dabei vergebens. Ton und Bild sind hingegen solide transferiert worden, auch wenn die Boxen im Heimkino keinesfalls überbeansprucht werden. |


