Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Shoot 'Em Up
Shoot 'Em Up oder: Fröhliches Bodycount Spielchen... Was ist storymässig von einem Film mit dem Titel Shoot'em Up zu erwarten? Richtig, eher wenig. Daran hält sich Regisseur Michael Davis dann auch, denn die Geschichte, die er hier verbrät, ist völliger Stumpfsinn. Okay, dann kann man wenigstens einen fulminanten Actionknaller erwarten? Hmjein...nein. Das Problem bei Shoot'em Up ist, dass selbst die voll durchchoreografierten Actionszenen nicht wirklich vom Hocker reissen. Dafür sind sie einfach zu lang, zu unmöglich und oft einfach nur lächerlich - und das dann mehrfach wiederholt, ob auf einem Ölfilm rutschend, aus Flugzeugen springend oder von einem durch Frontalcrash verformten Auto durch die Frontscheibe ins andere springend. Blödsinn hoch drei. Nun mag es sein, dass der ein oder andere es total cool findet, wenn Mr. Smith seine Rüebli als Waffe missbraucht (beim ersten Mal ist's noch "lustig", danach einfach nur noch doof) oder seinem Gerechtigskeitswahn auf der Strasse per Selbstjustiz Genüge tut (haha...). Aber wirklich cool ist dieser Testosteron geschwängerte Waffenfetischisten-Film mit einem Bodycountindex, der jenseits von Gut und Böse liegt, keineswegs. Dafür fehlt es Shoot'em Up an wirklich guten oder knalligen Sprüchen (die verwendeten sind eher peinlich) und wirklich witzigen Einfällen abseits vom "Ich-treff-alles-ihr-trefft-nichts". Während des Bumsens ein Spezialkommando auslöschen (Ms. Bellucci kriegt dabei auch noch ihren Orgasmus...) oder zum wiederholten Mal einer ganzen Armee von Freiberuflern die Seele aus dem Hirn ballern, das reicht nicht. Im Gegenteil. Je länger es geht, desto blöder wird die ganze Sache und jeder neue Schusswechsel lässt das Augen verdrehen aufkommen. Auf der Habenseite steht ein gut aufgelegter Paul Giamatti, der während seinen Mordsessions via Handy von seiner Frau genervt wird. Und sonst? Sonst nichts! Ich mag durchaus Filme mit Ballerpotential, guten Actionmomenten und Spannung. Aber wenn storymässig nichts, aber auch gar nichts da ist, spannungsmässig der Film nach 10 Minuten vorbei ist und die Action einfach aneinandergereiht wird um möglichst schnell möglichst viel Knall, Bumms, Rumms und Leichen zu machen, dann bleibt nur noch Kopfschütteln übrig. Auf der Rückseite der DVD steht in grossen Lettern: "Schnell, mörderisch cool und extrem witzig - sensationell". Der Wahrheit, wie bei sovielen PR-Sprüchen, entspricht nur der erste Teil, nämlich "schnell". Zum Glück ist dieses Schussfestival nach 80 Minuten vorbei. Und langsam, langsam hinterfrage ich auch Clive Owens Rollenwahl...! Extras: Wer am völlig sinnlosen Rummgeballere Gefallen findet und wissen möchte wie das entstanden ist, hat mit der Doku Animatics die Gelegenheit dazu. Sonst darf auch noch dem Audiokommentar vom Regisseur gelauscht werden. Mehr Extras bietet die als Steelbook erhältliche Special Edition mit zwei DVDs. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 23 Beiträge geschrieben.
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Hehe, irgendwie amüsant. Muri erhebt den Film fast zur filmischen Offenbarung, pb dagegen verliert lediglich ein nettes Wort über den Film. Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Ein Film von einem Schmalspurtarantino für Leute für die Tarantino noch zu intellektuell ist, was wohl heisst das ich auch zu denen gehöre, weil ich habe mich köstlich amüsiert. ;) |
Reinsitzen, Hirn ausschalten, Action geniessen, rausgehen. Dafür ist der Film eine Offenbarung. Jawohl! |
ich nenne das kaugummi-unterhaltung: buntes papierchen, schöne farbe, 1 minute lecker, dann nur noch lästig. |
"Eifach öpis!" |
Zitat pb (2008-01-27 09:25:50)
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Zitat farossi (2008-01-27 14:36:28)
ja, fünf minuten... für Monica, nein, dafür sicher nicht. 1 stern gibt es für die frechheit so einen blöden film wirklich auf die beine zu stellen und für paul giamatti. |
Also Shoot 'em up ist etwas vom besten was das Actionkino letztes Jahr zu Stande gebracht hat. Es ist zwar schon einfach Actionszene an Actionszene aneinandergereiht, aber eigentlich macht Davis nichts anderes als John Woo in seinen besten Zeiten. Der ganze Film ist einfach verdammt unterhaltsam und hat einen genialen Soundtrack. Wem Action allein nicht glücklich macht, soll hierum einen grossen Bogen machen. |
Hollywood sollte man langsam verklagen, wegen absoluter ignoration jeglicher physik, realitätsentfremdung, story-"dünnschiss" und wegen der zielosigkeit der bösewichte im film... was die alles blei daneben schiessen mit 1-2 meter entfernung... tragisch |
Zitat Schnibu (2008-01-27 20:17:09)
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ds problem ist, dass der film versucht exrem zynisch zu sein und gerne auch ein bisschen satire auf das ballertum abgeben möchte, aber er erstes ist er nicht und zweites geht ebenfalls daneben. wenn ich hirn abschalten, gute unterhaltung, spass, action und auch noch anständige darsteller will, dann guck ich mir lieber Lethal Weapon oder Die Hard an. |
Zitat farossi (2008-01-27 20:27:31)
Vor allem wär der Film dann nach 5 Minuten schon fertig und das will ja keiner... Also echt, wer bei einem solchen Film auf "Realität" hofft, der kann 90% der Actionfilme vergessen. Der Film heisst ja Shoot em Up und nicht "Shot him after 5 minutes" |
Da lest ihr's. Mittermeier hat's kapiert. |
Zitat muri (2008-01-27 20:33:20)
das ist richtig. doof ist's hier trotzdem [Editiert von pb am 2008-01-27 22:17:25] |
ich glaube pb hat nicht ganz verstanden, was der film soll. der film ist unterhaltung pur. man darf das hirn tatsächlich abschalten aber ich fand den streifen so überzeichnet und ironisch, dass er mir gut gefallen hat. |
Eins ist ganz klar: Wenn ein Film "Shoot 'Em Up" heisst, darf man wirklich keine tiefgründige Handlung erwarten. Und dieser Film hat auch keine. Es geht nur ums Ballern, und das darf es auch sein. Auch finde ich es eigentlich gut gemacht und die Fallschirm-Szene fand ich einen guten Einfall, wenn auch zugegebenermassen übertrieben. Allerdings: Der Grund für das ganze Geballere (warum will man das Baby töten) ist einfach.... zu weit her geholt. Bei einem solchen Film hätte ich mir etwas Einfacheres und Banaleres gewünscht. Hätte mehr dazu gepasst. Eigentlich schade, Potential hätte der Film gehabt (Clive Owen, Paul Giamatti und die Grundidee). |
Zitat Sparrow13 (2008-04-13 18:56:02)
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Zitat El Chupanebrey (2008-04-13 19:18:30)
ihm fehlte der humor - nicht dem film, ergo war er vermutlich nicht bei laune... |
Zitat farossi (2008-04-13 19:24:13)
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Der Film hat überhaupt keine tiefgründige Handlung. Der ganze Streifen ist an den meisten Teilen völlig unlogisch und sollte deshalb nicht zu ernst genommen werden. Wenn man nach einer ausgefeilte Story suchst, welche Logik enthält, ist man bei diesem Film an der falschen Adresse. Das Grundprinzip ist doch ganz einfach: wie füllt man einen Film mit Massen von Actionsequenzen und dann noch mit einer gute Prise Humor (der war grösstenteils auch sehr witzig). Ich muss ehrlich sagen, beide Dinge sind hervorragend gelungen. Action war zu genüge vorhanden und war genial ausgearbeitet. Ich wurde bei der kurzen Länge von 80 Minuten köstlich unterhalten und langweilte mich eigentlich nie (fast nicht möglich bei so vielen Actionszenen). Für Leute, die kein Gefallen gefunden haben können ja auf einen bessern Film im Sequel hoffen. |
Naja, über Humor kann man sich ja streiten, aber ich fand es einfach schade, dass der Humor fast nur von Paul Giamatti's Figur kam und dafür Mr. Smith diesen Part vernachlässigt. Seine Figur redet generell nicht viel, da könnte etwas mehr Humor kommen, wenn er mal was sagt. Ich fand die Verteilung nicht wirklich gut und man hätte meiner Meinung nach wirklich mehr Humor und Selbstironie reinpacken können. Das vorhandene Potential wurde nicht vollständig ausgeschöpft. |
Na ja. Jedem das seine. Gebe dir aber vollkommen recht mit der Humorverteilung. Giamatti hatte sehr, sehr viele Lacher auf seiner Seite. Owen hingegen strotzt nur so vor Coolness, hatte aber auch ab und zu einen witzigen Spruch auf den Lippen. Mir war es aber grundsätzlich gleich, von wem der Humor kam. Hauptsache er war vorhanden und passte wie ich schon gesagt habe recht gut in den Film. |
nachdem ich eher zufällig wanted im kino gesehen hatte, der gemäss muri die aufgeblasene und teure fassung von shoot 'em up sein soll, musste ich natürlich meine neugier stillen und den hochgelobten "grossen bruder" ansehen... vorerst: mir gefiel wanted irgendwie besser (super optik, score und etwas mehr spannung) aber irgendwie war ich am schluss doch etwas enttäuscht, weil ich vielleicht etwas anderes erwartete oder schlichtweg nicht zuerst hätte wanted schauen sollen |


