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Beitrag Death at a Funeral
Death at a Funeral oder: Nix mit still und würdigend Er ist die Stimme von Yoda in Star Wars 3, spricht "Miss Piggy" und hab schon mehrfach bewiesen, dass er gut Regie führen kann. Frank Oz brachte Fantasypuppen in The Dark Crystal zum Leben, machte aus Nicole Kidman eine der Stepford Wives und liess Bowfinger auf uns los. Jetzt hat der Mann mit Bart eine herrlich schwarze, typisch englische Komödie herausgebracht, die so manchen Lachanfall im Kino ausgelöst hat. Death at a Funeral zeigt uns, was bei einer eigentlich ach so simplen Beerdigung so alles schief gehen kann. Die aus dem Sarg fallende Leiche inklusive. Der Film beginnt schon während des Vorspanns den Takt anzugeben. Ein animierter Sarg wird durch die Stadt gefahren und kommt schliesslich am Bestimmungsort an, wo er geöffnet wird und vom Veranstalter der Zeremonie mit einem "Who's this?" abgewatscht wird. Bereits hier legt der Film einen hohen Standard fest, den er (wie schon so viele vor ihm) leider nicht bis am Schluss halten kann. Die verschiedenen Figuren, die Gäste der Beerdigung, werden kurz vorgestellt und bereits auf dem Weg zur Zeremonie gibts einiges zu lachen. Es folgen knapp 90 Minuten englischer Humor, der für "Einsteiger" optimal präsentiert wird. Selten wirds ganz deftig, meist wird kurz vor dem Abdriften in irgendwelche niederen Humorsphären abgeblendet. Das mag für Kenner des englischen (und schwarzen) Humors zeitweise ein bisschen harmlos vorkommen, ist aber für den unvorbelasteten Zuschauer ein riesiges Gaudi. Spätestens dann, wenn der kleinwüchsige Zeremoniengast auftaucht und auch der Zuschauer merkt, was der eigentlich will, ist der Film endgültig lanciert. Schauspielerisch wurde auf britische Gesichter gesetzt. Vereinzelt wird man diese dann auch wieder erkennen. So hat einer bei Severance mitgespielt, während ein anderer in Around the World in 80 Days aufgetreten ist. Der Überstar fehlt glücklicherweise und so darf man Alan Tudyk (3:10 to Yuma, Serenity) oder Peter Dinklage (The Station Agent, Underdog) schon fast als Bekannteste des Casts aufführen. Alle Darsteller gehen in ihren Rollen hervorragend auf. Immer ein bisschen verschroben, nie ganz durchblickend und zu allem Überfluss auch noch mit skurrilem Pech kämpfend, versuchen sich die Figuren durch den Film hangeln, was mehr als eine absolut geniale Szene zur Folge hat. Fazit: Death at a Funeral ist eine erfreulich leichte, lustige und teilweise schön schwarze Komödie geworden, der gegen Ende ein bisschen die Luft ausgeht und die das eingeschlagene Tempo nicht ganz halten kann. Überzeugend besetzt, sympathisch gespielt und mit einer herrlichen Rolle für Alan Tudyk darf dieser Film ohne weiteres auch von denjenigen angeschaut werden, die "schwarzen" Humor bisher als Tabuthema ignoriert haben. Auf den ersten Blick sieht das Bonusmaterial der DVD recht üppig aus. Viele Interviews, die B-Roll oder Produktionsnotizen stehen auf dem Inhaltsverzeichnis. Die entpuppen sich dann aber bald einmal als Texttafeln, viel zu kurze und nichtssagende Aussagen der Beteiligten oder Werbematerial. Einzig die gute alte B-Roll vermag so richtig zu gefallen. Die Interviews sind leider nicht wirklich bahnbrechend und was grundlegend Neues erfährt man leider auch nicht. Aus technischer Sicht macht Death at a Funeral eine sehr gute Falle. Das Bild ist klar und sauber transferiert worden und auch der Ton kommt klar durch die Boxen. Wie meist sind auch auf dieser DVD verschiedene Tonspuren zur Auswahl gegeben. Einmal mehr sei darauf aufmerksam gemacht, dass solche Filme ihr ganzes Potential nur dann abrufen können, wenn sie im Original angeschaut werden. Deutsche Synchronisation in allen Ehren, aber bei einer englischen Komödie darf diese Fassung keine Alternative zum Original sein. |


