Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Meet the Feebles
Meet the Feebles oder: the Mupped Show on speed Mit Bad Taste hat sich Peter Jackson sozusagen über Nacht auf dem internationalen Filmparkett etabliert und sogar in Cannes Auszeichnungen für seinen ersten Funsplatter erhalten. Sein zweiter Film, Meet the Feebles, folgte zwei Jahre später und ist inzwischen zum Kultfilm aufgestiegen. Über den Titel Kultfilm lässt sich diskutieren, undiskutabel ist hingegen, dass Meet the Feebles, wie zuvor Bad Taste, weniger für das breite Publikum geeignet und für viele zu abgefahren ist. Mit Meet the Feebles geht Jackson nach dem ultra-low-Budget Fun-Splatter in eine ganz andere Richtung und liefert als Vorspeise auf Braindead eine bitterböse Muppet-Show Satire ab, welche Aspekte des Showbusiness quer durch den Kakao zieht. Dabei sind die Figuren optisch den Vorlagen der Mupped Show angelehnt, aber damit hören auch die Ähnlichkeiten auf. Der Frosch, zum Beispiel, ist ein heroinsüchtiges Vietnam-Wrack, und Miss Piggy verfällt in eine Fresssucht, sobald sie depressiv wird. Das sind nur zwei Beispiele von einer ganzen Palette gnadenlos überzeichneter Figuren, welche Aspekte des Showbusiness in seinen düsteren Extremen portraitieren. Meet the Feebles beginnt eigentlich ganz harmlos mit der Probe des neuen Auftritts. Jede Szene muss nochmals angeschaut werden und ab da setzt das Rad der Geschehnisse ein. Nacheinander zerfällt die Show in ihre Einzelteile: Assistentinnen finden den Tod, andere Artisten fallen Snuff Filmen und gepanschten Drogen zum Opfer, während ein Klatschreporter sensationsgeil über die Geschehnisse berichtet. Dabei schlägt klar Jacksons spezieller Sinn für Humor durch, so werden auch einige Szenen geboten, welche für Freunde des schwarzen Humors zwar köstlich, für andere wiederum weniger ansprechend sind. Als sicher weniger geglückt sind die Pornoszenen mit Kühen, gegenseitiges Anpissen, Kotzorgien und Scheisse essende Fliegen zu erwähnen, welche zwischendurch ausarten und man froh ist, dass der Film Puppen in den Hauptrollen hat. Die verschiedenen Geschehnisse werden ohne ersichtlichen roten Faden aneinandergereiht und sind als Einzelepisoden zwar amüsant, als Ganzes erwecken sie eher das Gefühl, als ob zuviel fragwürdiges Material in einen Film gedrückt worden wäre. Fazit: Meet the Feebles ist eine bitterböse Satire auf die glamouröse Showwelt mit dem ganzen Bling Bling und den guten, wie auch den Schattenseiten. Wer kein Problem damit hat, dass Puppen die Hauptrolle spielen, keine Berührungsängste mit Splatter und anderen eher wüsten Sequenzen und mit dem Humor von Bad Taste oder Braindead etwas anfangen konnte, dem ist Meet the Feebles wärmstes zu empfehlen. Den anderen wird Meet the Feebles hingegen zu over the top sein, zu ecklig und zeitweise auch geschmacklos. Die DVD ist in der Red Edition nicht wirklich eine Augenweide. Ein 4:3 Bildformat, kein Bonusmaterial, ausser irgendwelchen Trailern, nur eher dürftige Bild- und Tonqualität. Schade, das schmälert den Genuss des Filmes enorm. Ausserdem wäre ein Einblick in die Produktion sehr interessant gewesen. |
So die Muppets "unzensiert" oder so änlich! Also der Humor von den Feebles ist noch mal ne ganze Stufe derber als bei Bad Taste/Braindead, man höre sich ja nur mal all die gesungenen Lieder an! Eine der besten Szenen ist die Parodie auf Deer Hunter, als der drogensüchtige Frosch von einen Vietnamtrauma erzählt! Da gibts die fette Kuh Heidi als Star der Show, die ernsthafte Ernährungsprobleme besitzt, weil ihr fetter Walrosslover Bletch sie mit einer scharfen Mietzekatze betrügt! Harry der Hase leidet an einer vermeintlichen Geschlechtskrankeit weil er überal rumpimmert, das hingegen macht sich die Fliege, die nur in der Scheisse haust, zu nutzen um diesen Skandal an die Zeitungen zu verkaufen! Die Ratte Trevor ist sozusagen das kriminelle Genie bei den Feebles, macht die jungen Nachwuchsschauspielerinen gefügig mit Alkohol und dreht in den Katakomben dreckige Pornos mit Kühen und Hasen! Und ganz tief unter dem Theater haust der fette Schlund, der sich um die anfallenden Leichen kümmert. Anyway am Schluss gibts eine Ballerei, bei der sogar Tony Montana wie Schuljunge daherkommt! Tja das sind die Feebles, alles ganz normal wie im richtigen Show-Biz! [Editiert von Chemic am 2008-01-07 15:18:43] |
aha, db scheint seine zeit mal produktiv eingesetzt zu haben und hat sich über die festtage mit dem frühwerk von uns-peter vertraut gemacht... da sag ich mal: bra-vo! noch was am rande: Zitat db (2008-01-05 16:01:00)
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Zitat gargamel (2008-01-07 15:51:24)
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"Meet the Feebles" ist der kleine, böse Bruder der Muppets. Was Jackson hier an total abgedrehten Ideen kredenzt ist echt zum Lachen. Der schlechte Geschmack ist hier Trumpf und nicht jeder kann etwas mit dieser etwas anderen kuschelig blutigen Puppensatire aufs Showbiz anfangen. |
Die Muppets unzensiert passt zu diesem Streifen perfekt. Meet the Feebles ist bitterböse und ist sehr unterhaltsam. Dennoch kommt der Film nicht an Bad Taste oder Braindead ran. Dafür fehlen die Splatterszenen. |

