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Fracture oder: Wo die Grossen spielen, fallen Späne


Gerichtsfilme sind immer eine Sache für sich. Sie kommen zum Teil sehr steril daher, wie in The Client oder können ihre eher langweilige Natur in einen Horrorfilm einbetten, wie es in The Exorcism of Emily Rose praktiziert wurde. In Fracture bleibt der Gerichtssaal ein Nebenschauplatz und, obwohl dort die wichtigen Entscheidungen getroffen werden, wird die eigentliche Schlacht ausserhalb geschlagen, was das Psychogame spannend und vielseitig macht.

Obwohl es in Fracture eigentlich um einen Mord geht, wird die Gerichtsverhandlung sehr schnell zu einem knallharten Duell der Extreme: Auf der einen Seite der arrogante und aufstrebende Junganwalt Willy (Ryan Gosling), der es gewohnt ist zu gewinnen und, falls er einmal verliert, dies geschickt einem anderen Anwalt zuschiebt. Auf der anderen Seite der undurchsichtige Grossunternehmer Crawford (Anthony Hopkins), der vom Leben gezeichnet ist und eiskalt das ganze Gericht an der Nase herumführt. Diese beiden bauen über den Verlauf des Filmes einen gewaltigen Spannungsbogen auf, bei dem der Junganwalt gnadenlos in die Knie gezwungen wird und dann geläutert und um einiges stärker wieder zurückkommt. Grossartige Sprachduelle, welche beinahe Silence of the Lambs gerecht werden prägen dabei die Handlung. Gleichzeitig wird die Gerichtsverhandlung um immer mehr Subplots erweitert, welche zusätzliche Facetten von Willys Leben beleuchten. Das erbaute Kartenhaus fällt jedoch unaufhaltsam in sich zusammen, als Willy den Prozess gegen Crawford verliert und dieser langsam aber sicher Willys Zukunft zerstört.

Zu den Schauspielern kann man nur sagen, dass Anthony Hopkins ein weiteres Mal zeigt, warum er zu den ganz Grossen seines Faches gehört und Ryan Gosling als Willy eine Überraschung ist. Obwohl es länger dauert, bis man sich an Ryans Babyface gewöhnt hat, stellt er den Zerfall vom arroganten Anwalt bis hin zum emotionalen Wrack sehr gut dar. Obwohl er weit von Hopkins, dessen verschlagene Visage perfekt zur Rolle passt, entfernt ist, kann Ryan ihm durchaus die Stirn bieten.

Fazit: Fracture ist ein Thriller der leisen Töne der - obwohl es eigentlich nur um einen Mord geht - geschickt die Story um immer mehr Ebenen erweitert, womit er eine sehr dichte Handlung und permanente Spannung bieten kann. Das Duell zwischen Altmeister Anthony Hopkins und dem Jungschauspieler Ryan Gosling bleibt klar im Vordergrund, was sehr geschickt eingefädelt wird und immer wieder interessante Twists bietet. Für alle zu empfehlen, welche gern Thriller mit ausgezeichneten Schauspielern und intelligentem Aufbau sehen.

Die DVD gehört zu den üblichen Routine-Editionen, welche den Film in akzeptabler Qualität bieten, aber sonst sehr auf Sparflamme fahren. Das Bild ist scharf mit guten Farben, doch der Ton arbeitet kaum mit Surround und bietet im Bonusmaterial nur einige entfallene und erweiterte Szenen. Aber die DVD kauft man nicht wegen des Bonusmaterials sondern wegen des Films.

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db's Wertung: 5 Sterne

so, nun hab ich mir diesen hochgelobten thriller auch noch angetan...

der film gibt bereits von anfang an den tarif durch, der sich eigentlich schnörkellos durch die ganze länge hindurch zieht: ein solide gespielter (allen voran sir hopkins) und perfid durchstrukturierter handlungsstrang ohne grosse hänger oder künstlich wirkenden aufpusch-momenten.
obwohl das eine und andere von anfang an doch ziemlich klar ist...

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das mit der waffe ist nun wirklich keine grosse überraschung, wird zu offensichtlich präsentiert


...ist man stets gespannt darauf, was crawford eigentlich im schilde führt.

alles in allem ein gut gespielter, immer spannend bleibender thriller.
für meinen geschmack war das ganze (farblich) zu düster inszeniert und für nicht-freunde von leisen, bzw. ruhigen (actionfreien) thrillern ist der film schliesslich doch eher müssig.

dennoch sicherlich ein sehenswerter film, der es eigentlich problemlos mit den bekannten grisham-adaptionen aufnehmen kann.

farossi's Wertung: 4.0 Sterne

Guter Thriller mit starken Schauspielern. Ab und zu kommt dieser Film auch an eine Komödie ran was dem Film aber gar nicht schadet. Absolut sehenswerter Film mit guten Sprüchen und auch einigen wenigen Slapsticks. 5 von 6!

daw's Wertung: 5.0 Sterne

Ganz solider Thriller mit einem starken Ryan Gosling und einem gewohnt überzeugenden Hopkins, der aber etwas nahe an der Rolle von hannibal agiert. Die Story ist spannend erzählt und man wartet gierig auf den finalen Twist, der dann aber dermassen schnell und unspektakulär daherkommt das man danach beinahe wieder enttäuscht ist wegen der schnellen Auflösung. Nebenbei bietet der Streifen aber eine reizvolle Optik mit vielen schön gefilmten Locations in und rund um LA!

Chemic's Wertung: 4.0 Sterne

Zitat elgato88 (2008-05-15 18:05:25)

Guter Thriller mit starken Schauspielern. Ab und zu kommt dieser Film auch an eine Komödie ran was dem Film aber gar nicht schadet. Absolut sehenswerter Film mit guten Sprüchen und auch einigen wenigen Slapsticks. 5 von 6!

gute sprüche, genau..
rob: "your wife, is she ok?"
ted: "i don't think she is. i shot her."

wally: "what kind of style would you say that this is?"
flores: "homicidal modern"

wally: "what the hell is this?"
flores: "it's a thing, it does stuff."

mich hat der film von anfang an gefesselt. lag wahrscheinlich am porsche carrera gt:d.
aber spass beiseite. der film ist wirklich gut. und das katz-und-maus-spiel von anthony hopkins mit ryan gosling wird mit guten (gossling) bis sehr guten (hopkins, of course) schauspielleistungen unterlegt. absoulut sehenswerter film. 5 von 6 sternen.

[Editiert von therad am 2008-07-30 13:26:35]

therad's Wertung: 5.0 Sterne


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