Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Full Metal Jacket
Full Metal Jacket oder: Atäääääntschen! Stanley Kubrick war natürlich ein ganz Grosser der Gilde von Regisseuren. Auch wenn seine Filme stehts mit einem vom Massenpublikum nicht ganz verstandenen Hintergrund gefilmt wurden, so konnte er doch Klassiker wie The Shining, Clockwork Orange oder natürlich 2001: A Space Odyssey realisieren, die ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern des Films garantierten. Der Mann, der gerne auch als "Genie" betitelt wurde, starb 1999 in England und sein letzter Film war der viel diskutierte Eyes Wide Shut. Full Metal Jacket war sein Beitrag an die Antikriegsfilme der 80-er Jahre und der Film hat einiges zu bieten. Erstmal wäre da die Anfangssequenz, in der alle jungen Soldaten erstmal einen schönen Bürstenschnitt bekommen. Dann folgen Begegnungen mit dem unerbittlichen, laut schreienden und demütigenden Drill Instructor, der von R. Lee Emrey (Texas Chainsaw Massacre: The Beginning) hervorragend gespielt wird. Er schafft es, seine Figur schon nach wenigen Minuten zum absoluten Hassobjekt zu degradieren. Diese Ausbildung geht an die Knochen. Sogar dem Zuschauer wird bewusst, dass solche Demütigungen ("You are all Maggots!") unter Umständen problematisch werden können. Hauptdarsteller dieses Films ist aber Matthew Modine (der in letzter Zeit aber hauptsächlich Gurken wie Funky Monkey gedreht hat) und der Bursche machte eine richtig gute Figur. Seine Rolle als Private "Joker" spricht auch Off-Screen zum Publikum und bringt seine Gedanken zum Krieg, der Armee und dem Leben allgemein an den Mann. An seiner Seite brach Vincent D'Onorfio einen Rekord. Er frass sich nämlich über 30 Kilogramm für seine Rolle als Private "Pyle" an. Und das ist sogar mehr als sich Robert De Niro für Raging Bull auf die Rippen haute. Seine gespielte Unschuld, der etwas depperte Blick in die Kamera und die eigentlich logischen Konsequenzen seiner Figur, trieben den Darsteller, der schon in Men in Black oder The Cell agierte, zu einer Höchstleistung, die er später kaum mehr erreichen sollte. Full Metal Jacket hat ganz klar seine Stärken in der ersten Hälfte, wenn die Charaktere ein bisschen vertieft werden können und die knallharte Ausbildung zur Tötungsmaschine ihren Lauf nimmt. Nachdem die verschiedenen Soldaten im Krieg platziert werden, bekommt der Zuschauer den Eindruck, dass er solche Szenen und den Wahnsinn des Krieges doch auch von anderen Filmen kennt. Vielleicht nicht so dramatisch oder teilweise zynisch, aber so richtig von den Sitzen reissen mag der Film in der zweiten Hälfte nicht mehr. Fazit: Full Metal Jacket lebt von einer starken ersten Hälfte, in welcher dem Zuschauer gnadenloser Gehorsam demonstriert wird und die jungen Menschen ihren eigenen Willen zu verlieren scheinen. Dazu kommen starke Darsteller und immer wieder die musikalische Untermahlung, die erst auf den zweiten Blick zu passen scheint. Trotz allen nicht so tollen Punkten in Hälfte Zwei des Films, vermag er über die ganze Spieldauer von knapp zwei Stunden zu überzeugen und gehört klar zu den Produktionen, die für den Regisseur typisch sind. In der neu aufgelegten DVD-Edition kriegen wir auf der ersten Disc den Film und einen Trailer dazu geboten. Auf Disc Zwei werden alle Fans von Stanley Kubrick verwöhnt. Die empfehlenswerte Biographie Stanley Kubrick: A Life in Pictures lässt nicht nur Tom Cruise als Erzähler walten, sondern bringt Meilensteine der Karriere des Regisseurs an die Oberfläche. Bekannte Freunde (Jack Nicholson, Martin Scorsese) kommen ebenso zu Wort, wie Familienmitglieder und Arbeitskollegen. Wer also den Mann mit der wirren Frisur nur von Fotos oder alten Videokassetten kennt, der sollte hier einen Blick in diese Reportage werfen. Es lohnt sich allemal. Full Metal Jacket kann man sich in drei verschiedenen Sprachfassungen anschauen und auch in Sachen Untertitel sind einige Optionen geboten. Technisch macht die DVD einen sehr gelungenen Eindruck. Der Ton ist klar und die Wirren des Krieges dröhnen unbarmherzig durch die Boxen. Das Bild wurde überarbeitet und lässt eigentlich keine Wünsche offen. |
Einer meiner Lieblings-(Anti-)Kriegsfilme. Ein Film, der sehr schön die Sinnlosigkeit des Mordens und Tötens aufzeigt. - Are those... live rounds? |
Muss mich ganz klar auch der gleichen Meinung anschliessen! Wieviele Male habe ich diesen Film schon gesehen? Und dabei hat er mich jedes Mal bis aufs Höchste fasziniert! Dieser Streifen beinhaltet einfach alles Gute: Hammerharter Realismus, flotte "Action", kein alberner Patriotismus (der ganze Film wurde übrigens rein in England gedreht!) aber auch eine gute Prise Humor! Full Metal Jacket muss einfach jeder gesehen haben! Reinziehen, Private! 10/10! |
mit gefällt der erste Teil weitaus besser als die folgende Sequenz in Vietnam. |
Zitat pb (2007-12-07 17:54:01)
Yep, mir auch. |
Muss mich auch anschliessen. Die erste Hälfte war überragend. Die zweite hälfte flachte ein wenig ab. Fazit: Harte Dialoge, Gnadenlose Story, Gute Schauspieler |
Hab den Film erst kürzlich das erste Mal gesehen und kann mich ()=() eigentlich anschliessen. Geniale erste Hälfte, sobald die Handlung in den Vietnam verlegt wird gibts nen kleinen Dämpfer. Aber meines Erachtens dreht der Film gegen Schluss wieder voll auf, deshalb gibts auch aufgerundete 6 Sterne. Jedenfalls ein schwer verdaulicher Film (mit wahrscheinlich einer der am schwersten zu verdauensten Szenen der Filmgeschichte in der Mitte), wie es sich für einen richtigen Anti-Kriegsfilm gehört. Und davon gibts ja nicht allzu viele. |
Ich liebe diesen Streifen, rotiert öfters im Player! Meiner Meinung anch Kubricks bester Film, vorallem dank dem ersten Teil mit Private Paula und Sergeant Hartmann. Die ganzen Drill-Sprüche von Hartmann sind einfach der absolute Brüller. Bei aller Tragik der Geschichte, der Streifen ist sehr amüsant! Me so horny! What'll we get for ten dollars? Every 'ting you want! Me luv you long time! |
WTF hab den Streifen auf Blu-Ray in Pseudo-16:9 gesehen, die Leute haben einfach oben und unten was abgeschnitten um 16:9 vorzugaukeln und schneiden teilweise Teile von den Köpfen ab. Ich weiss ja nicht aber das ist alles andere als High-Definition. |
Wie hier schon oft gesagt ist der erste Teil gut gemacht. Der Sargeant nimmt die jungs schon ran |


