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Beitrag Seraphim Falls

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Seraphim Falls oder: Bond in Not


Seraphim Falls wurde in den Schweizer Kinos nie gezeigt und kommt nun als DVD-Premiere in die Läden. Ein Spät-Western, der sich um eine gnadenlose Verfolgung dreht und der seine Spannung hauptsächlich daraus bezieht, dass der Zuschauer sehr lange keine Ahnung hat, warum denn Liam Neeson dem Pierce Brosnan an die Gurgel will.

Erstaunliches kriegt man am Anfang des Films zu sehen. Die Dialoge von Seraphim Falls können in den ersten rund dreissig Minuten an einer Hand abgezählt werden und der Fokus liegt ganz klar auf Pierce Brosnan, der angeschossen wird, den Wasserfall runterfällt, fast erfrierend im Schnee liegt und auch sonst recht leiden muss. Überhaupt, der Kerl macht seine Sache erstaunlich gut und bestätigt einmal mehr, dass er ausserhalb seiner James Bond Filme (Die another Day) ein guter Schauspieler sein kann. Das hat er bereits in The Matador oder After the Sunset eindrücklich unter Beweis bestellt. Auch optisch passt der etwas upgefuckte Look besser zu ihm als der Aalglatte.

Auf der Gegenseite steht Liam Neeson, den wir natürlich aus Batman begins oder Schindlers List kennen. Er verkörpert den unaufhaltsamen Verfolger mit einer gelungenen Portion Intensität und man nimmt ihm seine Motivation jederzeit ab und ist gespannt, wer denn schlussendlich das grosse Duell für sich entscheiden kann.

Als Nebenfiguren gehen dafür Anjelica Houston oder auch der schon lange nicht mehr gesehene Michael Wincott (The Crow) leider etwas sehr verloren. Vor allem Erstere hat nur einen kurzen Auftritt, der dazu auch noch wenig Sinn macht und das eh schon recht konfuse Ende des Films noch mehr komplex macht.

Fazit: Seraphim Falls beginnt stark und hat auch während des Films einige sehr imposante Szenen zu bieten. Ausserdem ist Pierce Brosnan als Halb-Rambo mehr als nur einen Blick wert. Der Schluss ist dann wiederum Geschmacksache, passt aber nicht schlecht in das Gesamtbild dieses Westerns, der schön intensiv und brutal gespielt wird.

Texttafeln mit den Filmographien der Stars und Werbungen für andere DVDs sind die einzigen anwählbaren Features der sehr schwach ausgestatteten Disc. Dafür macht Seraphim Falls in Sachen Ton und Bild einen recht guten Eindruck und bietet Beides in ansprechender Qualität.

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muri's Wertung: 4 Sterne

Die Story von "Seraphim Falls" ist sehr schnell erzählt und eigentlich das Selbe wie die zweite Hälfte von "Apocalypto", nur halt in den wilden Westen verlegt, als weite Land Amerikas noch unberührt war. Trotzdem ist die Reise von Nord nach Süd, von den schneebedeckten Wäldern der Rocky Mountains bis in die Sierra Nevada (wenn mich meine Geographie-Kenntnisse nicht im Stich lassen :d), keineswegs langweilig, da Mr. Bond Pierce Brosnan eine der besten Leistungen seiner Karriere abliefert. An sich ist der Film ziemlich klassisch und erzeugt lieber Spannung mit Atmosphäre und guten Einfällen, als dass er mit unnötiger Action um sich wirft. Über das Ende kann man natürlich streiten. Ich fand es passend und ungewöhnlich, auch wenn für den Geschmack eines Italo-Western-Fans halt ein wenig zu zahm. ;)

Ein sehr spannender Western mit wenig Dialogen, träumerischen Landschaften, passender Musik, genug Blut und hervorragenden Schauspielern. Ich bin hochaus zufrieden.

Der Western ist nicht tot, er schläft nur. Ab und zu wacht er auf und zeigt, dass er immer noch das beste Genre der Filmwelt ist. ;) Dieses ...ähm ich meine natürlich letztes Jahr mit den zwei Perlen The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford und Seraphim Falls. Letzterer tritt da zwar klar den Kürzeren, trotzdem gibts aufgerundete 5 Sterne.


[Editiert von Dirty Harry am 2008-01-03 11:47:45]

jon's Wertung: 5.0 Sterne

Der Western ist ganz sicher nicht tot. Er ist nur in den Ferien und meldet sich halt ein bisschen selten.

2003: Open Range
2006: Seraphim Falls
2007: Assassination of Jesse James (...langer Titel:!)
2007: 3:10 to Yuma

Seraphim Falls ist sicher einer der spezielleren Western. Während der Anfang einem extrem spannenden "Adventure-Thriller" gleicht, wird er in der zweiten Hälfte zu einem surrealen Drama, Abenteuer bleibts trotzdem.

warum surreal?

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Naja, die Frau mitten in der Wüste mit ihrem Wagen:)
Oder der Indianer welcher, weiss ich wie lange, an der Wasserpütze steht und nichts ausser sich dabei hat.

Mir hat der Film sehr gut gefallen. Weil bis zum Ende mehr oder weniger unklar ist warum verfolgt und geflüchtet wird, bleibt auch die Spannung erhalten. Positiv war auch der Landschaftswechsel, der mit dem Fortschreiten des Film immer extremer wurde. Somit enstanden sehr schöne Landschaftsbilder, zu vergleichen mit "Der Herr der Ringe". Ausserdem spielt Pierce Brosnan eine ungewohnte Rolle.

[Editiert von S-E-A-L am 2008-08-08 18:18:25]

S-E-A-L's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat S-E-A-L (2008-08-08 18:16:12)

Der Western ist ganz sicher nicht tot.


Doch, S-E-A-L. Der echte Western ist wirklich tot. Die sogenannten "Wiedergeburten" sind bloss Aufflackern des grossen Genres. Der echte Western à la John Ford, sowie der Spaghetti-Western à la Sergio Leone kommt nicht wieder.

[Editiert von El Chupanebrey am 2008-08-08 19:32:36]

El Chupanebrey's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat El Chupanebrey (2008-08-08 19:32:09)
Zitat S-E-A-L (2008-08-08 18:16:12)

Der Western ist ganz sicher nicht tot.


Doch, S-E-A-L. Der echte Western ist wirklich tot. Die sogenannten "Wiedergeburten" sind bloss Aufflackern des grossen Genres. Der echte Western à la John Ford, sowie der Spaghetti-Western à la Sergio Leone kommt nicht wieder.

[Editiert von El Chupanebrey am 2008-08-08 19:32:36]

Hmmmmmmm.
Definier doch eben mal kurz "Western", bitte...

;)

ebe's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat ebe (2008-08-08 21:08:07)
Zitat El Chupanebrey (2008-08-08 19:32:09)
Zitat S-E-A-L (2008-08-08 18:16:12)

Der Western ist ganz sicher nicht tot.


Doch, S-E-A-L. Der echte Western ist wirklich tot. Die sogenannten "Wiedergeburten" sind bloss Aufflackern des grossen Genres. Der echte Western à la John Ford, sowie der Spaghetti-Western à la Sergio Leone kommt nicht wieder.

Hmmmmmmm.
Definier doch eben mal kurz "Western", bitte...

;)


Wie ich schon sagte: Den richtigen Western gibts nicht mehr. The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford beispielsweise ist nicht mal einer, das ist ein "hundsgewöhnliches" Drama. Aber die grossen Western-Zeiten sind vorbei, heute kommt alle paar Jahre etwas Westernartiges ins Kino (kann unter Umständen sogar sehr gut sein, siehe 3:10 to Yuma), aber die Zeit der echten Klassiker ist vorbei. Einen grossen Teil des Reizes der früheren Western machte auch die haarsträubende Klischierung aus, die heute weniger praktiziert wird. Ich bleibe dabei: Western ist tot. Westernähnliche Projekte, die zurzeit immer mal wieder ins Kino kommen sind bloss das kurzzeitige Wiederaufleben des alten Genres. Genauso wie es keine Screwball-Filme mehr gibt, obwohl es hin und wieder Wiederbelebungsversuche gibt. Doch heraus kommen leider nur strunzdumme Rom-Coms wie What Happens In Vegas... oder Durchschnitssfutter wie Definitely, Maybe.

El Chupanebrey's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat El Chupanebrey (2008-08-09 12:02:55)
Zitat ebe (2008-08-08 21:08:07)
Zitat El Chupanebrey (2008-08-08 19:32:09)
Zitat S-E-A-L (2008-08-08 18:16:12)

Der Western ist ganz sicher nicht tot.


Doch, S-E-A-L. Der echte Western ist wirklich tot. Die sogenannten "Wiedergeburten" sind bloss Aufflackern des grossen Genres. Der echte Western à la John Ford, sowie der Spaghetti-Western à la Sergio Leone kommt nicht wieder.

Hmmmmmmm.
Definier doch eben mal kurz "Western", bitte...

;)


Wie ich schon sagte: Den richtigen Western gibts nicht mehr. The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford beispielsweise ist nicht mal einer, das ist ein "hundsgewöhnliches" Drama. Aber die grossen Western-Zeiten sind vorbei, heute kommt alle paar Jahre etwas Westernartiges ins Kino (kann unter Umständen sogar sehr gut sein, siehe 3:10 to Yuma), aber die Zeit der echten Klassiker ist vorbei. Einen grossen Teil des Reizes der früheren Western machte auch die haarsträubende Klischierung aus, die heute weniger praktiziert wird. Ich bleibe dabei: Western ist tot. Westernähnliche Projekte, die zurzeit immer mal wieder ins Kino kommen sind bloss das kurzzeitige Wiederaufleben des alten Genres. Genauso wie es keine Screwball-Filme mehr gibt, obwohl es hin und wieder Wiederbelebungsversuche gibt. Doch heraus kommen leider nur strunzdumme Rom-Coms wie What Happens In Vegas... oder Durchschnitssfutter wie Definitely, Maybe.


Naja, ich finde Western ist Western, dass es mit der Zeit Wandel innerhalb eines Genres gibt ist doch klar.

S-E-A-L's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat S-E-A-L (2008-08-09 17:14:19)

Naja, ich finde Western ist Western, dass es mit der Zeit Wandel innerhalb eines Genres gibt ist doch klar.


Ja, das ist sicher so. Nur (leider) ist das, was wir gängigerweise unter Western verstehen nicht das Gleiche, was heute über die Kinoleinwände flackert.

El Chupanebrey's Wertung: Noch nicht bewertet

Stimmt schon, der klassische Western ist tot. Zwar hatte er mit Kevin Costner in den 90ern ein kurzes Aufleben, aber das ist wohl endgültig vorbei. Allzu schlimm ist das auch nicht, denn wirklich zeitgemäss sind sie denke ich nicht.
Und das mit der Klischierung muss man auch mit der Huhn-Ei-Frage betrachten. Wenn eine Genre gerade im Scheinwerferlicht des Mainstreams steht, wie momentan die Superheldenfilme z.B., dann folgt daraus automatisch, dass es sozusagen eine Grundbasis an Hollywood-Werken dieses Genres gibt, die von den tanz typischen Merkmalen leben, neben kleineren, experimentelleren Werken wie bei diesem Beispiel etwa "Unbreakable". Irgendwann, wenn der Hype abgeflaut ist und sich die Masse nicht mehr gross für dieses Genre interessiert, bleiben halt nur noch die kleineren Einzelproduktionen übrig. Das heisst aber noch lange nicht, dass das Genre nie mehr kommt. Entweder wird es irgendwann mit einer überraschenden Grossproduktion wiederbelebt, oder es entwickelt sich aus einem oder mehreren kleineren Filmen ein neuer Stil. Der Fantasyfilm war ja auch "tot" vor LotR, genauso der Sandalenfilm vor "Gladiator".
Auch der grosse klassische Western von damals begann bekanntlich mit dem Beginn der 60er auszusterben. Und da kam 1964 Leone mit seinem kleinen, dreckigen italienischen Western namens "Per un pugno di dollari" und der Film wurde ja so erfolgreich, dass sich daraus ein neuer Stil des Genres entwickelte. Auch hier wurde der Filmmarkt, als sich das (europäische) Publikum dafür zu interessieren begann, mit unzähligen klischierten Mainstreamproduktionen überschwemmt. Und nun ist eben auch der Spaghettiwestern wieder ausgestorben. Vielleicht hast du Recht, Chupa, und diese zwei Glanzzeiten kommen wirklich nicht wieder, aber vielleicht entwickelt sich ja irgendwann aus einem Überraschungshit ein neuer Stil, vielleicht wird das Genre plötzlich mit einer Grossproduktion erfolgreich wiederbelebt, wer weiss. Das wäre ja auch was, eine neue Western-Ära. ;)
Oder es bleibt bei kleineren, unabhängigen Einzelproduktionen, die den Western mit anderen Genres vermischen, wie es ja seit längerem mit dem Film Noir der Fall ist ("Blade Runner", "Memento"). Und solange das Perlen wie "Jesse James", "Dead Man" oder "Unforgiven" hervorbringt, kann man sich irgendwie auch damit zufrieden geben, nicht?

jon's Wertung: 5.0 Sterne

Der neue Western Still gibts schon seit einigen Jahren, nur krankt das Genre an den übermächtigen Spaghetti-Western Vorbildern die es niemals mehr toppen kann.

Wenn wir den eigentlichen Kreis bzw. Definition etwas vergrössern kommen da auch Filme wie Blueberry, The Alamo, Brokeback Mountain, Bandidas, Miike's Django, Brothers in Arms, from dusk till dawn 3, The Missing oder Broken Trail dazu. Und sogar Serenity oder x( Der Schuh des Manitu würd ich mit den in den Top werfen. No Country for Old Men darf man übrigens durchaus auch als Western bezeichnen wie ich finde. Muss ja nicht unbedingt immer Cowboys mit Pferden sein, raight?

Kennt jemand 800 Bullets von Álex de la Iglesia? Lohnt sich der Spass?

Chemic's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat Chemic (2008-08-13 20:19:34)


Kennt jemand 800 Bullets von Álex de la Iglesia? Lohnt sich der Spass?

KLAR

euros' Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat euros (2008-08-13 21:42:42)
Zitat Chemic (2008-08-13 20:19:34)


Kennt jemand 800 Bullets von Álex de la Iglesia? Lohnt sich der Spass?

KLAR


naja, ich fand den durchschnittlich... einmal anschauen schadet aber nicht ;)

daloo's Wertung: 4.0 Sterne

Ich bin kein grosser Westernfan. Deswegen will ich mich auch gar nicht erst in diese Diskussion einlassen (der Western sei tot) und etwas zum Film schreiben.

Seraphim Falls ist schon von der ersten Minute an Intensiv, Interessant und sehr spannend. Die grosse Vorgeschicht wird erst am Schluss aufgelöst. Dadurch enthält der Film nur eine echte Handlung. Neeson jagd Brosnan. In der zweiten Hälfte flacht das ganze ein wenig ab. Dies lag vorallen an diesen komischen (unnötigen?) Szenen wie S-E-A-L schon geschrieben hat.

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Die Frau mit Ihrer Kutsche oder der Mann mit der Wasserpfütze.

Aber dank der sehr guten Story, die bis zum Schluss nicht erahnen lässt wie sie enden könnte runde ich das ganze mal auf eine 5 auf.

()=()'s Wertung: 5.0 Sterne


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