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Fred Claus oder: Santi Niggi Näggi


Obwohl es sich um einen Hollywood-Weihnachtsmann-Film handelt, der sich wohl in erster Linie an Kinder richtet, hatte ich an diesen Film von David Dobkin und mit Vince Vaughn, Regisseur und Hauptdarsteller von Wedding Crashers, vom Matrix-Produzenten Joel Silver, mit u.a. Kevin Spacey, Paul Giamatti und Kathy Bates einige Erwartungen.

"Der Nordpol" ist ein hübsches Weihnachtswunderland mit niedlichen Schlittschuh laufenden Elfen in einer kleinen Stadt wie vom Zuckerbäcker geschaffen. Produktionsdesigner Allan Cameron hat hier tolle Arbeit geleistet. Die ganze Elfenschar wird von 32 kleinwüchsigen Mitgliedern einer russischen Zirkustruppe dargestellt, die digital vervielfältigt wurden. Die Darsteller des Ober-Elfen Willie und des Elfen-DJs Donnie (Chris "Ludacris" Bridges) hatten Body Doubles. Der Kontrast zum fast zwei Meter grossen Vaughn kommt ebenfalls schön zur Geltung.

Giamatti überzeugt mich als Santa nicht. Der immerzu besorgte Blick in seinem viel zu dünnen Gesicht ging mir mit der Zeit auf den (Weihnachts-)Keks. Vince Vaughn dagegen nimmt man den liebenswerten Verlierertypen ab und sein kleiner Freund Slam (Bobb'e J. Thompson) ist mein heimlicher Star. Kevin Spacey darf sein Pokerface zur Schau tragen und das macht er ausgezeichnet! Trotz minimaler Mimik sieht jede und jeder sofort: Das ist der Bösewicht! Woher seine Niedertracht kommt, erfahren wir natürlich auch. Freunde von Superman Returns werden daran ihre Freude haben.

Der Film bietet ein paar nette Sprüche und Einfälle auch für die begleitenden Eltern, v.a. die Gruppe für anonyme Geschwister mit Frank Stallone, Roger Clinton und Stephen Baldwin. Es sind aber zu wenige, um auch ein erwachsenes Publikum auf die Länge von immerhin fast zwei Stunden bei Laune zu halten. Zu kitschig, zu vorhersehbar ist vieles. Für sentimental Veranlagte gibt's gegen Ende ein herzergreifendes, das Happy End einleitendes "Stille Nacht", interpretiert von Sinéad O'Connor.

All jene, die noch an den Weihnachtsmann glauben, werden wohl auch an Fred Claus ihren Spass haben. Von mir gibt's den vierten Stern nur der Kinder wegen, für die dieser Film ja eigentlich gedacht ist.

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ema's Wertung: 4 Sterne

Hui! 4 Sterne aus 6?! Habe ich da den gleichen Film gesehen?

Ich fand den Film sehr dürftig. Müsste man ihn mit einem Weihnachtsguezli vergelichen, dann ist "Fred Claus" zur Zeit das harte, staubtrockene und öde anzusehnde "Chräbali" (Anis-Guetzli) unter den Florentienern, Zimtsternen und Caramel-Bonbons...
Hier meine Kritik:


Lahmende Weihnachtskomödie

Im grossen vorweihnächtlichen Stress erhält Santa Claus "Unterstützung" von seinem Bruder. Mehr schlecht als recht geglückte Weihnachtskomödie.

Im Schatten des Bruders
Schon als Kind wurde Fred Claus (Vince Vaughn) immer vom übergrossen Schatten seines jüngeren Bruders Nicholas Claus (Paul Giamatti) verdeckt. So erhielt Nicholas seit Anbeginn den Löwenanteil der Aufmerksamkeit der Mutter (Kathy Bates) und war durch seine Grosszügigkeit bei den Kindern sehr beliebt. Dass er daraus als Santa Claus eine Berufung machte, liess Fred erst recht zurückfallen. Eines Tages wird Fred von der Polizei für eines seiner krummen Geschäfte eingebuchtet und hofft auf seinen Bruder, welcher ihm durch Bezahlen der Kaution mal wieder aus der Patsche helfen soll. Dieser besteht jedoch darauf, dass Fred dieses Mal seine Schulden am Nordpol abarbeiten kommt. Der anstehende Ausflug an den Nordpol strapaziert Freds sonst schon angeschlagene Beziehung zu seiner Freundin (Rachel Weisz) weiter, doch kommt er dieses Mal nicht darum herum. Am Nordpol angelangt, muss Santa Claus jedoch schnell merken, dass er sich mit Fred wohl mehr Ärger als Hilfe ins Haus geholt hat. Mit der zusätzlichen Präsenz des Restriktionsexperten Clyde (Kevin Spacey), welcher Santa mit Geschäftsschliessung droht, wird die Luft dann wirklich dick.

Verpuffte Starpower
Die neueste Komödie von David Dobkin ("Wedding Crashers") enthält alle Ingredienzien für eine unterhaltsame Weihnachtskomödie: knallbunte Kulissen, tiefe Erzählstimme, Elfen und Rentiere, Filmmusik mit Glockenspiel und ein fast unglaubliches Starensemble. Was dem filmischen Gebäck jedoch fehlt, ist eine mächtige Priese Witz und vorantreibende Storyelemente. So pflügt sich die Geschichte langsam durch Tonnen von Kunstschnee und altbackener Slapstick. Dies macht den Blick auf die Uhr leider unvermeintlich.

Das hat mir nun definitiv nicht gefallen und ich war des öfteren fast schon etwas "peinlich berührt".
Sorry!

Gruss,
bab

bab's Wertung: 2.0 Sterne

Zitat ema (2007-11-25 16:55:00)

Obwohl es sich um einen Hollywood-Weihnachtsmann-Film handelt, der sich wohl in erster Linie an Kinder richtet [...] Von mir gibt's den vierten Stern nur der Kinder wegen, für die dieser Film ja eigentlich gedacht ist.


8)
Und bei sowas spielt Vince Vaughn mit?

"Stille Nacht", interpretiert von Sinéad O'Connor


Das sollte schon einen Stern für sich geben!

El Chupanebrey's Wertung: Noch nicht bewertet

Das ist absoluter Müll, was uns die Verantwortlichen von Fred Claus vor die Nase setzen.

Ein Film, von dem man anfänglich noch den Eindruck hat, dass da ein guter Bad Santa-Klon entstehen könnte und der sich danach in ein langweiliges, unwitziges und selten dämliches Geschichtchen entwickelt. Die eine Szene mit der Kleine-Bruder-Hilfegruppe war klasse, keine Frage. Aber sonst? Gähnende Leere, weil der Witz an allen Ecken und Enden fehlt. Die Geschichte bietet keine Überraschungen, keine interessanten Figuren und entpuppt sich als eine schwache Weihnachtsgeschichte ohne Pepp und Drive.

Dazu werden Vince Vaughn, Kevin Spacey und Konsorten hemmungslos verbraten, was vor allem bei Paul Giamatti eine echte Schande ist. Der guckt nämlich nur bedeppert in die Kamera und darf Schneebälle schiessen. Sonst ist da nix.

Nein, Fred Claus ist ein einziges Ärgernis, der vielleicht in der Originalfassung auf maximal 2 Sterne kommen würde. Da der Film aber Schweizweit nur auf Deutsch läuft und somit schonmal einen grossen Teil der Fratpack-Fans vergraulen dürfte, wird ihm grad nochmals 1 Stern abgezogen.

Das war nix. Sorry. Vince Vaughn in allen Ehren. Aber so nicht!

Achja, wer sich schon in Little Man über die Projektion von Erwachsenengesichter auf Kinderkörper geärgert hat, dem wird nochmals vor die Nase gehalten, dass diese Technik scheinbar noch überhaupt nicht ausgereift ist. Denn was in Fred Claus für technische Unschönheiten präsentiert werden, das fällt sogar demjenigen auf, der in der hintersten Reihe vor Langeweile mit dem (unbekannten) Nachbarn rumknutscht...;)

Da schau ich mir ja direkt lieber nochmals Santa Clause 3 an. Und das sagt ja auch was über Fred Claus, oder?

muri's Wertung: 1.0 Sterne

Zitat BasilB (2007-11-26 17:58:42)

Müsste man ihn mit einem Weihnachtsguezli vergelichen, dann ist "Fred Claus" zur Zeit das harte, staubtrockene und öde anzusehnde "Chräbali" (Anis-Guetzli) unter den Florentienern, Zimtsternen und Caramel-Bonbons...


Oh, also ich mag das Chräbeli am liebsten! Auf den Geschmack kommts halt an. Nein, im Ernst. Ich scheine ja hier schon etwas daneben zu liegen mit meinen vier Sternen. Ich finde ja auch nicht, dass Fred Claus der grosse Wurf ist, mich hat das auch nicht überzeugt. Hab aber versucht, mich mal in die Zielgruppe einzufühlen. Und wenn der Film nur in der deutschen Fassung in die Kinos kommt, dann ist der Fall doch auch klar, wer das ist.
Ist vielleicht anmassend, wenn ich annehme, dass Kinder diesen Film lustig finden, aber hab mir meinen kleinen Nachbarn vorgestellt und dachte, dem hätte das gefallen. Ausserdem glaube ich, dass die grosse-Geschwister-Problematik - wenn man Mamis Liebe plötzlich mit jemandem teilen muss - viele Kinder anspricht. Und dass es keine unartigen Kinder gibt, fand ich auch weihnachtlich passend kitschig. Wenn jemand Kinder kennt, die den Film gesehen haben, lasse ich mich aber gerne eines andern belehren!
Und ich versprech's, das nächste Mal gibts eine "erwachsene" Wertung, nicht nur im Text sondern auch bei den Sternen. ;)

ema's Wertung: Noch nicht bewertet


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