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Beitrag Harry Potter & The Order of the Phoenix

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Harry Potter & The Order of the Phoenix oder: Bald ausgezaubert?


Inzwischen ist er nicht nur der erfolgreichste Zauberer der Kinogeschichte, sondern seine Filme haben sich zur Nummer Eins in Sachen Filmreihen entwickelt. Der Junge mit den runden Brillengläsern, dessen Geschichte in Buchform ja inzwischen abgeschlossen ist, konnte an den Kinokassen einmal mehr überzeugen und Harry Potter and the Order of the Phoenix spielte in den USA alleine fast 300 Millionen Dollar ein.

Die Bücher von J. K. Rowling wurden immer düsterer und so mussten die Verfilmungen ebenfalls diesen Schritt gehen. In Harry Potter and the Goblet of Fire machte man diesen Schritt weg vom Kinderfilm zum düsteren Grusler. Und das wird nun konsequent weitergeführt. So tauchen in Harry Potter and the Order of the Phoenix bereits in den Anfangsminuten gruslige Dementoren auf und setzen den Standard für die folgenden zwei Stunden. Und während dieser Zeit passiert einiges, dass man einerseits erahnen konnte, andererseits aber auch nie erwartet hätte. Sofern die Bücher bislang vermieden wurden.

Um gleich bei diesem Thema zu bleiben, sei gesagt, dass das Buch Harry Potter and the Order of the Phoenix für mich persönlich mit das Schwächste der Serie war und darum vermag der Film auch nicht an die Vorgänger anzuschliessen. Die Geschichte ist nett und die Effekte wie immer überzeugend, aber auf die Weiterentwicklung der Charaktere scheint man hier fast gar keinen Wert gelegt zu haben. So wird beispielsweise die interessanteste Figur der Serie, Alan Rickman als Severus Snape, zum Stichwortgeber degradiert und dafür die schon im Buch nervende Nebengeschichte mit Hagrids Riesenbruder aufgenommen. Ein bisschen Unverständnis macht sich da schon breit.

Die Weiterentwicklungen der Figuren betreffend, ist vor allem Matthew Lewis als Neville Longbottom zu erwähnen. Sein Charakter steigerte sich bislang erfreulich kontinuierlich, während andere wie Ron Weasley oder auch Harry Potter selber, eher stagnieren. Über die Neuzugänge gibt es Gemischtes zu berichten. So überzeugt Imelda Staunton als Albtraum in Pink über alle Massen, während die nervige Helena Bonham-Carter wie in ihren meisten Filmen einem bald mal auf die Nüsse geht.

Schön ist es allerdings, dass viele bekannte Gesichter auftauchen. Leider meistens nur in kurzer Form, aber immerhin wird so ein Band zu den Vorgängern geknüpft, das immer wieder für einen "Aha-Effekt" sorgt. Alle (oder fast alle...) kommen ja dann zum grossen Finale im siebten Film nochmals zum Zug. Aber das ist eine andere Geschichte.

Fazit: Harry Potter and the Order of the Phoenix ist irgend so ein Zwischending, das nicht so recht weiss, wohin es denn nun gehört. Für einen Thriller zu wenig spannend, als Actionfilm zu harmlos, als Komödie nicht zu gebrauchen und als simple Buchverfilmung halt einfach Geschmacksache. Leider gibts Abzug für die Straffung der wichtigen Szenen, während andere in die Länge gezogen werden. Hoffen wir, dass die abschliessenden beiden Teile nochmals deftig einen drauf legen, so dass die Serie dann auch in filmischer Form einen würdigen Abschluss bekommt. Anzumerken ist noch, dass ohne das Wissen, was in den Vorgängern passiert ist, hier ein Folgen der Geschichte schwierig bis fast unmöglich ist.

Auf den DVDs dieser Filmreihe sind wir bislang mit Bonunsmaterial verwöhnt worden. Seien es virtuelle Rundgänge durch Hogwarts oder spezielle und interessante Hintergrundberichte. Harry Potter and the Order of the Phoenix mag sowas nicht liefern. Das Highlight der recht spärlichen Features ist der Bericht über das Schneiden eines Films, das man danach grad selber einmal ausprobieren kann. Und das ist gar nicht so einfach. Ebenfalls gelungen ist die Set Tour mit Natalia Tena, die im Film "Nymphadora Tonks" mimt. Ansonsten gibt es ein paar zusätzliche Szenen und ein Feature, das uns noch einmal an die Anfänge der Geschichte zurück bringt und die bisherigen Geschehnisse kurz zusammenfasst.

Technisch hingegen ist keinerlei Gemeckere anzubringen. Der Ton ist in hoher Qualität vorhanden und die Boxen dröhnen schön, wenn der Film im Finale endlich mal den Fuss vom Bremspedal nimmt. Das Bild ist zwar mehrheitlich dunkel, lässt aber die Konturen klar erkennen und ist somit als sehr gelungen zu betrachten.

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muri's Wertung: 4 Sterne

für mich vor allem in der ersten hälfte enttäuschend langatmig.

pb's Wertung: 3.0 Sterne


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