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Beitrag Scrubs - Season 5
Scrubs - Season 5 oder: Von Flachzangen und Biberkacke Seit 2001 machen die Scrubs die guten Stuben unsicher und laufen auch in regelmässiger Ausstrahlung auf irgendwelchen deutschen Sendern bei uns. Inzwischen ist die Serie bereits in ihrer siebten Staffel und ein Ende dieser lustigen Ärzteschar ist nicht abzusehen. Vor allem, da die Charaktere den Sprung von jungen Assistenten zu gestandenen Doktoren ohne Probleme gemeistert haben und dabei niemals ihren ganz speziellen Witz und ihre skurrilen Freunde vergessen. In der fünften Staffel, die kürztlich auf vier DVDs in den Verkauf kam, fangen die Probleme bereits in der ersten Folge an. Als unser Doktor Dorian nämlich seinen ehemaligen Mentor Dr. Cox auf die Tatsache anspricht, dass sie jetzt gleich gestellt sind und dann eine gepfefferte Antwort über sich ergehen lassen muss. Weiter Sorgen folgen, die allesamt auf lustige, skurrile und teilweise sehr abgefahrene Art gelöst werden. Allerdings geschieht das auf weiterhin erfreulich hohem Niveau, so das sich der Fan der Serie (oder auch der Neueinsteiger) teilweise vor lachen kaum im Stuhl halten kann und sich mittels den DVDs nun auch locker einen ganzen Abend mit den Erlebnissen von JD, Turk und Dr. Cox um die Ohren schlagen kann. Denn wenn die Folgen erstmal laufen, gibt es fast kein Aufhören mehr. Zach Braff, der nicht nur als Darsteller vor der Kamera steht, sondern auch zeitweise als Regisseur dahinter, hat sich mit seiner Rolle als Dr. Dorian unweigerlich in die Geschichtsbücher der Fernsehunterhaltung gespielt. Auch wenn der sympathische Kerl inzwischen auch mal im Kino zu sehen ist, am besten ist er halt immer noch, wenn er tagträumerisch durch die Klinik wandelt und (O-Ton Dr. Cox) "die X- und Y-Chromosomen ohne Probleme laufend wechseln kann". Sein bester Kumpel Turk wird von Donald Faison gespielt, der in der TV-Version von Clueless bereits auffallen konnte. Auch er verleiht seiner Figur einen dicken Sympathiebonus und das Zusammenspiel mit Zach Braff ist halt einfach genial. Die Zwei benehmen sich wie Kinder und lassen uns wünschen, uns doch auch mal wieder so daneben zu benehmen. Das Hauptquartett komplettieren Sarah Chalke, die "Becky" aus Roseanne, die herrlich dämlich, schusselig, aber immer liebenswert versucht, aus ihrem Leben ein Optimum rauszuholen. Das lässt sie aber weiterhin mit diversen Typen rumknutschen oder ihren Kumpel Dorian mit gut gemeinten Ratschlägen in die Misere trudeln. Judy Reyes hat sich durch verschiedene Serien und Sitcoms gespielt und wird in Scrubs mit hervorragenden komödiantischen Vorlagen gefüttert, die sie allesamt souverän und lustig verwerten kann. Und wenns mal ein bisschen ernster zur Sache geht, beweist sie, dass auch diese Umstellung ohne weiteres klappt. Meine persönlichen Favoriten sind aber Dr. Cox und der Hausmeister. John C. McGinley war erst vor kurzem in einer kleinen Rolle in Wild Hogs zu sehen, spielte in Identity mit und hat auch sonst einige interessante Filme in seinem Lebenslauf. Seine Art, den von sich selbst überzogenen Dr. Cox darzustellen, ist grandios. Irgendwie ist er halt schon ein Ekelpaket. Aber eins, das verdammt komisch ist und tief im Innern eben doch ein guter Mensch ist. Auch wenn ihn seine Ex-Frau (mit der er noch regelmässig Sex hat) anbiedert, er seinen Sohn nicht küssen mag ("das tun Männer nicht") und er Dorian regelmässig Frauennamen verleiht. Ja, der Kerl ist klasse. Ohne Wenn und Aber.Der Hausmeister hingegen lebt für seine Streiche. Er hat sich fest vorgenommen, diesen Ärzten das Leben so schwer wie möglich zu machen und dafür ist ihm kein Aufwand zu gross. Sei es ein Rabe der rumfliegt und alles klaut, das Erstellen von Pappfiguren von Dorian oder interne Verschwörungen. Hautpsache es läuft etwas. Da stört es auch nicht gross, wenn er einmal in einer Sandburg (!) leben muss oder Dorian dazu anstifftet, einen Einbruch zu begehen, während dieser dachte, er würde lediglich beim Umzug helfen. Klasse! Fazit: Über Scrubs könnte man Bücher füllen. Jede Folge hat immens lustige Szenen und vergisst dabei nie, dass in einem Krankenhaus auch mal ernstere Töne angeschlagen werden können. Diese gelungene Mixtur, angereichert mit abgefahrenen Witzen, lustigen Tagträumen und herrlichen Sprüchen macht aus der Serie halt schon ein Highlight der TV-Unterhaltung. Ich freu mich auf die nächste Staffel. Denn diese hier endet mit schönen Cliffhangers, so das die Fortsetzung einmal mehr genial werden muss. Die ganze fünfte Staffel ist auf vier Discs gepresst worden und die Möglichkeit, eine ganze Disc an einem Abend zu gucken, ist sehr verlockend. Da jede Episode knapp 22 Minuten geht und sieben Episoden auf jeder Disc sind, gibt das jeweils lustige Zweieinhalb Stunden pro Mal. Technisch macht die Box einen sehr gelungenen Eindruck. Die Originalfassung kommt klar und deutlich und auch die für einmal ebenso witzige deutsche Synchro ist qualitativ ebenso hoch anzusiedeln. Auch das Bild macht Spass und hinterlässt keinerlei Spuren, die auf eine ungenügende Wertung hinweisen würden. Dafür hätte ich mir bei den Extras ein bisschen mehr Infos gewünscht. Klar, es hat alternative Szenen und Schnittmaterial en masse, aber so richtige Berichte, Gag Reels oder Porträits gibts fast keine. Ausser den Reportagen über die Jubiläumsfolge der Serie und die persönlichen Ansichten der Darsteller zur ganzen Serie. Auch wurden leider nur ein paar Folgen mit Audiokommentar ausgestattet. Die sind aber recht witzig und bieten Interessantes, das der "normale" Fan der Serie wohl noch nicht gewusst hat. |
Season 5, oder? Nummer 5 habe ich bisher als die schwächste der Staffeln empfunden...Die Charaktere sind alle plötzlich so nett geworden und arbeiten zusammen...Carla als Charakter hat mich je länger je mehr gestört. Tja, das 'Friends-Syndrom' halt |

