Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Beowulf
Beowulf oder: animierte Sixpacks vs. schleimige Mutter(monster)söhnchen Robert Zemeckis Beowulf ist bereits die dritte Verfilmung dieses altenglischen Heldenepos in den letzten acht Jahren. 1999 spielte Highlander Christopher Lambert in einer apokalyptischen Version (!) den Helden, was beim Publikum nicht besonders ankam (man vergleiche das bedauerlich-tiefe Rating auf imdb). Auch die 2005er-Version Beowulf & Grendel mit 300-Kampfrecke Gerald Butler muss man nicht gesehen haben. Doch woher dieser Boom? Beowulf erzählt die epische Geschichte von Gut und Böse, von der Beziehung von Held und Monster. Es ist ein Epos, angereichert mit Fantasy-Elementen in einer uns fernen Welt. Perfekt also für das vorweihnachtliche Kinoprogramm, speziell, wenn kein Potter oder Bond, keine Mittelerde und kein Narnia anstehen. Was diese Version speziell und von Interesse macht, ist das Performance Capture Verfahren, welches erstmals bei The Polar Express verwendet wurde. Dabei werden unzählige digitale Sensoren auf dem Körper, aber vor allem auf dem Gesicht der Schauspieler befestigt, was deren Mimik in den Computer transferiert und ein digitaler Klon ermöglicht. Was bei Polar Express im Ansatz schon toll ausgesehen hat, wurde hier zur Perfektion weiterentwickelt. Selten wirkten Animationen von Menschen derart real. Jedes Barthaar, jede Pore in Beowulfs Gesicht scheint greifbar. Dies erlaubt es dem Zuschauer in bisher nicht vorhandener Weise die Gesten der animierten Akteure wahrzunehmen. Schauspielerisch stechen dabei besonders Ray Winstone und Anthony Hopkins heraus, während die Frauenriege etwas mehr Mühe hat. Besonders Angelina Jolie als Grendels Mutter kann in den wenigen Szenen ihr Spiel nicht entfalten. Ihre Figur wirkt aufgesetzt (nicht nur "dank" Absätzen an den Füssen...) und überzeichnet. Ein Problem des mittelalterlichen Stoffes liegt in der scheinbaren Zusammenhangslosigkeit der zwei Teile des Epos. Die Drehbuchautoren überbrücken diese dramaturgische Brücke, indem sie den Fokus auf die psychologische Seite von Beowulf richten und ihn als stolzen, aber fehlerhaften Menschen darstellen - und nicht als Superhelden. So sind es vor allem sein Streben nach Macht und Ruhm, welchen ihn zu seinen Taten verleitet, ihn schliesslich aber auch zum gebrochenen Helden macht. Sowieso ist Beowulf für einen Animationsfilm sehr stark an den Auswirkungen des persönlichen Handelns und an den zwischenmenschlichen Beziehungen interessiert. Dies kommt dem Film aber nur bedingt zu Gute. Die Geschichte kommt nur schleppend in Fahrt und stockt bei den Angriffen von Grendel gewaltig. Hier wäre weniger mehr gewesen. Erst im zweiten Teil gewinnt der Film an Tempo. Die psychologischen Hintergründe und Auswirkungen von Beowulfs Handeln werden ersichtlich, der Grundton wird pessimistischer und der Held ambivalenter. Die Action wird dabei nicht vernachlässigt und dem Zuschauer wird einen musikalisch schön unterlegter Showdown geboten. Der Schluss ist darum ganz gut gelungen und wirft einige interessante Fragen auf. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 32 Beiträge geschrieben.
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Ich nehme an, dass du den Film nicht 3D gesehen hast? |
Zitat henker (2007-11-12 16:59:49)
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Zitat th (2007-11-14 00:39:53)
[Editiert von Arminius am 2007-11-14 01:09:23] |
Ich nehme an, dass man in Luzern nicht in den Genuss einer 3D Vorführung kommt?! Oder besteht die Chance, dass der Film im IMAX oder MaxX (welches ich normalerweise aufgrund der synchron. Fassungen zu meiden pflege)in 3D gezeigt wird??? Ich denke um das zu erleben würd ich ausnahmsweise sogar einmal auf die engl. Fassung verzichten....ich weiss: schleeeeeeeeeecht |
hab die Antwort inzwischen selber gefunden Im Kino Rio in Wetzikon im Kino City in Uzwil, und im Kino ABC in Bülach kann die Öffentlicheit mit dem Film "Triff die Robinsons" seit dem 28. März 2007 3D Kino in neuester, in der Schweiz noch nie dagewesener Brillanz, Tiefe und Lebendigkeit erleben. Dank den mit bis zu 25'000 Lumen, enorm lichtstarken Digitalen Kinoprojektoren, mit 3 Chip TexasInstruments DLP - Panels und Servern (Kodak & DoReMi) der neuesten Generation ist es möglich jeweils 72 Bilder pro Sekunde und Auge darzustellen und mit den NuVision Shutterbrillen die Bilder jeweils den richtigen Auge zuzuweisen. Somit wird 3D Kino zum erstenmal überhaupt "menschenfreundlich" - sprich es wird mit diesem System möglich, auch abendfüllende 3D - Filme entspannt und ohne "Nebenwirkungen" zu geniessen. Als erste 3D Digital Kinobetreiber der Schweiz können wir ein besonderes Erlebnis garantieren, welches sonst nur in Amüsementparks geboten werden kann. Mit relativ kurzen Anfahrtswegen wird das Digitale 3D KINO zur Bereicherung jedes "Ausgangs" in der Ostschweiz werden. Die Kinos in Bülach, Wetzikon und Uzwil gehören zu den kreativen und technischen Leadern der Schweizer Kinobranche und sind für Innovativität und professionelle Umsetzung von Kino auf höchstem technischem Niveau berühmt. Die Kinobranche erhält durch das neue Produkt "3D Digital Kino" die Chance ein positives, nachhaltiges und noch besseres Image generieren zu können. Dank dieser genialen neuen Technologie kann in den Kinos buchstäblich ein Sprung in eine neue Dimension vollzogen werden. Eine wohl für lange Zeit einmalige Chance, den Kinobesuchern etwas wirklich neues zu bieten. George Lucas sagte an der Show West 2005 unter anderem folgende Worte zum bahnbrechenden Digitalen 3 D System: Als ich den "In-Three Dimensionalization" Prozess zum ersten Mal gesehen habe war ich ausserordentlich fasziniert. Die 3D Qualität war besser, Heute und hier, meinen eigenen "StarWars" Filme in authentischem 3D zu sehen, überzeugt mich, dass 3D für jeden Film eine neue Dimension des Erlebens bedeutet und einen neue Dimension auch für die Filmemacher und Zuschauer der Zukunft bedeutet. |
der Film kommt auch in der Arena Filmcity (Zürich) in 3D (leider auf doitsch, english in 2D) |
Wir haben das Thema Original oder deutsche Fassung diskutiert. Übrigends die Drachenszenen alleine lohnen einen Besuch in einem unserer |
Beowulf - naja schön animiert aber.... na was soll ich dazu sagen. Wiedermal einer dieser Streifen die sich in die Technik und die schönen Bilder verliebt und dabei vergessen haben, dass ein Film doch noch etwas Spannung und eine interessante Story haben sollte. Wie schon damals Final Fantasy strotzt Beowulf durch Fotorealistische Computergrafiken, baut aber ausser in den letzten paar Minuten nie eine Spannung, geschweige denn irgendein Mitgefühl für die Helden auf. Zu hölzern hampeln sie über die Leinwand und schiessen mit der Mimik und den Emotionen meilenweit am Ziel vorbei. Ausserdem, wie soll man sich mit einem Helden Identifizieren können, der genau so gesichtslos und Arrogant ist wie damals Brad Pitt als Achilles. Wie auch immer. Ausser die Erinnerung an Perfekte Computerbilder, ein Drache und eine nackte Angelina Jolie bleibt von dem Streifen nicht viel hängen. |
Zitat db (2007-11-15 21:07:17)
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Zitat henker (2007-11-15 23:55:10)
Ihr beiden wieder |
Also ich muss der Lobeshymne auf das Digitalisieren von Schauspielern doch mal kräftigst in die Suppe spucken. Zumindest was aus dem Trailer und den Pressemustern zu sehen ist ist (den Film habe ich noch nicht gesehen) sieht sowas von steril und gefühlsarm aus, dass das fette WARUM aufkommen muss: Warum hat man Characktermimen wie Hopkins, Malkovich oder Penn nicht leibhaftig spielen lassen sondern durch den seit Final Fantasy bewehrten virtuellen Emotionsfilter gejagt? Und wenn Jolies Blösse von den Tricksern schamvoll durch einen Goldenen Überzug à la Rocher (selbstverständlich sieht man auch keine Brustwarzen) verdeckt wird, dann haben wir ein Glorreiches Beispiel für Amerikanische Prüderie, bei der das Monster zu Beginn metzeln darf, wie es lustig ist, aber kein Zentimeter zu viel nackter Haut erscheinen darf. Das digitale Kino bietet da natürlich umfassende Kontrolle. Es zeigt sich, dass die Amerikaner mit der abgründigen Vorlage einfach nicht umgehen können und, obwohl Beowulf bei ihnen Pflichtlektüre ist, auch nie so wirklich in der kulturellen Tradition dieses Blutbadeposes angekommen sind. Uninteressanter und peinlicher geht's nicht mehr. Gruss, |
also in diesem Fall habe ich lieber einen digitalen Hopkins, denn in gewissen Szenen watschelt er nur mit einem Tuch bekleidet in der Gegend herum, dass zum Teil viel zu viel zeigt und seeehr stark verrutscht. |
der film muss man definitiv in 3D gesehen haben. Nur 3 D macht aus einem relativ mittelmässigen Film einen guten Film. |
Zitat filmsüchtig (2007-11-18 19:55:18)
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Zitat henker (2007-11-18 21:57:51)
Sagt grad den Richtige |
Zitat Markus (2007-11-18 21:59:50)
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Zitat henker (2007-11-18 22:01:35)
Natürlich hab ich deinen Joke als solchen erkannt...Don't worry...Hat mich einfach die beste Antwort auf deinen Post gedünkt. |
Alles klar. Jetzt kann ich ja ruhig schlafen. |
Der Film ist eigentlich gar nicht schlecht. Er bezieht viel von seiner Qualität von der interessanten Geschichte und den gut animierten Actionszenen. Drachenangriffe, nackte Männer kämpfen gegen Bestien, etc. Was aber bei solchen Filmen leider fehlt, ist die Seele. Das Herz, die Gefühle. Die Augen der animierten Figuren sind leer, die Animationen der Personen selber sehen mehrheitlich missglückt aus (Angelina Jolie) und die Bewegungen der Reiter sind ein bisschen gar schnell, so dass man meinen könnte, sie hoppeln eher als sie reiten. Grundsätzlich also nicht so übel, aber die Animation wurde recht in den Sand gesetzt. Da hat mir persönlich der Polar Express besser gefallen. 2.5 Sterne |
Meiner Meinung nach funktioniert das "Performance Capture Verfahren" funktioniert einfach nicht. Trotz alle den digitalen Sensoren wirken gerade die Bewegungen sehr unnatürlich und steiff. Schade für die guten Schauspieler. Spoiler zum Lesen Text markieren
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War gestern auch endlich drinn und der Film hat mir eigentlich gut gefallen. Leider kam ich nur in den Genuss der 2-D Version bei der man schon merkte, dass der Film in 3-D viel besser sein muss. Aber bei manchen Szenen möchte ich nicht wissen, wie die in 3D sein, da ich in der normalen Version schon deftig erschrocken bin! Alles in allem ein Guter Film mit mehrheitlich guten Animationen. |
Zitat Markus (2007-11-18 21:59:50)
kauft euch doch nen duden, der hat mir auch gehilft [Editiert von farossi am 2007-11-25 18:25:33] |
Hab ihn mir eben zu Gemüte geführt und muss sagen, dass er meine Erwartungen erfüllt hat. Unterhaltsamer Film mit tollen Actionsequenzen und für ein Epos mit relativ eindimensionaler Vorlage interessante Figuren und Geschichte (Wenn auch sehr geradlinig und ohne Schnickschnack. Aber immerhin mehr als bei 300). 3D-Effekte sind auch sehr schön. |
Auf euren Rat, haben wir uns den Film in 3D angesehen und ich muss sagen, der Film macht mächtig Spass! |
In 3D reichts für gut unterhaltene 4 Sterne. |
Scheint so, als tauge dieser Film nur in 3D etwas. |
Wirds den Film auf DVD als 3D Version geben? Ansonsten würde sich der Kauf für mich nicht lohnen |
Zitat db (2007-11-15 21:07:17)
jo, das triffts wirklich gut. der film ist okeeh, leider hab ich ihn aber nur in 2d gesehn. lustiger schluss aber, er lässt interpretationen zu, fand ich nicht übel gelöst. |
Netter Film. Die Animation war in Ordnung. Die Geschichte ein bisschen platt und schleppend |
Der Film ist mehr ein Experiment, als denn richtige Kinokost. Allerdings hat Robert Zemeckis die englische Erzählung vom tapferen Recken Beowulf, zu einem fulminanten Fantasykracher umgestaltet, der lediglich in so manch einer Animation, vor allem bei Leichen im Wasser oder den Bewegungen bei den Pferden noch in den Kinderschuhen steckt, denn diese wirken wie aus einem PS2 Game. Die Actionszenen sind recht deftig ausgefallen und Grendel wirkt wie ein grosses Kind mit dem IQ eines Zurückgebliebenen. "Die Legende von Beowulf" ist bei weitem nicht so schlecht, wie ihn alle gemacht haben, sondern ein sehr unterhaltsames Stück Film. |
also dass die liebe angelina jolie eingewachsene high heels trägt ist ja wohl das letzte ! |

