Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Lions for Lambs
Lions for Lambs oder: Whatever it takes! Die von Tom Cruise und einer Partnerin aufgekaufte und renovierte Filmgesellschaft "United Artists" legt mit ihrem "Debüt" einen Politthriller hin, in dem es weniger um Schiessereien und Action, sondern um die Gewichtung der Worte geht. Sehr dialoglastig kommt Lions for Lambs, geschrieben von Matthew Michael Carnahan (der auch für The Kingdom tätig war), daher. Ob man damit das Publikum ins Kino lockt, ist fraglich. Regisseur (und natürlich Hauptdarsteller) Robert Redford konnte für seine neueste Arbeit mit der Unterstützung hochkarätiger Personen rechnen. Allen voran die hervorragend miteinander spielenden Meryl Streep und (ohä...) Tom Cruise. Ihre Dialoge sind packend, interessant und vor allem die Reporterin bringt ihren Sarkasmus und Zynismus mehr als einmal schön die Diskussion ein. Auch der Dauerlächler vom Dienst macht eine mehr als gute Figur, in einer Rolle, die perfekt zu ihm passt. Der Film ist ja in drei parallel laufende Geschehnisse aufgeteilt. Das grosse Wortgefecht über Terror und Politik ist hier klar das Interessanteste. Dagegen kommt Altstar Robert Redford mit seiner Ode an die Freiheit nur mühsam vorwärts. Obwohl er sich allen möglichen freidenkerischen Klischees bedient, ist diese ganze Predigt mit der Zeit sehr ermüdend. Für ein bisschen Action sorgen die Militärszenen, in denen auch der Regisseur von The Kingdom mittun darf. Da aber Michael Pena bereits in World Trade Center bewegungslos am Boden lag, weiss man jetzt, dass er diese Art des Schauspiels gut beherrscht. Trotzdem schluckt man da schon ein paar Mal leer, wenn die beiden verwundeten Soldaten via Satellitenbilder beobachtet werden und der scheinbar rettende Flieger einfach nicht kommt. Fazit: Lions for Lambs ist ein hervorragend gespielter Polit-Thriller, der allerdings zeitweise doch etwas schwer und zu dialoglastig daherkommt. Das Grundthema verspricht Querschüsse gegen die aktuelle Politik der USA, zieht sein Ding aber leider nicht bis zum Endschmerz durch. Der Film dauert auch nur knapp über 90 Minuten, aber das reicht, um einen eindrucksvolles Bild zu hinterlassen. Wer allerdings Action, Bomben und atemberaubende Kriegsszenen sucht, der ist bei Lions for Lambs fehl am Platz. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 25 Beiträge geschrieben.
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Ach, bei solchen News bits könnte man wirklich noch meinen, dass noch nicht Hopfen und Malz für Hollywood verloren ist.
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WOW! Einer der besten Filme, die ich seit langem sehen durfte. Einfach ein Hammerstreifen. Ein Film, der die richtigen Fragen stellt und beiden Seiten Zeit gibt ihre Positionen zu erklären. Und alle Seiten: Die Politik (Cruise), die Medien (Streep) und die Bevölkerung (der College-Bengel) kriegen alle ihr Fett weg. Tom Cruise als Neo-Con Senator ist absolut glaubwürdig und ebenso beängstigend...Seine Strategie "Whatever it takes!" wird von der Journalistin richtig als die Nam-Initiative entlarvt... Der hyperintelligente Polit-Studi, der ohne was zu machen seine Prüfungen besteht und sich ein schönes Leben macht..."Es nützt ja sowieso nichts" Und natürlich die Medien. Die Meinungsbooster. Die Fähnlein im Winde. Redford liefert einen wichtigen Streifen, der Hirnschmalz erfordert und alle zum Nachdenken auffordert. Es wundert mich nicht, dass der Film gemäss US-Boxoffice floppt...Man will das nicht. Für mich der beste Film dieses Kinojahres... |
der film würd' mich ja wirklich interessieren... aber ich kann nicht. ich kann wirklich keinen film mehr sehen mit diesem blöden a....gesicht, das tue ich mir einfach nicht mehr an... |
Zitat gargamel (2007-11-13 09:01:04)
Tja, was soll man da sagen? Du hast 3 Möglichkeiten: - Trotzdem hingehen
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Zitat Markus (2007-11-13 09:03:54)
kommt definitiv nicht in frage, hab' mich jedesmal nur geärgert, wenn der seine dumme visage in einem film zeigte
tja, damit werd' ich wohl leben müssen.
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Zitat gargamel (2007-11-13 09:07:54)
Du hast United Artists (das Cruise ja gehört) kein Geld gegeben? Aber er ist der perfekte Match für den Senator...Trust me... |
sorry, dieser schatten ist zu hoch für mich... |
Zitat gargamel (2007-11-13 09:15:05)
Your loss...I don't mind |
Um ehrlich zu sein: Ich habe echt irgendein 0815-Antikriegs-Movie erwartet, aber zum Glück bin ich ins Kino gegangen, denn Lions for Lambs hats wirklich in sich! Meryl Streeps Figur ist wirklich stark und das Frage-Antwort-Spiel mit Tom Cruise ist gleichzeitig spannend, unterhaltsam und informativ. Ich will nicht sagen, dass es 5,5 Sterne sind, aber mindestens abgerundete 5 Sterne. @ alle, die den Film auch gesehen haben [Editiert von El Chupanebrey am 2007-11-16 20:13:15] |
Zitat El Chupanebrey (2007-11-16 20:11:50)
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Zitat El Chupanebrey (2007-11-16 20:11:50)
Fast: 'Nowhere have I seen such lions led by such lambs. Google is your friend |
Zitat Markus (2007-11-16 21:08:50)
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Zitat El Chupanebrey (2007-11-16 21:21:32)
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Tom Cruise ist einfach kein guter Schauspieler (mit einer Ausnahme vielleicht: COLLATERAL von Michael Mann). Sein schlecht gespieltes Gefasel nervt nur! Der Film beinhaltet nichts Neues zum Thema USA vs. böse Islamisten. Einzig die Konversation zwischen dem Professor (Robert Redford) und seinem Schüler war klug und gut gespielt. Der Schluss mit den beiden US Soldaten war dann ziemlich pathetisch. |
Also, El Chupanebrey bringt es ganz gut auf den Punkt. Der Film besticht durch gute Dialoge. Am Besten ist der Schlagabtausch zwischen Cruise und Streep in der Mitte des Films (hat auch ein paar witzige Seitenhiebe dabei). Die Schauspieler überzeugen durchgehend (sogar Cruise wirkt für einmal so etwas wie glaubwürdig). Die Geschichte mit den GIs ist ganz klar am schwächsten. Das ist aber nicht weiter schlimm, da sie ja nur als Aufhänger für den Prof. dient. Der Film kommt eher wie eine Art Prolog rüber, da ja eigentlich nichts passiert, ausser dass sich die Protagonisten über die Vergangenheit und Zukunft unterhalten. Da diese Unterhaltungen aber durchaus spannend sind, erachte ich den Film zumindest als sehenswert. "I will not run for president" (hat das nicht kürzlich U. Maurer in der NZZ auch gesagt?!?!? |
Spannend, anspruchsvoll, überraschend ausgewogen; da werden einem keine pfannenfertige Rezepte um die Ohren gehauen. Jede/r muss sich selber überlegen, was die verschiedenen Positionen für ihn selber bedeuten. 4,5 Sterne [Editiert von thatssno am 2007-11-19 13:46:04] |
Nachdem ich zwar keine Absicht hatte, mir Lions for Lambs anzuschauen (gleicher Grund wie gargamel), bin ich dann eben doch hingegangen - und kann leider nicht voll in die Lobeshymnen hier einstimmen. Ich würde dem Film bestimmt nicht die Note "extrem gut", geschweige denn das Sternenmaximum verpassen. Redford liefert interessante Themen und schlaue Dialoge. Gut. Aber manchmal droht der Film unterzugehen, da er zu viel Informationen liefert und keine davon richtig gewichtet, sondern sie uns nur im Schnelldurchlauf präsentiert. Gut gespielt ist es ja, aber sehr gut? Nein. Von Meryl Streep darf man mehr erwarten (ich hatte das Gefühl, dass sie sich nicht gerade lange mit ihrem Charakter auseinander gesetzt hat) und von Cruise darf man weiterhin zurecht nicht mehr erwarten, als dass er, wenn es gut kommt (wie hier), seinen Text anständig rüberbringt. Den Text zu können und einer Figur Glaubwürdigkeit zu verpassen, das sind für mich einfach zwei verschiedene Dinge. Wer sich also ein Bild von Tom Cruise Schauspielkünsten gemacht hat, wird es nach diesem Film bestimmt nicht ändern. (gargamel, du darfst ihn auch weiterhin hassen) Die Story im Krieg fand ich von daher schlecht gemacht, dass sie nicht richtig vorwärts kommt. Hier weist der Film die meisten Längen auf. Fazit: Lions for Lambs ist gut geschrieben, als Hörspiel wäre es sehr gut , als Film ist es ganz anständig. Tom Cruises schneeweisses Lächeln stört mich auch hier und aus den restlichen Schauspielern wird bei weitem nicht das volle Potenzial ausgenutzt. Ein guter Film ist es trotzdem, doch es hätte mehr draus werden können. Das gewisse Etwas fehlt einfach. |
da der film praktischerweise im ü-film (sorry für die kitag-schleichwerbung) gezeigt wurde, musste ich mich nicht mehr mit der frage auseinandersetzen, ob ich denn tom cruise's hochglanzmagazin-fresse einen ganzen film lang ertragen möchte. tom hin oder her, der film ist durchaus sehenswert. meryl streep gehört nach wie vor zu meinen lieblingsschauspielerinnen und sie hat mir auch hier wieder gut gefallen. im gegensatz zu Evening... gut gefallen hat mir der schluss, da dem zuschauer regelrecht der ball zugespielt wird und er sich fragen muss, wie stehe ich eigentlich dazu? alles in allem ein guter film, den ich weiterempfehlen kann. die frage ist nur, will man sich den cruise antun oder doch lieber auf der playstation spielen... |
ein wirklich überzeugender film, die wortgefechte waren wunderbar, einfach klasse amüsante dialoge. das schicksal der zwei soldaten ist auch ergreifend, der film regt insgesamt zum nachdenken an. |
Eine Frage zu dem Film hab ich ja...wesshalb dauert der Film in der Kino version 10 Minuten länger als die Dvd version? Oder war das nur ein Tippfehler des Kritikers? |
Also dieser Film wer doch in der Tat ganz nett gemacht. Klar, ich hatte vom Cover und auch vom Trailer her mit mehr Action-Szenen und weniger Dialogen gerechnet, doch das Endergebnis ist durchaus überzeugend. So ist's eben in unserer kleinen Welt ;-) Gruss BooBee |
Zitat BooBee (2008-04-06 08:57:31)
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Was habt ihr alle gegen Tom Cruise? Ich fand ihn in dem Film sehr gut und in Collateral war er einfach super! Immer diese Hass Tiraden... |
Der Film ist wirklich sehr gut. Lions for Lambs hatte mir damals als er im Kino anlief überhaupt nicht angemacht. Ein extrem Dialoglastiger Film war nichts für mich. Doch wie sich nun heraustellt, ist es das Gegenteil. Ich fand den Streifen sehr Interessant, die Dialoge sind clever und die Schauspieler gut. Und dank dem tragischen Ende runde ich hier somit meine 4,5 auf. |

