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Bobby oder: Menschen im Hotel


Emilio Estevez spinnt Geschichten fiktiver Personen um den Tag des Attentats auf Bobby Kennedy, viele Jahre hat der Sheen-Spross an seinem Drehbuch gearbeitet. Es hat sich gelohnt, Bobby ist ein bemerkenswerter Film, der durch seine Vermischung von Fakten (auch mit Hilfe dokumentarischer Aufnahmen) und den "Menschen im Hotel" interessant und dennoch authentisch bleibt.

Den Ausgang des Films kennen wir alle, Robert F. Kennedy stirbt an seinen Schussverletzungen, dennoch kann Estevez das Interesse des Zuschauers dank spannender Charaktere bei der Stange halten. Trotz der vielen, vielen Personen, mit denen man konfrontiert wird, verliert man nie den Faden. Das liegt nebst dem Drehbuch auch daran, dass viele bekannte Gesichter den Geschichten ihren Charakterkopf leihen: Anthony Hopkins als Hotelchef im Ruhestand, den es immer wieder an seinen einstigen Arbeitsplatz zurück zieht, wo er den ganzen Tag mit seinem alten Kumpel (Harry Belafonte) verbringt. Sharon Stone als Hotel-Friseuse und Frau des General Managers William H. Macy, der in seinem eigenen Hotel einer heissen Affäre mit einer anderen Angestellten nachgeht. Martin Sheen und Helen Hunt als reiches aber angeschlagenes Ehepaar, ja selbst Demi Moore, Christian Slater und sogar unser liebster Hobbit, Elijah Wood können hier mehr als nur überzeugen.

Das liegt wie angesprochen ohne Zweifel am fabelhaften Drehbuch von Emilio Estevez und der gediegenen, ruhigen Umsetzung, sicher aber auch daran, dass den Darstellern viel an dieser Geschichte gelegen ist. Das ist in jeder Szene des Films zu spüren.

Bobby ist nicht JFK, es geht weder um Verschwörungstheorien noch um Attentäterprofile. Es geht um Menschen und um einen Traum, den Amerika kurze Zeit träumte. Schade, dass dem Film nicht die Zuschauerresonanz zukam, die er verdient hätte.

Extras: Die DVD präsentiert auf Disc 1 den Film sowie ein Making of und Produktionsnotizen (als Texttafeln). Disc 2 blickt auf das Leben und die Politik von Robert F. Kennedy in Form von historischen Bildern und Dokumentationen zurück, ausserdem kann man einigen Augenzeugenberichten jenes verhängnisvollen Abends lauschen. Insgesamt werden zweieinhalb Stunden an Bonusmaterial geboten. Überrascht hat mich die sehr lebhafte Tonspur, die Nebengeräusche aus der Küche oder von herumstehenden Leuten recht plastisch wiedergibt - das erwartet man von einem so dialog(und monolog-)lastigen Film sonst eher nicht.

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pb's Wertung: 5 Sterne

Zitat pb (2007-10-21 16:40:00)

hat der Douglas-Spross

Wie meinst du das? Emilio Estevez ist der Sohn von Martin Sheen und nicht von Kirk Douglas. Das wäre dann Michael Douglas.
Somit ist er auch der ältere Bruder von Charlie Sheen :)

mab's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Takeiseasy (2007-10-22 16:38:34)
Zitat pb (2007-10-21 16:40:00)

hat der Douglas-Spross

Wie meinst du das? Emilio Estevez ist der Sohn von Martin Sheen und nicht von Kirk Douglas. Das wäre dann Michael Douglas.
Somit ist er auch der ältere Bruder von Charlie Sheen :)

hoppsla, verschreiber... danke. werde es ändern!

pb's Wertung: 5.0 Sterne

Ganz klarer Höhepunkt dieses Streifens ist bestimmt das grosse Staraufgebot. Keiner der Akteure enttäuschen und spielen teilweise auf einem grossartigen Niveau. Ein weiterer positiver Punkt ist die Story, die es bestens versteht zu unterhalten. Leider zieht sich das Teil gegen den Schluss zu sehr in die Länge.

()=()'s Wertung: 4.0 Sterne


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