Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Stardust
Stardust oder: Alles Schöne kommt von Oben Alle Jahre wieder werden wir in der Zeit, in der die Nächte länger werden und die Temperaturen langsam fallen, cineastisch entführt in irgendwelche Märchenwelten. The Chronicles of Narnia hats vorgemacht und dieses Jahr folgen diesem Ruf gleich drei Filme: The Golden Compass, Dark is Rising und eben Stardust, das den Startschuss in einen fantastischen und märchenhaften Herbst geben soll. In Amerika ging der Film zwar ein bisschen unter, lässt aber schon durch den Trailer auf eine schöne Geschichte, viel Magie und eine lässige Michelle Pfeiffer hoffen. Die Geschichte von Stardust ist schnell erzählt. Ein Junge wird in eine magische Welt befördert, aus der er sich nun durch List, Mut, Tapferkeit und mit ein bisschen Hilfe wieder rausmanövrieren muss. Dazu mischt man ein paar grosse Namen (Michelle Pfeiffer, Robert de Niro), peppt es mit schönen Special Effects auf und schaut, dass die einzelnen Szenen recht pompös und teilweise niedlich witzig daherkommen. Und fertig ist das Kinomärchen, das uns in fantastische Welten entführen soll. Nunja, so einfach ists dann doch nicht ganz. Zwar darf die Geschichte an sich durchaus als schön und niedlich betrachtet werden, jedoch fehlt dem Film vielfach eine gewisse Würze und etwas Pepp, der den Zuschauer an der Leinwand hängen lässt. Stattdessen legt man grossen Wert auf romantische Momente zwischen dem Stern und dem Helden, so dass auch jeder Hinterletzte im Kino bald mal weiss, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die beiden Charaktere um den Hals fallen. Ebenfalls fehlt überraschenderweise an unerwarteten und magischen Momenten, die doch sehr spährlich gesäht sind. Der junge Held, von Charlie Cox nach anfänglichen Schwierigkeiten gut gemeistert, bleibt leider in der Rolle des romantisch angehauchten Retters kleben und entwickelt sich nur mühsam. Claire Danes (Terminator 3) hätte mehr "Stämpfel"-Momente vertragen können. Denn wenn sie rumzickt, ist sie wirklich unterhaltsam. Das Highlight ist aber natürlich Michelle Pfeiffer als Sexy-Hexi, die schön austeilen und richtig böse sein darf. Robert de Niro hingegen macht mit einem einzigen (befürchteten) Auftritt mit Federboa seinen ganzen, bis zu dieser Szene recht lustigen, Auftritt zunichte. Gelungen sind auch die Geister-Prinzen, die jeweils die Szenerie aus sicherer Entfernung beobachten und sich nicht scheuen, auch mal ein wenig Sarkasmus in die Runde zu werfen. Hier hat vor allem Rupert Everett einen coolen Auftritt, der sich aber leider nur auf ein paar wenige Momente beschränkt. Aufgefallen ist auch "Mr. Weasley" (Harry Potter and the Goblet of Fire), der als menschlicher Ziegenbock eine gar lustige Rolle inne hat. Fazit: Stardust ist ein romantisches Märchen wie es im Buche steht. Gelungene Special-Effects, ein paar nette Witze und eine gut aufspielende Michelle Pfeiffer stehen einer geradlinigen und darum nicht sehr innovativen Geschichte gegenüber, der ein paar Wendungen und zusätzliche Märchenfiguren gut getan hätten. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 25 Beiträge geschrieben.
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Mal gucken ob die Nasen, das Kinderbuch von Neil Gaiman richtig rübergebracht haben... Captain Shakespeare |
Stardust - endlich mal wieder Fantasy An Stardust ging ich eher mit gemischten Gefühlen. Nach den Supergurken Narnia und Eragon sah Stardust sehr nach langweiliger Romantik-Klischeestory aus, bei der einem vor Langeweile das Gesicht einschläft. Im Kino dann die Überraschung: Obwohl es in der tat die Klischeestory war, die ich vermutet hatte, ging Stardust in eine ganz andere Richtung und wurde von Anfang an durch sehr gute Schauspieler und auch schwarzem Humor geprägt. So schaut man entzückt zu, wie sich die sieben Erben um den Königsthron balgen und, wenn sie verstorben sind, als Geister die ganze Sache kommentieren. Dazu kommt noch, dass es Regisseur Matthew Vaughn (Snatch) gelungen ist, keine Hänger einzubauen. Selbst wenn sie nur im Piratenschiff von A nach B Segeln, (etwas das in Eragon kotzlangweilig war), kann er die Zeit so geschickt überbrücken, dass dies keine Sekunde langweilig ist und mit Robert De Niro als Captain Shakespeare macht das ganze einfach Spass. Michelle Pfeiffer gibt einen guten Gegner ab und spielt die böse Hexe teuflisch gut. Negatives gibt's natürlich auch. Die Story ist wie gesagt sehr Platt und deutlich von anderen Fantasystreifen/Bücher inspiriert. Genau so die Umsetzung. Da gibt es einige visuelle Parallelen zu Lord of the Rings. Held Charlie Cox gibt sich redlich Mühe als verliebter Retter in der Not und geht zum glück lange nicht so auf den Sack wie Shia LaBeouf in Transformers. Claire Danes kann als gefallener Stern überzeugen und man schaut ihr auch gern zu. Sie hat aber auch einige Overacting Probleme in gewissen Szenen. Dies sind aber eher Details, was wirklich gestört hat, sind die zwischendurch sehr schlechten Spezial Effekte, die deutlich in das Bild hineinkopiert oder einfach Versaut sind. Bei so grossen Produktionen, sollten solche Sachen einfach nicht mehr sichtbar sein. Fazit: Also ich hatte rund zwei Stunden Spass im Kino und genoss die guten Schauspieler, die schönen Landschaftsbilder und natürlich den köstlich schwarzen Szenenhumor. Eine sehr kurzweilige Angelegenheit die einem vor allem mit dem Spassfaktor die sehr klassische Geschichte sowie auch anderen Mängel vergessen lässt. Sehr zu empfehlen. |
Also unter "tiefschwarzem" Humor versteh ich was anderes, als ein paar Geister, die dumme Sprüche klopfen.... |
Zitat muri (2007-09-26 09:38:58)
So als Zitat: Oder die Fragenden Gesichter der Geister, als der Körper plötzlich wieder zu kämpfen begann. |
Zitat db (2007-09-26 09:23:55)
Kann mir mal jemand sagen, warum alle the chronicles of narnia als ziemlichen mist betrachten? Ich meine es ist ja jedem selbst überlassen wie man einen film beurteilt aber ich verstehs einfach nicht so ganz. bei der verfilmung hat man sich ja wirklich genaustens ans buch gehalten und das buch ist halt ein kindermärchen. also verfilmt finde ich das buch super. ob die story des buches einem dann gefällt ist wohl ne andere sache. [Editiert von eowyn44 am 2007-09-26 13:46:35] |
Also gerade "schwarz" fand ich den Humor auch nicht... Mir hat der Film einfach Spass gemacht. Eine Art Romantic Comedy im Fantasy-Kleid. Einfach schön. |
Erstmal danke an OutNow für die Tickets, endlich hats mal geklappt Stardust ist eine märchenhafte Liebesgeschichte die ab und zu auch einen guten Schuss Humor aufweisen kann (Stichwort Geister-Prinzen und Spoiler zum Lesen Text markieren
De Niro). Mich konnten die Hexen, Piraten (Arrr!) und Romeos gut unterhalten, auch wenn die Story teilweise Klischees beinhaltete und einige Hänger hatte. [Editiert von Sacri am 2007-09-26 14:12:29] |
Zitat Markus (2007-09-26 07:57:10)
...ähm... häh? Ich finde nicht unbedingt, dass das ein Kinderbuch ist. Neil Gaiman (den ich ja über alles liebe! Lest alle American Gods und Anansi Boys!) hat zwar auch schon Kinderbücher geschrieben (Coraline, The Day I swapped my Dad for a Goldfish, etc.), aber auch die sind nicht unbedingt für die ganz Kleinen gedacht. Stardust ist zwar sehr märchenhaft - im Film noch viel deutlicher als im Buch - aber es hat doch einige sehr erwachsene und fast schon kinderuntaugliche Sachen im Buch, drum finde ich dieses Label hier etwas unpassend. Übrigens finde ich ja Stardust nicht unbedingt das beste Buch von Gaiman, es hat einige Schwächen und ist eher herzig als gut, aber ich war trotzdem sehr zwiegespalten, ob ich die vielen Änderungen gut finden soll oder nicht. Gut gefallen haben mir natürlich die Schauspieler, am allerbesten ist sicher Robert DeNiro. Wow! So lustig war der ja echt noch nie, und so gelacht hab ich auch schon lange nicht. BEST. PIRATE. EVER! Weniger gefallen haben mir hingegen die gegen den Schluss immer deutlicheren Anklänge an typische (Film-)Märchenklischees, das fand ich echt schade. Nicht, dass ich etwas gegen Märchen hätte, aber der Schluss im Buch ist viel witziger, und auch etwas trauriger. Falls es jemanden interessiert: Spoiler zum Lesen Text markieren
Und wieso muss man immer alles, was auch nur irgendwie phantastisch ist, mit Lord of the Rings vergleichen? Das nevt langsam echt. Stardust hat einen Weltenwechsel, fängt also in der realen Welt an und wechselt dann in eine phantastische Welt, und Lord of the Rings ist pure Fantasy, wo alles in einer anderen Welt spielt. Das ist doch wirklich was ganz anderes - hat ja schliesslich auch keine Hobbits, Orks und aufwändige Schlachten im Film, also! |
Zitat fangrrrl (2007-09-28 20:31:20)
Jagut, das Finale haben sie sichs sowieso enorm einfach gemacht. Kurz Superwaffe einsetzen und aus die Maus, war auch etwas abgewürgt. Aber zum zweiten Teil. Ging nur darum, dass es einige Parallelen mit Lord of the Rings hat. Ist nunmal deutlich, dass die Hauptstadt beinahe 1:1 Minas Tirith abgekupfert wurde. Solche Details fallen einem aufmerksamen Zuschauer einfach auf, darum ist es im Text. |
Zitat db (2007-09-28 22:25:15)
...nur etwas kleiner, gell? |
Zitat fangrrrl (2007-09-28 23:50:21)
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Ich fand den Film echt witzig. Allen voran die menschliche Ziege und noch besser, der ziegliche Mensch. Spoiler zum Lesen Text markieren
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Zitat eowyn44 (2007-09-29 09:24:34)
Die erste Vodoo-Puppe Szene hat mir auch nicht ganz so geschmeckt, einfach darum weil Spoiler zum Lesen Text markieren
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man schreibt Vodoo - Puppe? thanks, wieder mal was gelernt... |
ein tolles fantasy-adventure, das sich selbst nicht zu schade ist, gleich mehrfach die typischen elemente von fantasygeschichten auf die schippe zu nehmen. daneben fand ich - im gegensatz zu muri - die geschichte nicht wirklich übel, sie ist einiges spannender und definitiv unterhaltsamer als narnia. stardust ist zum glück nicht speziell auf kinder ausgerichtet, auch wenn leider trailer & co vorab bei mir ein bisschen diesen eindruck erweckten. entsprechend positiv die überraschung. sehr erfrischend auch, dass hier nicht gleich für die nächste nichtendenwollende saga vorgespurt wurde, sondern die geschichte zu einem brauchbaren abschluss findet - ohne dass ein sequel gleich um die ecke (oder hinter der mauer) wartet. |
Gestern gesehen - fand ich den Film sehr unterhaltsam und kurzweilig. Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht: Ein paar mehr - phantastische - Special Effects hätten dem Film gut zu Gesicht gestanden. Sicherlich hätte man die Geschichte hier und da etwas knackiger gestalten können, alles in allem aber ein schöner Film! De Niro - Hut ab - grandiose Leistung! Gruss BooBee |
Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen und bin ohne irgendwelche Erwartungen in den Film gegangen und ich war und bin es immer noch, begeistert von dem Film. Den muss ich unbedingt nochmal schauen! |
Absolute Hammerumsetzung eines genialen Buches. Ein perfektes Märchen. Die Namen der Personen und Ortschaften sind typisch Gaiman (Primus, Secundus, Tertius...)...Sehr einfach und doch aussergewöhnlich. Die Pfeiffer und der Röbi machen ihren Job wunderbar. Aber auch Ricky Gervais hat auch einige Lacher auf sicher. Ein wunderbarer Film zu einem wunderbaren Buch. DAS nenn ich Fantasy! |
wirklich wunderschönes märchen (sterne und liebe, mehr geht nun wirklich nicht mehr), mit einer pfeiffer, die eine ordentlich geile "1st young appearance" hingelegt hat. hat mir supergut gefallen, nur der captain, naja, ich weiss ned recht... |
er war gut |
Zitat gargamel (2008-03-19 08:30:44)
Das Buch gelesen? |
yup. wieso meinst du? |
Zitat gargamel (2008-03-19 08:33:00)
Nur so |
tell me more bout the book thing. |

