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Beitrag Notes on a Scandal
Notes on a Scandal oder: Es munkelt wieder Es gibt gewisse Filme, die hinterlassen einen Eindruck. Manche tun dies mit dokumentarisch, erschütternden Bildern (Blood Diamond), manche mit ungebändigter Brutalität (Saw 3). Andere wiederum tun dies simpel mit geballten, schauspielerischen Höchstleistungen. Schon die Namen Judi Dench und Cate Blanchet auf dem Cover weisen auf einen Grosskaliber-Film hin. Notes on a Scandal nutzt die schauspielerischen Fähigkeiten der beiden Filmdiven zu hundert Prozent aus und liefert einen intensiven und realistischen beinahe-Thriller ab, der von Anfang bis zum Schluss packt. Der Film beginnt harmlos mit dem ersten Schultag eines neuen Schuljahres und einer neuen Lehrerin, Sheba (Cate Blanchet), die anfänglich von Barbara (Judi Dench) in ihrem Tagebuch als todgeweihte, feenhafte Lehrerin klassiert wird. Sheba entspricht den Erwartungen und versagt kläglich als Lehrerin. Über den Verlauf der Handlung nehmen die anfänglich sehr oberflächlichen Figuren mehr und mehr an Tiefe zu. Während Barbara, wie auch der Zuschauer die Figuren näher kennenlernt, wird die Handlung immer düsterer. Was zu Beginn nur böse Kommentare in einem Tagebuch sind, werden mehr und mehr bittere Realität. So entfaltet sich ein Portrait von zwei enorm einsamen Personen, von denen eine bisher keine Liebe gekannt hatte und jetzt alles versucht, um sich an das Leben der anderen zu ketten. Regisseur Richard Eyre schafft es, den sehr undurchsichtigen und mit Cate Blanchet und Judi Dench perfekt besetzten Figuren mehr und mehr Tiefe zu geben. Während Sheba unschuldig über ihre Vergangenheit und ihr Familienleben erzählt, hat Barbara sie schon lange in ein Netz von Intrigen hineingezogen, aus dem sich die überforderte Lehrerin nicht mehr befreien kann. Obwohl der dramatische Psychothriller ausbleibt und doch recht wenig aus der Macht von Barbara gemacht wird, überzeugt das teuflische Spiel auf sehr subtile Weise. Negative Punkte sind unter anderem der doch recht einfach gelösten Schluss und das eigentliche Objekt der Begierde. Der 15-Jährige kann kaum überzeugen und wirkt in den wenigen Szenen eher peinlich als passend. Aber als Auslöser einer Kettenreaktion ist er gerade recht. Fazit: Notes on a Scandal wird zwar nicht zum düsteren Psychothriller bei dem die ältere Dame die Junge bis aufs Blut terrorisiert, wie vielleicht der Trailer vermuten lässt, sondern bleibt auf subtilem Niveau und spielt die grossartigen Besetzungen sehr gekonnt gegeneinander aus. All denjenigen zu empfehlen, die Fans von eher ruhigen Filmen mit langsam steigenden Spannungsbögen, tiefgehenden Charakteren und Schauspielkunst sind. Die DVD liefert den Film in einer recht tragischen Qualität ab und trübt das Filmvergnügen mit blassen Farben sowie eher dürftiger Schärfe. Der Ton bleibt platt, doch da es sich um einen ruhigen Film handelt, ist er sowieso nur atmosphärisch nötig. Trotzdem enttäuscht die Qualität in dieser Beziehung. Das Bonusmaterial gibt sich Mühe, das heisse Thema so gut wie möglich zu erklären und versucht dies über ein grosses Making-Of mit allen beteiligten Personen und einigen Kurzbeiträgen, die im Web veröffentlicht wurden. Während jedoch das Making-Of sehr umfassend ist, sind die Webisoden sehr abgehackt und kratzen nur an der Oberfläche. Über alles gesehen ist das Bonusmaterial sicher informativ. Jedoch kam es mir eher wie ein Zusammenschnitt von PR-Material vor, als wirklich spezifisch für Behind the Scenes produziertes Material. Schade, denn mit etwas mehr Mühe hätte man dieses viel interessanter gestalten können. |
hmhm, gemischt, gemischt. so richtig vom hocker gehauen hat mich der film nicht in allen belangen, ausser der musik und den teils tollen darstellern ist wenig hängengeblieben. [Editiert von pb am 2007-09-24 22:19:59] |


