Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Perfect Stranger
Perfect Stranger oder: The Perfect Flop Die Vorfreude war damals recht gross. Ein erotisch angehauchter Thriller mit immerhin Bruce Willis und Halle Berry. Vor allem Ersterer verspricht eigentlich mehrheitlich gute Unterhaltung und wenns dann noch um geheimnisvolles Online-Dating, Mord und auch noch Giovanni Ribis mit von der Partie ist, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Leider entpuppt sich Perfect Stranger als grauenhafter Guguus, der es nie schafft, auch nur annähernd eine Spannung aufzubauen, geschweige denn den Zuschauer zu überraschen. Das versucht man zwar mit einem völlig aus dem Nichts dahergeholten Twist am Ende, doch auch der ist so lachhaft, dass der Ärger über den Film nur noch grösser wird. Dazu kommt, dass die "erotische" Anspannung zwischen den Hauptdarstellern praktisch nicht besteht und Halle Berry einmal mehr den Beweis schuldig bleibt, dass Monsters Ball nicht bloss ein Glückstreffer war. Wo wir grad bei der Dame sind. Dass sie sich inzwischen in jeden Film eine Sexszene schreiben lässt, lassen wir gerade noch durchgehen. Den Rest ihrer Performance kann man aber im Bezug auf Perfect Stranger einfach mal vergessen. Sie bringt keine Tiefe in ihre Figur, lässt den Zuschauer uninteressiert an den Taten teilhaben und wenns am Schluss ein klein bisschen spannend wird, ist wiederum sie einer der Gründe, warum man leider laut rauslacht, anstatt sich vor Anspannung die Fingernägel abzukauen. Bruce Willis bleibt ebenfalls deutlich unter seinem Schauspielniveau, hat aber auch eine recht doofe Rolle gepackt. Mehr als rumsitzen, Cocktails schlürfen und einmal kurz ausrasten, darf der gute Mann nicht. Da hat Giovanni Ribisi schon mehr Möglichkeiten. Er, respektive sein Charakter, ist der einzige Grund, warum man überhaupt in Betracht ziehen sollte, Perfect Stranger zu gucken. Fazit: Perfect Stranger wurde beim Kinostart gross durch die Medien getragen und blieb jeden Beweis für diese Behandlung schuldig. Grosse Namen alleine genügen nicht (mehr) für einen spannenden Film und Perfect Stranger schafft es nie auch nur annähernd eine gewisse Spannung und Intensität aufzubauen, die nötig gewesen wäre, um die sehr schwache Story an den Mann zu bringen. So richtig Mühe hat man sich bei der DVD-Ausstattung ebenfalls nicht gegeben. Ein Making-Of, in dem alle Stars zu Wort kommen und (natürlich) von den Dreharbeiten schwärmen, ist das einzig brauchbare Feature. So richtig was Neues erfährt man da aber nicht. Die zusätzlichen Trailers zeigen aber mehrheitlich interessante Filme (Vacancy oder Surfs Up). Auch in technischer Hinsicht wird Standardkost geboten. Der Film präsentiert sich in zwei Sprachvariationen und in zu erwartenden Dolby Digital 5.1. Das kommt klar durch die Boxen und hat keine Schwächen zu bieten. Das Bild wurde ebenfalls sauber transferiert und macht einen sauberen und klaren Eindruck. |


