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Becoming Jane oder: Very British


Ihre Geschichten sind weltbekannt. Pride and Prejudice, Sense and Sensibility oder Emma wurden bereits diverse Mal verfilmt und kommen weiterhin regelmässig in neuen Fassungen entweder ins Kino oder direkt ins Fernsehen. Meist von angesehenen Schauspielern gespielt, versprechen die altertümlichen Geschichten über Liebe, Romantik, Witz und Dramatik gute Unterhaltung. Kein Wunder also, dass es an der Zeit war, das Leben der Jane Austen filmisch fest zu halten. Becoming Jane war zwar kein Hit an den Kinokassen, fährt aber mit einer sympathischen Crew auf und setzt ganz auf witzige Romantik.

Anne Hathaway (The Princess Diaries, Brokeback Mountain) soll sich extra für diesen Film einen britischen Akzent angeeignet haben. Ausserdem hat sie Klavierstunden genommen, um in ein paar Szenen auf dem Piano rumklimpern zu können. Die junge Schauspielerin aus The Devil wears Prada macht dann auch einen sehr guten Eindruck, auch wenn ein paar Mal die "Amerikanerin" durchbricht. Sie verleiht der Figur der Jane Austen aber Glaubwürdigkeit, ist schnippisch, ironisch und will sich mit den Gepflogenheiten von damals nicht so richtig abfinden.

Ihr Filmpartner James McAvoy (The Last King of Scotland) gibt den anfänglich arroganten und hochnäsigen Londoner sehr gut. Seine Entwicklung vom Partygänger und Lustboxer hin zum ernsthaft verliebten und tragisch angehauchten Gentleman meistert er galant. Das Zusammenspiel zwischen ihm und seiner Partnerin passt hervorragend und man wünschte sich mehr solcher schnippischer Flirt-Momente, als es schlussendlich im Film geworden sind.

Was halt immer ein wenig mühsam bei solchen Biographien daherkommt, ist die Geschichte an sich. Klar, bei einer Story über Jane Austen darf man davon ausgehen, dass alles "very british" ist, der Witz meist nur angedeutet wird und die Strenge der damaligen Zeit die Überhand behält. So lässt der Film dann auch eine gewisse Lockerheit vermissen, die wir aus ähnlichen Projekten kennen. Dafür haben die Altstars wunderbare Auftritte und wenn Maggie Smith auf der Leinwand auftaucht, James Cromwell mit tiefer Stimme Monologe hält oder Julie Walters als Mutter ab ihrem Töchterchen fast durchdreht, dann sieht man, wie gut die einzelnen Akteure wirklich sind.

Fazit: Becoming Jane ist eine gelungene Geschichte über eine junge Frau, die sich die Inspiration für ihre Bücher aus dem eigenen, dramatischen, Leben holt. Ein paar Längen hats drin, die Geschichte trieft nicht vor Spannung, dafür agieren die Schauspieler allesamt auf sehr hohem Niveau. Sogar Anne Hathaway fällt da nicht ab und hinterlässt einen sehr sympatischen Eindruck.

Vielleicht eher ein Film für Frauen oder solche, die an verregneten Sonntagen ein Jane Austen-Buch auspacken, anstatt sich ans Videospiel zu machen.

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muri's Wertung: 3.5 Sterne

Erinnere ich mich an den Film Sense and Sensibility sowie die BBC TV Produktion Pride and Prejudice und vergleiche sie mit Becoming Jane fällt letzterer ziemlich deutlich ab. Natürlich geht's hier nicht primär um eine Literaturverfilmung, sondern einen Auszug der Austen Biografie. Es geht um die unerfüllte Liebe der Jane Austen und welchen Einfluss diese auf ihre Novels hatte. Ich hätte mir jedoch mehr Einblicke in die "Zeit der Austen" gewünscht - mehr Eindrücke von anno dazumal. Musik, Kleidung, Städte, Dörfer etc. Doch der Film rast sozusagen an diesen Details vorbei. Dadurch erhält er eine oberflächliche Leichtigkeit, die zumindest an einem verregneten Tag im Kino oder auf DVD unterhält... ja, wahrscheinlich primär die weibliche Bevölkerung und/oder Austen-Fans.

Anne Hathaway ist ein Everybody's Darling! Gerne sähe ich sie einmal in einer etwas anderen, mutigeren Rolle, in welcher sie ihre Wandelbarkeit präsentieren kann.

nd's Wertung: 4.0 Sterne

Zitat nd (2007-10-13 07:32:44)

Anne Hathaway ist ein Everybody's Darling! Gerne sähe ich sie einmal in einer etwas anderen, mutigeren Rolle, in welcher sie ihre Wandelbarkeit präsentieren kann.


Havoc *hust*

rm's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat rm (2007-10-13 15:13:09)

Havoc *hust*

ich bin beinahe etwas shocked. und beziehe meine aussage auf die zukünftigen hathaway filme. und nicht den gugus vor zwei jahren, oder so *bläh*!

nd's Wertung: 4.0 Sterne

also ich fand den film eigentlich gar nicht mal so schlecht, aber leider gab es kein happy end ;), pride and prejudice und sense and sensibility sowie emma haben mir übrigens auch sehr gefallen. ich mag generell (fast) alle jane austen filme:d.

Bubbabu's Wertung: 5.0 Sterne

ich bin mir nicht ganz sicher, aber war dies nicht eine fiktive "biographie" von jane austen? deshalb hab ich's auch schon fast als "Roman"-verfilmung empfunden. wobei, ganz klar, ihre bücher sind schon etwas komplexer als diese "version". aber es ist trotzdem ein wiedersehen mit alten bekannten figuren aus ihren büchern, auch wenn mit andren namen und anderen zusammenhängen. obwohl es sich schlussendlich immer wieder um das gleiche handelt, ich liebe diese filme und diese hübschen cottages. will auch eins ;-)
nett, etwas langatmig, nix gegen anne hathaway, aber eine richtige engländerin hätte mir wesentlich besser gepasst.

lafrecciablu's Wertung: 4.0 Sterne


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