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Beitrag Rocky Balboa

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Rocky Balboa oder: The Knautschgesicht is back!


Der Gedanke an einen erneuten Rocky-Streifen hat mich erschaudern lassen. Nach den schauderhaften Teilen vier und fünf graute mir davor, das inwischen merklich gealterte Knautschgesicht erneut als Boxproleten wieder im Ring zu sehen. Seit Rocky V sind saubere 17 Jahre vergangen, aber wenn Sly als Rambo wiederauferstehen kann, wieso dann nicht auch als Schwergewichtsboxer mit italienischen Wurzeln?

Die Erwartungen entsprechend tief geschraubt, lässt man also das Boxerstammeln über sich ergehen und ist mehr als angenehm überrascht, dass Sylvester Stallone da anknüpft, wo Rocky und Rocky II aufgehört haben. Stallone macht einen recht glaubwürdigen Schritt zurück und setzt seinen Helden wieder in die heruntergekommenen Örtlichkeiten eines weniger beschaulichen Philadelphias und ihn als abgehalfterten Altboxer, aber lieb-naiven Kerl erscheinen, den wir aus den frühen Rocky-Folgen kennen.

Der vermeintliche Höhepunkt ist zwar der Boxkampf, aber so wirklich umwerfend ist der, ausgenommen für die beiden Eindrescher, die einige Male die Matte spüren, nicht. Stallone bewegt sich wie ein zu gross geratener Fleischklops, die Schlagduelle würde keiner der beiden auch nur eine Runde überstehen und gefilmt, als Mischung aus Liveübertragung und Zeitlupenstudie, ist das Ganze auch nicht wirklich originell.

Wenn auch nicht unbedingt immer glaubhaft und oft nur an der Oberfläche kratzend (Beziehung zu seinem Sohn, die Freundschaft mit Paulie und der amtierende Champ), so ist Rocky Balboa dennoch eine gelungene und oft nostalgisch anmutende Wiederbelebung der Franchise (inklusive der wunderbaren Musik von Bill Conti). So oder so, es ist wohl an der Zeit dem Italienischen Hengst nun seine verdiente Ruhe zu gönnen.

Extras: Verwirrung. Überall wird mit Extras für die DVD geworben, aber die zur Kritik vorliegende Disc hat keinerlei Zusatzmaterial zu bieten. Keine Ahnung was das soll. Zum Bild: Stallone löst seine Bildabfolgen in interessanten Farbgebungen auf (in blau getünchte Erinnerungen, schwarz-weisse Momentaufnahmen, farbig-pixelige Kampfszenen, zum Ende hin geht das Ganze in eine Einheit über). Daher ist der Transfer, durch die verschiedenen Stilarten, nicht einfach so zu bewerten.

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pb's Wertung: 3.5 Sterne


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