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Beitrag The Sun Also Rises - Tai yang zhao chang sheng qi
The Sun Also Rises - Tai yang zhao chang sheng qi oder: Schuhe, Samt und Deliruum The Sun also rises ist ein sinnliches und bildgewaltiges Erlebnis - erfordert aber ein hohes Mass an Aufmerksamkeit sowie die Bereitschaft, sich von einem Strudel mit ungewissem Ziel mitreissen und überaschen zu lassen. Zu diesem Zweck müssen einige Erwartungen über Bord geworfen werden, die normalerweise an einen Film gestellt werden. Beispielsweise diejenige, den Film und dessen Einzelszenen während jeder Minute vollauf verstehen zu wollen. Der Sinn vieler Szenen offenbart sich erst im Nachhinein oder wenn der Film als Ganzes betrachtet wird. Doch auch dann besteht noch genügend Diskussions- und Interpretationspotenzial, was ein zweites Ansehen des Filmes empfehlenswert macht. Doch einige Elemente - wie das wunderschön und zauberhaft inszenierte Ende - bleiben auch bereits nach der ersten Sichtung in bester Erinnerung. Der Film von Wen Jiang ist betörend und verwirrend zugleich. Was die Erzählsprache betrifft, so erinnert er ein wenig an Park Chan-Wooks Robotermärchen I'm a Cyborg but that's ok. Auch wenn die beiden Filme inhaltlich kaum miteinander zu vergleichen sind, so ist ihnen doch das Burleske gemeinsam, die Figuren, die wie in Trance handeln, die Szenerie, die die abrupt wechselt, von leise zu laut, von dunkel zu hell, von überdreht zu nachdenklich und umgekehrt. Der Cast hat einige interessante Namen zu bieten: Fans von Honkong-Action können sich auf Jackie Chans Sohn Jaycee freuen. Joan Chen wiederum dürfte dank ihrer Rolle in Twin Peaks Fans von David Lynch ein Begriff sein. Und zumindest diese sind sich eine komplex erzählte und nach Interpretation schreiende Story, wie sie auch The Sun also rises bietet, ja bestens gewohnt. |

