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Ghost Rider oder: The Adventures of the Brutzelmann


Nein, Ghost Rider ist nicht der Held, den man in einem Atemzug mit Spiderman oder Batman nennen wird. Dazu ist der Mann mit dem Totenschädel der breiten Masse zu unbekannt. Da man in Hollywood aber inzwischen von jeder Comicfigur einen Film zu machen scheint, kam Ghost Rider sogar in die Kinos und konnte einen schönen Gewinn verbuchen. Nicht zuletzt dank der Teilnahme von Nicholas Cage, der bereits im Vorfeld jedem der es (nicht) hören wollte mitteilte, dass er selber doch ein riesiger Fan der Comicfigur ist und es darum keinen anderen als ihn für die Hauptrolle gab.

Der Film an sich ist gar nicht so übel, wie es der Trailer vermuten liess. Eine schaurige Grundstimmung, eine tragische Geschichte und viel Feuer. Genau das erwartet den Zuschauer bei Ghost Rider. Dazwischen versucht Nicholas Cage immer wieder lustig zu sein und die Funken zwischen ihm und Eva Mendez flackern mehr als einmal auf. Und dann gibt es noch Sam Elliott, der mit seiner Bass-Stimme den Mentor gibt und in der besten Szenen des Films (der Feuerritt in die Wüste) einfach toll ist.

Was leider gar nicht passt sind die Bösewichte. Halbstarke Jungs ohne Charisma, dafür mit ganz tollen Fähigkeiten (die Elemente lassen grüssen). Sie, respektive ihre Darsteller, fangen als Lachnummern an und entwickeln sich leider in den folgenden Filmminuten kein bisschen. Dieses Fallobst stellt dann auch kein grosses Problem für unseren Teufels-Biker dar und diese Szenen sind auch entsprechend langweilig. Peter Fonda (der schon in Wild Hogs einen Gastauftritt hatte) ist immer wieder nett anzusehen und sorgt für schaurige Momente. Davon hätte es definitiv mehr geben können.

Fazit: Ghost Rider macht durchaus Spass, wenn man das Hirn abschaltet und sich im Klaren ist, dass es sich hier um eine Comicverfilmung handelt. Die Darsteller sind mehrheitlich okay, mit den Effekten kann man auch leben und die Musik rockt schön aus den Boxen. Und das Motorrad ist natürlich fantastisch.

Schön macht sich die "Extend Version" (hat immerhin 13 Minuten mehr Filmmaterial zu bieten) im Regal, denn sie kommt im Steelbook daher. Zusätzlich hat man diverse Extra-Features auf zwei DVDs verteilt, wobei eigentlich die Zweite hauptsächlich aus diesen Dokumentationen besteht. Hier ist vor allem die Entwicklung der Comics seit den 70-er Jahren ein schönes Highlight und bringt dem Fan die Veränderungen im Stil und der Geschichten näher. Natürlich gibts zusätzliche Einblicke in die Machart des Films, die Spezialeffekte (wie bekommt Nicholas Cage bloss einen Feuerkopf verpasst?) werden näher beleuchtet und die ganze Produktion wird in allen Phasen dokumentiert. Da hat der interessierte Hobby-Töffler schon einiges zu gucken.

In technischer Hinsicht gibts an Ghost Rider grad gar nichts zu rütteln. Vor allem im Ton macht sich der Film sehr gut und die Boxen wackeln, wenn die Motoren knarren. Die schöne Symbolik des Filmes wird durch ein glasklares Bild explizit zum Ausdruck gebracht und hinterlässt, wie die ganze Bonus-DVD, einen gelungenen und sehr positiven Charakter.

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tam's Wertung: 4 Sterne

die ersten 20 minuten sind ja noch ganz okay, dann wird's nur noch doof und je länger der film geht, umso blöder wird's. x(

pb's Wertung: 2.0 Sterne


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