Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Skinwalkers
Skinwalkers oder: Haarige Beisserchen Wer kennts nicht. Bei jedem Vollmond wird das Brusthaar zahlreicher, der Bart spriesst und man bekommt unbändige Lust, den Mond anzuheulen. Werwölfe haben eine lange Geschichte in den Büchern des Films. Meist sind sie bösartige Monster, die schlecht animiert den Helden der jeweiligen Filme an den Kragen wollen. In Skinwalkers ist es ähnlich. Nur dass es hier selber Werwölfe sind, welche sich gegen die eigene Rasse stellen und die Erwartungshaltung von Kämpfen innerhalb des Wolfclans schön angehoben wird. Eins vorneweg: Skinwalkers ist glücklicherweise keine filmische Gurke, sondern wandelt auf den Pfaden von Vampirserien wie Buffy oder Angel. Überhaupt, der Film macht den Eindruck einer Doppelfolge der erwähnten Serien, in dem eine recht interessante Geschichte erzählt, aber mit dem Blut und dem Mönsterlen doch recht geizig umgegangen wird. Dafür sind die Wolfmasken für einmal nicht ganz ungelungen, auch wenn die finalen Kämpfe mehrheitlich im Dunkeln stattfinden. Jason Behr dürfte den Fans noch aus The Grudge oder der TV-Serie Roswell in Erinnerung sein. Inzwischen hat sich der Gute ein imposantes Sixpack antrainiert und auch die Oberarme zeugen vom fleissigen Besuch des Fitnessstudios. Gegenpart Elias Koteas hat immer wieder Auftritte in grösseren Produktionen wie zum Beispiel Zodiac oder Shooter. Sie beide agieren überraschend gut, auch wenn das künstliche Haarteil nicht so recht zum Bild des Elias Koteas zu passen scheint. Trotzdem ist Skinwalkers kein Überfilm geworden. Aber eine interessante Thematik, ein bisschen Mystik und schöne Schiessereien (mit Silberkugeln, natürlich...) hinterlassen einen brauchbaren Eindruck. Schön auch, dass es kein stumpfes und stupides Blutbad wurde, sondern man auch ein bisschen Wert auf die Figuren gelegt hat. Die schlussendliche Auflösung des Films und der (nicht ganz überraschende) Twist lässt die Möglichkeit einer Fortsetzung offen. Wer weiss, vielleicht werden die Skinwalkers bald in einer zweiten Runde auftauchen. Die DVD überrascht mit informativem Zusatzmaterial. Die nervigen Werbe-Filmtipps mal ausgenommen, sind durchaus brauchbare Sachen abrufbar. Seien es mehr oder weniger interessante Interviews mit den Darstellern oder Animationen einzelner Szenen. Dazu kommt ein, leider zu kurz geratener, Bericht über die Special-Effects, der wie immer recht spannend ist. Das Making-Of jedoch ist reines Werbematerial. Auf der technischen Seite kann die DVD ebenfalls genügen. Der Ton ist sauber und in den einzelnen Szenen dröhnt die Action klar und laut durch die Boxen. Das Bild hat allerdings im Schlussfight ein bisschen Mühe, das vorher locker erreichte Niveau zu halten. |
not bad, hätte um einiges schlimmer sein können, jedenfalls kann man Skinwalkers im Vergleich zu vielen anderen Werwolfstreifen als durchaus gelungen bezeichnen. Dennoch, obwohl er durchaus spannende Momente hat, dümpelt Skinwalkers viel zu lange dahin und kämpft mit dem Kong-Fu Syndrom, einem nervenden Kid und anderen recht durchzogenen Schauspieler. Wer das Kong-Fu Syndrom noch nicht kennt: Stundenlanges aufeinander Einkloppen und immer bewusstlos hauen statt endlich umbringen, so wird der Film mit endlosen Kämpfen verstopft, die mit der Zeit einfach langweilig werden. Bei Shanghai Knights ist dies sehr gut zu sehen. Hier dasselbe. Statt die Werwölfe endlich im Blade-Stil kurz und Schmerzlos auszuschalten, ballern sie sinnlos aufeinander ein und kommen nicht vom Fleck. Wie auch immer, für zwischendurch ganz passabel, doch mit etwas besseren Schauspieler, einer kreativeren Handlung und nicht einer PG13-Wertung hätte aus dem Streifen durchaus noch was werden können. Wenigstens werden einige neue Aspekte des Werwolfdaseins beleuchtet und rein Visuell sieht Skinwalkers zwischendurch einfach cool aus und auch die Werwölfe wurden um einiges besser gelöst als bei Underworld zum Beispiel, wo die Verwandlung einfach lächerlich war. |

