Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Wolf Creek
Wolf Creek oder: unfreiwillige Gespielinnen Als Wolf Creek damals angekündigt wurde, galt er als die grosse Horrorhoffnung. Wie üblich basierte er grob auf realen Ereignissen und sollte ein durchaus beängstigender Schocker werden. Die Figuren waren gesetzt, jetzt musste Regisseur Greg McLean sie nur noch richtig einsetzen. Hat er es geschafft, einen wüsten australischen Schocker abzuliefern? Jein, was zwar sehr realistisch daherkommt, bleibt über weite Strecken primär langweilig und kann nur bedingt überzeugen. Wolf Creek ist klar eine Kreuzung zwischen dem bekannten Texas Chainsaw Massaker-Szenario und einem Roadmovie mit einigen Kids. Leider gewichtet dabei der eher dümmliche Teenie-Roadmovie viel mehr, als der eigentliche Horrormoment. Erst viel zu spät, nachdem man sich schon lange an den Hauptdarstellern satt gesehen hat und die schönen Landschaftsbilder beinahe nicht mehr faszinieren können, beginnt sich das Horrorklischeerad zu drehen. Dazu kommt, dass die Charaktere etwa soviel Tiefe haben, wie eine ausgetrocknete Pfütze, und wer nur grob die Inhaltsbeschreibung gelesen hat, weiss genau, wie sich die Storyline primär entwickelt. Nachdem man sich rund eine Stunde gelangweilt und den Teenies auf Reisen zugesehen hat, bleibt wie üblich der Wagen im Nirgendwo stehen. Natürlich erhalten sie von einem komischen Typ Hilfe, und, ebenso klar, meint es der Typ nicht nur gut mit den drei Freunden. Obwohl John Jarratt als mysteriöser und sadistischer Mick Taylor einen frischen Wind in die Sache bringt und er den Killer auch wirklich gut spielt, hat man schon lange das Interesse an den Hauptdarstellern verloren. Eines muss man Wolf Creek jedoch lassen. Wenn der Horror überhand nimmt und es nur noch darum geht, die Protagonisten so sadistisch wie möglich umzubringen, geht es recht schonungslos und realistisch zur Sache. Obwohl er dabei keine Splatterorgie wie Saw 3 veranstaltet, reicht es aus, um einige sehr düstere und intensive Szenen zu bieten. Nach den ersten erfolgreichen Fluchtversuchen verliert Wolf Creek dann allerdings immer mehr an Zug und obwohl es dann noch eine ganz gelungene Verfolgungsjagd gibt, bleibt die Auflösung mehr als banal. Fazit: Wolf Creek ist leider weit von der erwarteten Horrorhoffnung entfernt. Obwohl sich Wolf Creek bemüht, realistisch zu bleiben und auch die schöne Landschaft von Australien sehr gut einsetzt, herrscht beinahe eine Stunde lang dumpfe Langeweile. Selbst das deutlich erkennbare Texas Chainsaw Massacre-Muster hilft nur bedingt zu Spannungsmomenten. Obwohl es im letzten Drittel einige überaus sadistische Folterszenen hat und mit den Ausbrüchen und der Autoverfolgungsjagd einige sehr intensive Szenen bieten kann, bleibt eigentlich doch nur der Eindruck eines mittelmässigen Film hängen. Ein Schocker, der die Handlung völlig falsch gewichtet hat und trotz einigen sehr gelungenen Szenen unfähig war, eine halbwegs passable Auflösung zu bieten und selbst mit 104 Minuten rund 20 Minuten zu lang war. Die DVD bietet den Film in scharfer und klarer Bildqualität, bei der man die teilweise sehr schönen Landschaftsbilder richtig geniessen kann. Der Ton überzeugt und lässt es angenehm krachen, wenn es sein muss. Das Bonusmaterial hat das Schwergewicht in einem 49 Minuten langem Making Of, das beinahe alle Aspekte der Produktion beleuchtet und auch gut dokumentiert. Ansonsten gibt es den üblichen Audiokommentar, einige Trailers und entfallene Szenen. |
Naja der Streifen beginnt ganz nett, bietet nette Locations (Wolf Creek Krater) und auch der Badboy hat durchaus seine netten und witzigen Momente. Für alle die schon mal Backpack-mässig im Aussieland unterwegs waren, hat der Streifen sicherlich seine guten Momente. Blut und Violence sind ebenfalls okay für einen TCM-Klon, kommen aber nicht an The Beginnig oder an das Original-Remake heran. Alles in allem scheitert der Film aber wieder mal an den extrem doofen Girlies, die den ganzen Horrorspass mit ihren Handlungen verderben. Da hilft es auch wenig das die ganze Story "based on a true story" ist und deswegen auch der Filmstart auf Grund hängender Gerichtsverfahren hinausgezögert werden musste! [Editiert von Chemic am 2007-08-27 19:21:46] |
Wolf Creek hat wirklich gute Ansatze. Wie hier schon geschrieben wurde, hat der Film dank den guten Locations eine stimmige Atmosphäre. Leider dauert es sehr lange bis der Wolf Creek in die Gänge kommt. Langeweile teilweise fast nicht mehr erträglich. |

