Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag You, the Living - Du Levande
You, the Living - Du Levande oder: Tuba or not Tuba You, The Living besteht aus rund 50 teils kurzen, teils längeren Einzelepisoden. "Lebende Gemälde" nennt diese der Pressetext des Festival du Film Fantastique (NIFFF) 2007 in Neuenburg, wo der Film im internationalen Wettbewerb gezeigt wurde. Der Gemäldeeffekt wird dadurch erzeugt, dass praktisch alle Szenen mit statischer Kamera gefilmt wurden, währenddessen die Darsteller entweder völlig reglos im Raum verharren oder sich nur langsam bewegen. Gesprochen wird dabei wenig. Die Szenen selbst sind häufig witzig, manchmal grotesk, zuweilen tragikomisch und in Einzelfällen etwas langweilig. Trotzdem gelingt Regisseur Roy Andersson eine schöne "Farce über die Conditio humana", wie er sein Werk selbst nennt. Etwas irritierend ist die unterschiedliche Tiefe der Einzelepisoden: Die einen Episoden erzählen kleine Geschichten, wie diejenige mit dem Teeniegirl und dem Rockstar (ersteres spielt neben der Tuba eine Art "Hauptrolle" - sofern in diesem Film überhaupt von einer solchen gesprochen werden kann). Bei den anderen handelt es sich um isolierte Einzelszenen mit Figuren, die so schnell wieder aus dem Film verschwinden, wie sie eingeführt wurden. Einige Szenen sind banal, bei anderen handelt es sich um Alltagsbeobachtungen, die man in ähnlicher Weise schon selbst erlebt hat. Und dann gibt es auch noch diejenigen Szenen, die just dann enden, wenn es begonnen hat, amüsant zu werden. Homogenität darf von You, The Living nicht erwartet werden. Aber genau dieser Mix macht handkehrum auch den Reiz des Filmes als Gesamtes aus. Er funktioniert als eine Art Spiegelung des Lebens in seiner ganzen sinnlosen Pracht. Und nach Ende weiss man nicht recht, ob man nun einem bewegenden Drama oder einer umwerfenden Komödie beigewohnt hat. Dies dürfte den meisten Lebenden nicht ganz unbekannt vorkommen. |
Uff, die erste halbe Stunde hab ich mir fast in die Hose gemacht vor Lachen, 10 Minuten später bin ich eingeschlafen...Als Eröffnungsfilm vom NIFFF schlicht und einfach ungeeignet IMHO! |
Mir ging es ganz ähnlich wie JohnBender. Anfangs sind die einzelnen Episoden ja noch amüsant und zuweilen auch ungemein lustig. Doch dann macht sich zunehmend mehr und mehr Langeweile breit. Bis auf die Traumsequenzen werden die Geschichten überraschend banal und bieder. Damit können sie keinesfalls mit dem schrägen Humor von zu Beginn mithalten. Sicherlich nichts für jedermann, eher etwas für solche mit spezielleren, aussergewöhlicheren Vorlieben. |
Der Film hat mich total amüsiert und auch nachdenklich gemacht. Allerdings ist war mir danach unklar, was der Film eigentlich wollte. Man kann schon gewisse Parallelen zwischen den an sich eigenständigen Szenerien ziehen. Aber weiter bin ich nicht gekommen. Irgendwelche Meinungen? |

