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Beitrag Flags of Our Fathers

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Flags of Our Fathers oder: Brutale Geschichtsslektion


Kriegsfilme sind Geschmacksache. Wenn sich Soldaten aller Art irgendwo auf einem Feld die Köpfe einschlagen, wegschiessen oder abhacken, dann vermag das nicht allen zu gefallen. Wenn es sich dabei noch um eine wahre Begebenheit handelt, dann mag das vielleicht geschichtstechnisch interessant sein, löst aber das grundsätzliche Problem nicht. Bei Filmen von Clint Eastwood kann man aber grundsätzlich davon ausgehen, dass der Mann auch ein bisschen hinter die Kulissen guckt, die Figuren schön charakterisiert und den Krieg, so brutal er auch sein mag, anständig auf die Leinwand bringt.

Flags of our Fathers ist ein aufgeteilter Film, der in den Schlachtszenen unübersichtlich, laut und aggressiv ist, während die Problematik dahinter inhaltlich gutes Fleisch am Knochen hat. So werden auch diejenigen, die mit Kriegsgewirr auf der Mattscheibe nicht soviel anfangen können ihre Augen spezieller auf die Background-Story halten. Und die ist dramatisch, tragisch und sehr gut gespielt.

Die drei Hauptdarsteller kennt man allesamt aus irgendwelchen Filmen oder TV-Serien. Dass sie aber auch richtig gut schauspielern können, beweisen sie in Flags of our Fathers. Der innere Kampf, das Lächeln für die Öffentlichkeit und das langsame Sterben und Zerbrechen wird überzeugend dargestellt und verleiht dem Film zwischendurch ein sehr depressives Feeling.

Im Gegensatz zu seinem Kollegen Letters from Iwo Jima hat man glücklicherweise auf eine allzu verschmierte Bildfassung verzichtet und der Film ist definitiv einfacher zu interpretieren und zu verstehen. Das mag zum grossen Teil an der Sprache liegen, hat aber sicher auch etwas mit der Geradlinigkeit des Filmes zu tun.

Fazit: Flags of our Fathers mag ein guter Kriegsfilm sein und die amerikanische Seite der Vorkommnisse von damals sehr genau, detailgetreu und brutal einfangen. Aber wer kein Fan von solchen Produktionen ist, in denen es brutalomässig recht deftig zur Sache geht, der dürfte bald mal die Fernbedienung schnappen und mit der Forward-Taste spielen.

Als Extras hat man sich, im Gegensatz zu Letters from Iwo Jima, nicht ganz so geizig gezeigt. Schöne Berichte über die geschichtlichen Hintergründe, die Probleme beim Filmen (das Aufstellen der Flagge bekommt ein eigenes Feature) oder eine Biographie über die sechs "Helden" von damals sind nur ein kleiner Teil der Extras. Interessant, wie immer, auch der Bericht über die visuellen Effekte, mit denen man schön spielen konnte. Ausserdem hat es sich Clint Eastwood nicht nehmen lassen, eine pesönliche Einführung zu sprechen.

Wer sich also für die damaligen Geschehnisse interessiert, bekommt auf der DVD viel Material geboten und wird definitiv zufrieden gestellt. Und wer den Film der "anderen Seite", Letters from Iwo Jima, auch noch gucken will, der holt sich am besten die schön aufgemotzte Steelbook-Edition, die beide Filme, plus Extramaterial, zusammen präsentiert.

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tam's Wertung: 3.5 Sterne

Ich habe mir diesen Kriegfilms anders vorgestellt. Ich dachte ich bekomme jetzt eine blutige und brutale Schlach à la "Wie waren Helden" oder "Black Hawk Down" zu sehen. Doch da habe ich mich wohl getäuscht - im positiven Sinne!!! Der Film zeigt eindrucksvoll das Kriegtrauma dreier Männer und die geizigen Medien die aus den apltraumhaftigen Erinnerungen der Soldaten Geld schlagen um den Krieg zu unterstüzen. In genial inszenierten Rückblenden der drei überlebenden Soldaten sieht man immerwieder die Kampfhandlungen zwischen den amerikanischen Soldaten und den Japanern. Ein richtig gut inszeniertes Kriegdrama das vorallem wegen seiner besonderen Art nach "Der Soldat James Ryan" für mich der beste Anti-Kriegsfilm aller Zeiten ist.
"Flags of our Fathers" ist wirklich zu empfehlen!!!

Johnny Firpo's Wertung: 5.0 Sterne


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