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Beitrag Ensemble, c'est tout

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Ensemble, c'est tout oder: Die Grossstadt-WG


Ensemble, c'est tout erzählt eine Geschichte, wie es sie überall auf der Welt tagtäglich zu erzählen gibt. Die drei Charaktere leben zurückgezogen, jeder für sich, in ihrer Welt. Sie trauen sich nicht mehr zu, haben Angst vor Neuem, kommen im Leben nicht weiter, wollen nicht älter werden... Erst als sie sich in der Gemeinschaft etwas näher kommen und miteinander Zeit verbringen, bemerken sie was ihnen bis anhin gefehlt hat: das Zusammensein. In diesem Film geht es eigentlich um nichts anderes als die Tatsache, dass man jemanden braucht, um sich zu respektieren, zu streiten, zu versöhnen, zu lieben, zum lachen zu bringen... eigentlich nichts anderes als der Alltag und doch nicht ganz selbstverständlich.

Audrey Tautou war ursprünglich nicht für die Rolle der Camille geplant gewesen. Sie hat durch Zufall den Regisseur Claude Berri kennengelernt und von ihm einige Informationen zum Film erhalten. Doch trotz Interesse ihrerseits war die Hauptrolle schon an Charlotte Gainsbourg vergeben und Tautou meinte, falls Charlotte doch nicht wolle, würde sie gerne einspringen. Kurz nach Drehbeginn verletzt sich Gainsbourg. Claude Berri meldet sich darauf bei Tautou und nach ein paar Tagen Bedenkzeit sagt diese für die Rolle zu. Es musste wohl einfach so kommen, denn die Besetzung der Camille könnte nicht besser sein als mit Audrey. Ihre Blicke, ihre Ausdrucksstärke ganz allgemein... Sie ist schlichtweg gemacht für diese Rolle und gibt auch eine einwandfreie schauspielerische Leistung zum Besten.

Franck wird von Guillaume Canet dargestellt. Er gibt den klassischen Durchschnitts-Franzosen her, wie man ihn sich im Klischee vorstellt: 3-Tage-Bart, arrogant, raucht sogar im Bett, säuft, ne freche Klappe und legt reihenweise Frauen flach. Ob Canet wirklich viel spielen musste sei dahingestellt, doch man kauft ihm die Rolle auf jeden Fall ab. Laurent Stocker hatte sicherlich das schwierigere Los seinem Charakter Philibert: Ein verklemmter, stotternder, verstaubter, aristokratischer Historiker, den man am liebsten einfach mal so richtig durchschütteln würde, damit er aufwacht und in der Gegenwart zu leben beginnt. Aber auch er meisterte diese Aufgabe mit Bravur.

Der Film erzählt eine schöne aus dem Alltag gegriffene Geschichte, welche auf der Romanvorlage von Anna Gavalda basiert. Die einfache, aber doch berührende Story wird durch schöne Bilder und wohl klingender Musik unterlegt. An gewissen Stellen gibt's ein paar Längen und als Ganzes gesehen nicht viel Neues. Der Film unterhaltet und gibt dem Besucher ein gutes Gefühl.

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pj's Wertung: 5 Sterne

Ich schätze Charlotte Gainsbourg als Schauspielerin sehr und hätte den Film sicher auch angeschaut, wenn sie und nicht Audrey Tautou die Camille gespielt hätte. Doch wie schon pj schrieb: für diese Rolle ist Audrey Tautou die Idealbesetzung. Sie hat die Gabe, eine junge, etwas verträumte, naive, sich selbst immer wieder ein Bein stellende junge Frau mit grossem Herz, verborgenen Talenten und letztlich grosser emotionaler Intelligenz zu spielen, und es gelingt ihr auch, sich in solche Rollen einzufühlen. Charlotte Gainsbourg gibt eher den Typ der etwas sachlicheren, intellektuelleren Frau mit dem versteckten Charme. Obwohl in der Darstellung durch Audrey Tautou eine gewisse Brücke zur Amélie de Montmartre nicht zu verkennen ist, ist Audrey Tautou nun doch einige Jahre älter geworden und spielt mit Camille auch eine etwas ältere junge Frau als noch als Amélie oder auch Mathilde (im Erster-Weltkrieg-Liebesdrama). Sie versteckt diese Lebensentwicklung nicht. Ihr Spiel ist einmal mehr eine Höchstleistung an Darstellungskraft, Einfühlung in die Rolle und auch Präzision. Auch die weiteren Rollen sind gut besetzt und werden ausgezeichnet gespielt. Der Verlauf der Geschichte lässt sich in den Grundzügen voraussagen. Doch vielleicht ist gerade dies der Reiz: es wird keine überraschende Wendung in der Geschichte angestrebt. Damit besteht die Möglichkeit, die Figuren exakt zu spielen und die Feinheiten zu pflegen. Das ist rundum gelungen.

Granunaile's Wertung: 6.0 Sterne

Ja ein schöner Film, sehr romantisch ;P

Lotus' Wertung: 5.0 Sterne

Mir hat der Film gefallen, ein richtiges Feelgood-Movie mit feinem Humor. Mademoiselle Tautou hingegen... na ja. In Amélie fand ich sie fabuleuse, aber irgendwie ist es mit ihr doch immer wieder das Gleiche. Der ewige Schmollmund... Sie spielt ihre Rolle zwar nicht schlecht, doch ist sie meiner Meinung nach nicht die richtige Besetzung. Camille hat raspelkurze blonde Haare, das ist das eine, weniger wichtig zugegeben. Aber sie ist auch magersüchtig, abgelöscht und neurotisch. Franck sagt ihr mehrmals, sie sehe aus wie ein Junge. Audreys Kurven stehen mir hier quer im Bild und Camille ist keine Amélie, die ist nämlich nur ein bisschen verschroben.
Sonst war ich aber wie gesagt sehr positiv überrascht von dem Film. Ist nicht selbstverständlich bei Anna Gavaldas Vorlage...

ema's Wertung: 4.0 Sterne


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