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Beitrag Open Water 2: Adrift

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Open Water 2: Adrift oder: fröhliches Plantschen


Open Water war ein unabhängiges Projekt eines kleinen Teams, das aus reiner Freude an der Sache einen Film machen wollte. Daraus wurde ein Überraschungserfolg, der für volle Kassen sorgte und bei den einen sehr beliebt und bei den anderen verhasst war. Trotz der dürftigen Qualität des ersten Teiles boten die vollen Kinokassen den Produzenten genügend Argumente, um ein Sequel nachzureichen. Dieses entstand im bekannten Direkt-to-DVD-Muster: Ein Film, der überhaupt nichts mit Open Water zu tun hatte, wurde unter dem Titel Adrift gedreht und später in Open Water 2 umbenannt. Die Story basiert - wie in letzter Zeit üblich - auf wahren Begebenheiten, doch deswegen wird ein Film noch lange nicht besser.

Die beteiligten Figuren setzen sich, wie im Handbuch für Jungregisseure beschrieben, aus einer vollbusigen, blonden Dumpfbacke, ein paar grossmäuligen Stiffler-Verschnitten und ein paar weiteren natürlicheren Gesellen zusammen. Das sind sodann die einzigen Charaktereigenschaften, welche die Jungens und Mädels unterscheiden. Denn obwohl sie bei den einen versuchen etwas Tiefe hineinzubasteln, bleiben sie so interessant, wie leere Bierflaschen. Letztlich vermisst man auch kaum einen, wenn er sprichwörtlich untergeht.

Die Story selber beginnt an sich ganz gut. Die Gesellschaft begibt sich aufs Boot, stösst mit Alk auf ihr Treffen an und geht anschliessend baden. Doch ab da geht es bergab mit dem Film. Während sie im Wasser hilflos herumschwaddern und nach immer kreativeren Möglichkeiten suchen, wieder ins Boot zu kommen, dreht sich Open Water 2 mehr und mehr im Kreis. Sobald die Jungs und Mädels im Wasser sind kann man also getrost auf den Stumm-Knopf drücken - die Dialoge und das Schauspiel bleiben jämmerlich.

Fazit: Open Water 2 gehört zu den unzähligen überflüssigen Straight-to-DVD-Filmen, die husch husch mit schlechten Schauspielern besetzt, nach noch schlechterem Script produziert und schliesslich mit einem Titel versehen wurden, damit sie wenigstens von den Fans des vermeintlichen Vorgängers gekauft werden. Wem der erste Teil gefallen hat, dem kann unter Umständen auch der zweite Teil gefallen. Allen anderen rate ich: Finger weg!

Die DVD bietet den Film in sehr schlechten Farben und körniger Bildqualität. Der Ton selber lässt die Boxen nicht einmal warmlaufen und spielt weder mit dem Surround noch liefert er gute Qualität. So schlecht der Film selber präsentiert wird, für das Bonusmaterial hatten die Verantwortlichen anscheinend genügend Geld. Die Zusätze sind überraschend umfassend. Neben zwei Making Ofs, die einen guten Einblick in den ganzen Dreh vermitteln, gibt es chaotische Outtakes, ein alternatives Intro und diverse Trailers.

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db's Wertung: 1.5 Sterne


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